Dieser Vietnam-Roman (orig.: The Tapestries) wurde im Jahr 2002 veröffentlicht. Die Geschichte spielt etwa zwischen 1916 und 1933 in Zentralvietnam um Hué. Im Großen und Ganzen ist es eine Geschichte um Verrat, Intrigen, Verbrechen und Liebe, die mit der Hinrichtung/Ermordung einer angesehenen Familie beginnt. Aber es gibt Überlebende und Zeugen.
Und es ist eine Zeit des Umbruchs, in der die Kolonialmacht Frankreich dort die Geschicke lenkt, obwohl es noch einen Kaiser gibt. Doch dieser ist sehr jung und wurde in Frankreich erzogen - und bringt daher auch französische Sitten und Gebräuche mit nach Vietnam.
Das Kaisertum in Vietnam wird als ziemlich dekadent geschildert, etwa so, als würden nur Feste gefeiert. Die Kaiser hatten damals neben der Ehefrau mehrere Nebenfrauen und etwa 10 Konkubinen.
Historisch mitunter interessant, ist der Roman (oder seine Übersetzung) stilistisch eher durchschnittlich und streckenweise auch brutal. Nur selten kann man mal "asiatischen Zauber" herauslesen.
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