Sonntag, 16. April 2023

Im Kino: Die Kairo-Verschwörung

Der Polit-Thriller des ägyptisch-schwedischen Regisseurs Tarik Saleh spielt in der renommierten Al-Azhar-Universität in Kairo und handelt von Macht-Intrigen, in die ein Fischerjunge, der dort studieren darf, schon bald hineingezogen wird, als der Iman stirbt und das Gerangel um die Nachfolge beginnt. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Geheimdienst, der auch vor Mord nicht zurückschreckt, um einen der autoritären Regierung genehmen Kandidaten durchzusetzen. 

Die Stärke des Films liegt darin zu zeigen, wie in einem autoritären Staat der Machterhalt gesichert wird – nämlich durch Ausschalten aller möglichen Gegner unter Anwendung aller denkbaren schmutzigen Methoden. Und dazu zählt möglicherweise auch, die zuvor erpressten Informanten – wie den Fischerjungen - ermorden zu lassen, damit es keine Zeugen gibt. Aber dieser Film hat ein Happy End – und es wirkt glaubwürdig (!). 

Der Film wurde trotz einiger Kairo-Bilder (natürlich) nicht in Ägypten, sondern insbesondere bezüglich der Innenaufnahmen in der Türkei realisiert, vermittelt dennoch ein visuell bemerkenswert glaubwürdiges Bild über eine religiös gesteuerte islamische Universität mit ihren „Riten“. 

„Eine Art Der Name der Rose in der muslimischen Welt, eine Großinstitution des Islam als Schauplatz für einen Film noir“, meint die zeit. 

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In Ägypten war ich mal mit einem Freund. Es dürfte ziemlich genau 30 Jahre her sein. Wir waren nur zwei Wochen dort, sind aber ordentlich mit Bus, Bahn und Schiff herumgefahren. Wir waren in Kairo und natürlich bei den Pyramiden in Gizeh, bei der berühmten Stufen-Pyramide in Sakkara, sind in einem unangenehm „eisgekühlten“ Zug nach Luxor mit seinem zyklopischen Karnak-Tempel und dem Tal der Könige gefahren, sind mit dem Bus durch die Wüste ans Rote Meer und mit dem Schiff auf den Sinai gefahren, wo wir auch einen "ungemütlichen" Kamelritt zu einer Oase gemacht haben. 

An diese Reise mit zum Teil bizarren Erlebnissen erinnere ich mich noch ziemlich gut. Deshalb würde ich theoretisch gerne noch einmal nach Ägypten reisen. Aber es gibt vielfältige Gründe, die das Ziel nicht unbedingt als gute Idee erscheinen lassen, und ein Badeurlaub in einem Ressort am Meer ist nicht das, was Ägypten interessant macht. Vergleichsweise "sicher" war Ägypten allerdings auch damals schon nicht.

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