Donnerstag, 30. Juli 2026

Im Kino: Die Odyssee

Meist als Einzelreisender unterwegs, sind Reiseabenteuer natürlich ein „Steckenpferd“ von mir. Da konnte ich mich auf die „Odyssee“ richtig freuen. 

Die Irrfahrt des Odysseus ist eines der ältesten Reiseabenteuer, geschaffen von Homer etwa 750 v. Chr. Ob Homer wirklich gelebt hat, ist anscheinend nicht gesichert. Wie auch immer, der Film hält sich in Vielem an den geschilderten Sagenkreis, der mit dem Sieg über Troja einsetzt und von der 10-jährigen Irrfahrt des Odysseus und seiner Kampfgefährten über das Mittelmeer handelt, bis er als einziger Überlebender seine Heimatinsel Ithaka erreicht und seine Frau Penelope nach Kampf gegen zahllose Freier wiedererobern kann. 

Dieses letzte Kapitel hatte übrigens Uberto Pasolini erst 2024 in seinem Film „Rückkehr nach Ithaka“ schon sehr gekonnt verfilmt, während es natürlich auch schon seit Langem diverse TV- und Kinoadaptionen der Odyssee gibt, die ich vielleicht als Kind mal gesehen habe. Irgendwoher kenne ich jedenfalls die Geschichte um Polyphem, Circe, Kalypso, die Sirenen, Skylla und Charybdis, vielleicht aus Mario Camerini's Monumentalfilm „Die Fahrten des Odysseus“ (1954)? Oder aus der Schule?? 

Der Regisseur setzt die Ereignisse in seinem fast 3-stündigen Film bildwirksam um. Auch die Riege der Schauspieler:innen und der oft ruhige Erzählstil können weitgehend überzeugen. Aus meiner Sicht dürfte es sicher einer Top-Filme des Jahres sein. Christopher Nolan hat zuvor schon einige herausragende Filme wie Inception (2010) oder Interstellar (2014) hingelegt.

Dienstag, 28. Juli 2026

Eine Wanderung zwischen Zülpich und Satzvey (Bördenzone)

Vor einer Woche war ich in der Börde unterwegs. Diese Wanderung war so nicht geplant, denn ursprünglich war der Plan, von Zülpich ins Rurtal zu laufen. Aber unweit von Zülpich habe ich dann doch mal geschaut, wie die Bahnverbindungen sind, und diese waren nicht gut, denn anscheinend fuhr kein Zug von Düren nach Köln. Deshalb habe ich schnell umdisponiert und bin Richtung Satzvey gelaufen.

In Zülpich umrundete ich die Stadt, denn es gibt außerhalb der Stadtmauer einen schönen Weg vorbei an Streuobstwiesen. Außerdem konnte ich dort einige Brombeeren naschen. Man kann auch zu den Stadttoren laufen, etwa diesem hier:



Vorbei an der schwer einsehbaren Luisges Mühle gelangte ich zunächst nach Juntersdorf. Dort gibt es eine Burg, die allerdings ebenfalls schwer einsehbar ist.

Ich ging über die Felder weiter Richtung Langendorf:


Vor Langendorf hatte ich noch Kontakt mit  einer verschmusten Katze:


Bei Langendorf kam ich noch an Bunkerruinen einer Batteriestellung aus dem 2. Weltkrieg vorbei.


In Langendorf gibt es ebenfalls eine Burg:


Obwohl es nur ein 24-Grad-Tag war, konnte es auf sonnigen Abschnitten doch ganz schön warm werden, etwa hier bei den Pferdeweiden von Merzenich:


Ich ging nach Sinzenich weiter, wo es ebenfalls eine Burg gibt:


An einem Weg mitten auf den Feldern zwischen Sinzenich und Obergartzem stand ein roter Kirschpflaumenbaum:


Hier hätte ich gut ernten können. Nur leider ist mir diese Baumart nicht vertraut. Meine App "Flora incognita" war sich zwar zu 99 % sicher, aber ich habe dennoch nur eine Frucht probiert - war lecker!

Ich kam dann weiter vorbei an mir besser bekanntem Terrain, etwa der Molkerei Obergartzem:


.... oder dem Fabrik-Lost-Place nahe Firmenich:


.... oder der Trafostation Satzvey, in die tatsächlich nun eine Bücherausleihe eingezogen ist:


Insgesamt war die Tour ziemlich lang:


Screenshot Komoot. 20.3 km, 310 Höhenmeter hoch, 270 Höhenmeter runter.

Mit der Rückfahrt per Bahn nach Köln gab es keine Probleme.

Dienstag, 21. Juli 2026

Wanderung Kallmuther Berg bei Mechernich

Diese Wanderung ist bestimmt schon 10 Tage her, ich möchte aber dennoch hier einige Eindrücke hinterlassen.

Sie fand zwischen den beiden letzten Hitzewellen statt. Es gab da auch einige Tage mit Maxima < 25 Grad im Zielgebiet.

Gestartet bin ich am Bahnhof Scheven. Ganz in der Nähe kann man zu einer auch als Naturdenkmal geschützten Eiche gelangen:


Ich ging dann über die Felder Richtung Kallmuther Berg:


Man sieht oben rechts im Bild schon Bergbau-Halden, an denen ich vorbei ging:


Diese Halden sind verbotenes Gebiet, und das Foto oben zeigt einen ordentlichen Bergrutsch.

Nicht weit entfernt informiert eine Tafel über den Kallmuther Berg, der Standort eines 1957 aufgegebenen Bleizinkerz-Bergwerks war:


In der Nähe kann auch noch ein gesprengter Bunker aus dem 2. Weltkrieg in Augenschein genommen werden:


Man könnte zum Pflugberg hochgehen, aber ich beließ es diesmal mit dem Blick Richtung Berg und ging links in den Wald:


Der Wald gehörte wohl weitgehend zum Gelände des Bergwerks und ist teilweise Sperrgebiet aufgrund von Bergsenkungen, da es auch unterirdische Stollen gab, die inzwischen lange eingestürzt sind. Schilder warnen:


Es gibt aber auch Wege und Pfade und zugängliche Waldbereiche:


Es gibt Teiche im Gebiet mit unterschiedlicher Zugänglichkeit:


Dieser verlandende Teich (Buchholzer Weiher) ist eher schwer zugänglich. Teiche wie dieser hatten einen funktionalen Zusammenhang mit den Erzwaschanlagen.

Ich suchte danach ein versteckt gelegenes, ummauertes Hochbecken auf:


.... und danach den nahegelegenen "Eindicker":


Auch hier gibt es eine Tafel. Lange war diese 1953 gebaute Anlage nicht in Betrieb. Hier wurde zermahlenes Gestein mit Wasser und Schäumerölen vermengt und Luft eingeblasen, um das Erz auftreiben zu lassen und abschöpfen zu können.

Das geschah in unmittelbarer Nähe zu den industriellen Bergwerksanlagen. Diese wurden weitgehend gesprengt oder abgerissen, aber der ältere, um 1890 gebaute Förderturm (Malakov-Turm) wurde erhalten:









Der Wald in Blickrichtung hinter dem Turm ist wieder Sperrgebiet. Ich ging dort am Weg weiter, ging noch einen Bogen zum Baltesbendener Weiher:


In der Nähe liegt die Schornsteinruine des "Langen Emil":








Diese Ruine ist ziemlich zugewachsen:


Danach ging ich straight zum Bahnhof Mechernich.

Der Komoot-Screenshot zeigt die Wanderroute:


10.7 km, 150 Höhenmeter hoch, 210 Höhenmeter runter.