Freitag, 23. Oktober 2026

Monemvasia - Der Sturz

Jetzt wird es kritisch mit der Berichterstattung, da erklärt wird, weshalb diese Reise ein unerfreuliches/ böses Ende nehmen wird. 

Ich kam heil dort aus den Ruinen auf dem Felsen raus und runter, entschied mich schließlich für ein Bar-Café am Hafen von Gefyra. Nach dem Genuss und Zahlen des Café Americano drehte ich mich um, übersah aber Stufen, die nach unten führten und stürzte ziemlich heftig und unglücklich mehrere Stufen runter.

Schmerzbedingt blieb ich erst mal sitzen, schaffte es später auf einen Stuhl, einige Café-Mitarbeiter:innen halfen, riefen auch einen Krankenwagen. Das dauerte bestimmt 45 min. bis zur Ankunft, denn Monemvasia hat so was gar nicht. Inzwischen konnte ich das Aufstehen probieren, wollte auch zu gehen versuchen, brach jedoch zusammen. Damit war wohl klar, dass der Krankenwagen erforderlich ist. Nach meiner Verladung fuhr er dann in die Kleinstadt Molaoi. 

Dort wurden einige Untersuchungen durchgeführt, auch in einer Röntgenröhre, doch es wurden weitere Untersuchungen für nötig befunden und ein nächtlicher Krankentransport nach Tripoli(s) veranlasst. 

Dort bin ich jetzt noch. Es wurden diverse weitere Untersuchungen durchgeführt in einer lauten Röhre (MTR), aber ich glaube, sie haben das Problem immer noch nicht so genau ermitteln können.

Es ist wohl noch unklar, was jetzt weiter passieren wird. Ich habe heute auch mal mit meiner Halleschen Auslandsreisekrankenversicherung gesprochen. Aber, ob sie irgendwie tätig wird? Dinge wie Rücktransport nach Deutschland sind jedenfalls in Erwägung zu ziehen und zu prüfen, auch weil sich die medizinischen Probleme nicht in kurzer Zeit heilen lassen.

Es wird nicht funktionieren mit dem Rückflug am 27. Oktober, davon gehe ich aus. Ich kann mir das jedenfalls mit irgendwelchen Mobilitätshilfen wie einem Rollstuhl nicht vorstellen. Auch muss man ja erst einmal zum Airport kommen. Erscheint mir sehr unsicher. Ein Folgesturz passiert ganz schnell ohne jede Ankündigung, als wird einem der Teppich unter den Füßen weggezogen.

Ansonsten ist es hier alles etwas schwierig mit der Kommunikation, dem Essen im Krankenhaus, der Hygiene etc. etc. Die Probleme sind endloser Natur. Ich kann nirgendwo hingehen und erforderliche Sachen, etwa für eine Rasur, habe ich auch nicht. 

Das wirkt hier genauso marode und chaotisch desorganisiert wie in den deutschen Krankenhäusern. Nur, dass einige Patient:innen schon einen Krankenhausaufenthalt überlebten, könnte mich optimistisch stimmen.

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Hierzu wird es keine Fotos geben.

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Bei den vorangegangenen Beiträgen liegt es aktuell an WiFi-Problemen.



Der Felsen von Monemvasia

Peleponnes IV a

Golden Hour, Gefyra/Monemvasia (Ferienwohnung, voll ausgestattet, mit Balkon, Mückenschutzgittern etc., 48 €/Nacht). Erstmals probierte ich eine fremde Waschmaschine aus. Meistens ist das Problem, dass kein Waschpulver bereitgestellt wird, hier gab es welches.

Der Felsen von Monemvasia wird gelegentlich auch als "Gibraltar des Ostens" bezeichnet. Es gibt eine alte ummauerte Stadt an der Südseite, die heute ziemlich touristisch ist. Autos können dort nicht fahren, sondern auf einem 2 km langen Damm bestenfalls bis zur Stadtmauer. Am landseitigen Ende des Dammes liegt das Dorf Gefyra, wo ich auch meine Unterkunft hatte.

Durch die Altstadt Monemvasia's muss man diverse Treppen hoch, um dann auf das mehrstufige Plateau des Felsens mit seinen verstreut liegenden Ruinen zu gelangen, die meist aus osmanischer Zeit stammen. Einige Pfade führen durch die Macchien-Sträucher. Es ist schon ein interessanter Ort.

(Fotos werden bei Gelegenheit nachgereicht)

Mykene

Peloponnes III

Mykene ist uralt, ist namensgebend auch für die mykenische Kultur, Europas erster Hochkultur. 

Hier zahlt man wieder die 10 € Eintrittspreis. Dieser Ort ist von touristischen Reisebussen regelrecht überflutet, aber es fährt kein öffentlicher Bus von Nafplio oder Argos hierher, vielmehr muss einen Bus "Athen - Nafplio" und in einem Dorf namens Fichti aussteigen. Von dort hat man dann noch 4, 5 km zu gehen. Auf dem Hinweg gelang mir jedoch ein "Shared Taxi" mit einem Pärchen.

Als Ruinenstadt sind da fast nur noch Grundmauern von den Tempeln und Häusern erhalten. Man geht auf so einer Art Akropolis, landschaftlich von zwei hohen Bergen eingerahmt, visuell ganz ansprechend. 

Interessanter sind da schon die riesigen Tholos- Gräber, die noch anscheinend auf Schliemann zurückgehende Fantasy-Namen haben, wie "Schatzhaus des Atreus". Große Gewölbegräber mit Zugang, in die eine Reisegruppe reinspazieren kann.

Zurück zur Hauptstraße spazierte ich durch die Felder, die hier meist Olivenbaumhaine waren.

(Fotos werden bei Gelegenheit ergänzt)