Montag, 12. Oktober 2026

Die Tage auf Kos

Captain's Hotel, Kos City (51 €/Nacht, Doppelzimmer mit Balkon, Kühlschrank und Frühstück)

Tag 1: Das war wieder fürchterlich mit der Nacht vor dem Abflug. Ich trank noch ein Bier vor dem Schlafengehen, musste dann allerdings mehrmals auf's Klo. Also quasi kein Schlaf, der Wecker klingelte 04:45. Ich schleppte mich per S-Bahn zum Airport Köln/Bonn, war (natürlich) viel zu früh da, weil die Bahn pünktlich fuhr. Dort gab's erst mal einen völlig überteuerten Kaffee mit Zimtschnecke.

Der Eurowings-Flieger flog mit mindestens 45 min Verspätung dann ab. Das hatte fatale Nachteile, denn er kam mit 30 min Verspätung in Kos nach 3 Std. Flug an, wodurch ich den selten fahrenden Bus in die Stadt verpasste und dort am Airport noch einmal mindestens anderthalb Stunden warten musste. 

Viel gesehen habe ich von der Stadt daher noch nicht, zumal es hier eine Stunde später am Tag ist. Es wurde sowieso dunkel, ich kaufte noch etwas ein, bevor ich zum Hotel ging.

Meinem ersten Eindruck nach ist der Ort ziemlich touristisch. An der Hafenbucht reihen sich die Kogge -ähnlichen Ausflugsschiffe. Meist werden 3-Inseln-Touren angeboten, ein paar Stunden mit Schnorcheln und wahrscheinlich Happening-Atmosphäre mit Musik, Barbecue und Saufen auf dem Deck. Dazu habe ich wohl keine Lust.



Tag 2: Ich erkundete die Stadt, deren Kastell-View relativ unspektakulär wirkt:



Es gibt auch einige Moscheen, dies ist die Zentralmoschee:




Ich lief jedoch insbesondere durch die altgriechischen und römischen Ruinen, die relativ große Areale in der Stadt einnehmen. Eintrittspreise werden nicht verlangt.



Mitunter beeindruckte mich das lautstarke Gezirpe der Zikaden, die in den Nadel- und Eukalyptusbäumen hausen. 



Auf der Johanniter-Festung am Hafen war ich auch. Sie ist allerdings nur teilweise zugänglich. 3 € Eintritt. 



Einige alte Bäume (Platanen, Würgefeigen) waren auch zu finden. Im Übrigen sah ich eine ganze Reihe Katzen. Eine angenehme Stadt ist es auf jeden Fall.

Tag 3: Ein Ausflug per Bus nach Zia. Das ist ein touristisches Bergdorf auf 310 m NN. 



Zu sehen gibt es dort "nichts", aber es ist der einzige Ort in den Bergen, der per Bus erreichbar ist, und er kann als Startpunkt einer Wanderung genommen werden. Auf den etwas mit 845 m höchsten Berg von Kos bin ich allerdings nicht gestiegen. Das ist ein ziemlich steiler Pfad, den ich mir gar nicht mehr zutraue.

Mein Ziel war die Burgruine des Ruinendorfes Palio Pyli. Das liegt auch auf 320 m NN, man muss jedoch erst mal 100 Höhenmeter runter wandern und dann wieder hoch. Der Weg führte mich an einem Steinbruch vorbei und durch Nadelwald und an einer Tierfarm und einer Farmruine vorbei. Dann ging es ein steiles Kerbtal hoch zur Ruine. 



Burg und Dorf wurden um 1820 verlassen. Daher ist alles schon sehr zerfallen. Es gibt aber zwei alte erhaltene, jedoch geschlossene Kirchen:



Der letzte Abschnitt des Pfades hoch zur Burg bot Herausforderungen bezüglich meiner Geländegängigkeit, aber ich schaffte es unfallfrei hoch und runter.



Ich ging dann ganz runter bis zum Strandort Marmari. Dort geht es sehr relaxt zu. Es gibt echten Strand, sogar mit Dünen und einige wenig spektakuläre Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Man blickt auf die beiden griechischen Inseln Kalymnos und Pserimos gegenüber. 



Dieser oder auch die beiden Nachbarorte nördlich (Tingaki) oder südlich (Mastihari) sind schon nette Strandorte. Der Strand in Kos City ist hingegen unangenehm kommerzialisiert mit einer Strandliegen-Gastronomie neben der anderen. Kostet 20 €, so eine Strandliege oder vielleicht auch nichts, aber man muss dann dort Essen zu sich nehmen.



Wie auch immer, zumindest Marmari und Tingaki sind einfach und relativ häufig von Kos City mit dem Bus zu erreichen. Wenn ich Strandtage machen wollte, würde ich dorthin fahren, selbst wenn ich ein Quartier im Umfeld des Busbahnhofes in Kos City hätte. Die Orte sind sehr einfach, aber neben der Gastronomie an Strand gibt es immer mindestens einen Minimarket.

Tag 4: Eine Strand-Salzsee-Wanderung zwischen Tingaki und Marmari. Der strandnahe Salzsee ist jetzt nach dem heißen Sommer in den größten Teilen ausgetrocknet und begehbar. 



Es gibt aber mindestens zwei Rinnsale in den See, in denen interessanterweise viele kleine Fische schwammen. Deshalb gibt es auch immer noch ziemlich viele Vögel hier. 



Wenn man am Seeufer entlang wandert, kommt man auch zu den Ruinengebäuden einer Saline, alles frei zugänglich: 



Dort gab es noch mehr Wasserstellen, auch mit größeren Fischen.



An der Strandlinie zwischen Tingaki und Marmari kann man gut lang laufen. Nahe Marmari haben viele Kinder Sandburgen gebaut. 

Freitag, 2. Oktober 2026

Waldtour Bad Münstereifel

Ein 24-Grad-Tag im Zielgebiet. Die Tour galt zwar den Pilzen, aber es hatte schon wieder 6 Tage lang nicht geregnet. Außer einem Schirmpilz, den ich nicht mitnahm, sah ich keinen essbaren Pilz.

Ich startete an der Bahnstation Iversheim. Man kann dort ein Trockental am Hühlesberg hochgehen:


Ich kam bei Pferden vorbei:


Auf den Hängen der anderen Seite gibt es Kalkmagerrasen. Den Walnussbaum fand ich ganz imposant:


Aber Walnüsse lagen noch nicht auf dem Boden.

Ich sah ein Reh, das sich nicht bewegte:


Später kam ich wieder mal an dem markanten Steinbruch im Eschweiler Bachtal vorbei:


Ich überquerte den Eschweiler Bach:



Dann ging ich zum Hirnberg hoch. Früher war das mal ein "richtiger" Wald. Heute beschränkt er sich auf Hanglagen, während die oberen ebeneren Partien ziemlich devastiert wirken: 


Man kann hier auf den Wegen gut durchgehen, aber Pilze suchen wäre, wenn es denn welche geben würde, kaum möglich, da man gar nicht durch dieses brombeerrankenreiche Unterholz kommt.

Am Hirnberg gibt es auch ausgedehnte Hochwiesen:


....


An den Wiesen entlang ging ich runter zum Bahnhof in Bad Münstereifel.


Die Tour war nicht lang, nur 10.1 km, aber immerhin 260 Höhenmeter berghoch und 230 Höhenmeter bergrunter. Der Komoot-Screenshot zeigt die Route:


Mittwoch, 30. September 2026

Ahrtal-Waldwanderung westlich Dernau - Ahrweiler

Letzte Woche. Es war ein 22-Grad-Tag im Zielgebiet. Die Wanderung zielte primär auf Pilze, zumal die Weinberge immer noch weitgehend grün aussehen.

Startpunkt: Bahnhof Dernau.


Ich ging durch den Ort bergauf. Zunächst kommt man dann durch die Weinberge in Steilhanglage:


Man sieht schon Wald, der hier aber dennoch relativ selten ist, da die ebenen Flächen oberhalb der Talhänge meist landwirtschaftlich genutzt werden:


Gleichwohl gibt es auch größere Waldpartien, wie meine mit Komoot aufgezeichnete Wanderroute südlich und östlich von Holzweiler zeigt:


Ich fand wenige, aber leckere Pilze wie diesen Birkenpilz:


Oder diesen Riesenschirmling:


Oder diese Krause Glucke:


Aber insgesamt war es schon wieder zu lange trocken, schlecht für das Pilzwachstum-

Der Wald ist zwar forstwirtschaftlich übernutzt, aber es gibt dennoch einige Altwaldpartien:


Es gibt auch ausgedehnte Wiesen- oder Acker-Wald-Ränder, die attraktiv für die Pilzsuche sein können, aber fündig wurde ich dort nicht:


Bei Ahrweiler ging ich durch die steilen Wald-Hanglagen runter Richtung Bahnhof. Dort im Wald war es schon viel zu dunkel für eine Pilzsuche. Vorbei kam ich an dem alten Brückenpfeiler, der dort seit über 100 Jahren unvollendet in der Landschaft steht:


Von der Bahnstation aus erhascht man noch einen Blick auf die teils ummauerte Stadt Ahrweiler:







12.3 km war die Tour lang. Es ging 250 Höhenmeter berghoch und 280 Höhenmeter bergrunter.