Montag, 9. März 2026

Eine Koblenz-Wanderung

Schon am 27. Februar war ich in Koblenz unterwegs, ein sonniger 20-Grad-Tag. Es  war außerdem ein Streik-Tag der Kölner Verkehrsbetriebe. Ich musste umdisponieren, hatte nämlich ursprünglich nicht vor, vom Bahnhof Köln-Süd loszufahren.

Ich ging vom Koblenzer Hauptbahnhof durch die Stadt und über die Rheinbrücke auf die andere Seite. Bei Paffendorf kann man durch das bewaldete, tief eingeschnittene Bienhorntal laufen:


Dort gibt es im Unterlauf Relikte in Form von Weinbergsmauern. Wein wurde dort schon im Mittelalter angebaut.


Das Tal führt weiter hoch:


Man kommt später bei Weiden und einer Straße raus:


Über die Felder ging ich weiter nach Arzheim:


Dort gibt es auch einige Fachwerkhäuser.

Ich ging weiter runter ins Mühlenbachtal, im Grunde eine Talquerung, um zum Hannarsch aufzusteigen. Hier gibt es einen alten Steinbruch. An Steinbruchkante konnten mich einige urtümlich wachsende Buchen überzeugen:


Der Wald-Weide-Pfad zum "Gipfel" war schön:


Man hat oben Blick auf die Festung Ehrenbreitstein:


Ich lief dann wieder ins Mühlenbachtal runter, kam an Hochlandrindern vorbei:


An der Festung Ehrenbreitstein lief ich dann unten vorbei. Der Friedhof erlaubt Ausblicke auf die Festung von unten:


Auch der Ort Ehrenbreitstein bietet solche Motive:


Den Heribertturm habe ich auch noch in Augenschein genommen:


Die Züge fuhren relativ pünktlich.

Wanderroute:


Die Aufzeichnung ist nicht ganz vollständig, da ich zunächst vergaß, die GPS-Aufzeichnung einzuschalten. "A" müsste auf "B" liegen, da der Hauptbahnhof Start- und Endpunkt der Tour war. Etwa 15.5 km, jeweils 330 Höhenmeter hoch und runter.

Sonntag, 1. März 2026

Eine Siebengebirgswanderung

Am letzten Mittwoch musste ich das frühlingshafte Winterwetter unbedingt nutzen. Angeblich waren „nur“ 15 Grad, aber es fühlte sich – auch durch den Sonnenschein – wärmer an. 

Ich machte eine Siebengebirgstour mit Startpunkt in Oberkassel am Rhein: 



Oberhalb des Ortes liegen ausgedehnte, historische Steinbruchwände, die von unten allerdings kaum zugänglich sind. Da müsste man sich schon massiv über Halden und durch Gestrüpp kämpfen:



Aber es gibt offizielle Wege nach oben, und der Pfad oben an der Steinbruchkante ist interessant, wenn die Kante auch überwiegend zugewachsen ist:



Es gibt ein paar Aussichtspunkte, etwa mit Blick auf Bonn an der Rabenlay:



Besonders interessant ist es jedoch am Rabenlay Skywalk:


Man sieht im obigen Bild die Tafeln, die über Geologie, Entstehung des Ortes und Urgeschichte informieren:


Erwähnt werden auf dem Profilschnitt Skelette, die vor über 100 Jahren gefunden wurden und von Menschen aus der Zeit am Ende der letzten Eiszeit vor 14.000 Jahren stammen:


Sie wurden damals ziemlich berühmt und liegen heute in einem Bonner Museum.


Die Talaue ist heute komplett zugebaut:



Das "Schlimme" daran ist, dass dies nicht gleichmäßig allmählich geschah, sondern ganz überwiegend wahrscheinlich in den letzten 150 Jahren.

Durch einen Waldstreifen, in dem man sowohl Niederwaldwirtschaft als auch mächtige alte Buchen sehen kann, kommt man auf den rückwärtigen Teil der Siebengebirgsabdachung. Auf den flacheren Bereichen sind Felder, hier mit Blick auf Vinxel:


Ich ging am Gut Frankenforst vorbei:


Zum Gut gehören auch alte Teiche und Wiesen:


....


Ich ging weiter nach Heisterbacherrott und von dort im Wald um den Weilberg herum: 



Im Weilberg gibt es einen historischen Basaltsteinbruch mit Aussichtsterrasse auf die Steinbruchwände und dem Teich. Ich meine schon, einen Uhu gehört zu haben, sah ihn aber nicht.


Ich musste mich dann etwas beeilen, um zur Bahnstation Niederdollendorf zu kommen.


>Screenshot Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 13.4 km, jeweils 220 Höhenmeter hoch und runter<

Freitag, 20. Februar 2026

Im Kino: Winter in Sokcho

Koya Kamura's Film erzählt nach einem Roman von Elisa Shua Dusapin von einem französischen Comiczeichner, der sich für eine längere, unbestimmte Zeit in ein kleines familiengeführtes Homestay in einer wenig bekannten, winterlichen Stadt einmietet und dort einer jüngeren Frau näher kommt, die dort arbeitet. 

Die Frau, deren aktuelle Liebesbeziehung gerade am Scheitern ist, hat einen französischen Vater, der sie aber schon vor ihrer Geburt verlassen hat und fühlt sich zu dem deutlich älteren Comiczeichner hingezogen. Sie machen einige gemeinsame Ausflüge, etwa in die entmilitarisierte Zone zu Nord-Korea, kommen sich aber nicht wirklich näher, da der verschlossene Mann eigene, nicht näher spezifizierte Probleme mit sich rumträgt und lieber ungestört Tuschezeichnungen in seinem Zimmer anfertigt. 

Da in dem Homestay gegessen werden kann, drehen sich viele Szenen auch um die Herstellung der Mahlzeiten und das Essen, meist mit Fisch, auch Kugelfisch. 

Der Film erzählt so Einiges aus dem Alltagsleben, ist sehr ruhig inszeniert, erzählt aber nur eine flüchtig hingeworfene Beziehungsgeschichte, die mit der Abreise des Mannes endet. Animierte Comic-Zeichnungen sind im Film eingestreut. 

Überzeugt als warmherzige Culture-Clash-Geschichte mit unterkühlten Melodramelementen“, meint epd-film.