Mittwoch, 26. August 2026

Jack London's Erzählungsband „Die glücklichen Inseln“

Es ist eine deutsche Zusammenstellung von Jack London's Hawaii-Geschichten. Zu seinen Lebzeiten war er einer der erfolgreichsten Autoren der Welt. Da der US-amerikanische Autor nach einem kurzen, aufregenden Leben mit 40 Lebensjahren im Jahr 1916 vermutlich an Nierenversagen starb, können die Geschichten nicht jünger sein. 

Die Hawaii-Inseln wurden 1898 annektiert, nachdem die USA 1893 deren Königin stürzten. Doch der Untergang der Hawaiischen Kultur begann schon um 1820 mit dem Wirken der ersten amerikanischer Missionare. 

Von „glücklichen Inseln“ ist in den Geschichten wenig zu spüren. Sie beschreiben ziemlich genau die geschichtliche Entwicklung und die Zustände in den letzten Jahrzehnten vor 1916 sowie den extremen Rassismus. 

Die Erzählperspektive wechselt, im Mittelpunkt können mal weiße Farmer oder Missionare, höhergestellte Frauen und Männer des Hawaiischen Adels oder auch Chinesen stehen, die ursprünglich in großer Zahl für die Plantagenwirtschaft auf die Inseln geholt wurden. 

Ein beunruhigend düsteres Thema einiger Geschichten ist Lepra, eine Krankheit, die vermutlich damals auch aus China importiert wurde. 

Obwohl beispielsweise wegen der Vulkane und einigen Beaches sicher lohnend, war ich nie auf den Hawaii-Inseln.

Dienstag, 4. August 2026

Eine Wanderung zwischen Großbüllesheim und Weilerswist (Bördenzone)

Diese Tour ist bestimmt schon wieder um die 10 Tage her.

Wenn man in Großbüllesheim den Zug verlässt, kann man dort und in Kleinbüllesheim zwei Schlösser sehen:


Diese Gegend ist so untouristisch, dass man noch nicht mal Schilder findet, die den Zugang verwehren. Aber soll ich dort zum Tor, im oberen Bild Schloss Großbüllesheim, tatsächlich hinmarschieren? Ich habe es bei diesem Foto belassen. 

In Kleinbüllesheim ist es ähnlich, aber der Komplex ist besser einsehbar:


Zu diesem Schloss gehört eine beeindruckende Wirtschaftshofanlage:


Hier am äußeren Weg kann man lang laufen.

Zu diesem Komplex gehörte vermutlich auch noch die Kirche mit dem etwas verwilderten Friedhof. Ein insgesamt beeindruckendes Bauwerksensemble.

Von dort ging ich über die Felder, die schon sagenhaft eben sein können. Und die Trockenheit der letzten Wochen führt vereinzelt zu Beregnungsmaßnahmen, hierb im Umfeld von Dom-Esch:


Vereinzelt sage ich deshalb, weil es viele gelbe, bereits abgeerntete Getreidefelder gibt und man Getreide sowieso nicht beregnet.


Es sind Kartoffel- oder Zuckerrübenfelder, die hier eventuell beregnet werden.

Bei Dom-Esch gibt es eine größere, weitgehend sich heute selbst überlassene Kiesgrube:


Ich ging weiter Richtung Straßfeld, und auch, wenn dieser Tag nicht wirklich heiß war, konnte man schon etwas ans Schwitzen kommen:


Aber es sah nicht überall so schattenlos aus. Straßfeld passierte ich nur am Rande:


Nebenbei bemerkt, diese Zuckerrüben haben Stress mit Wassermangel. Am Dorfrand fand ich einen schattigen Baum zum Pausieren.

Weiter nördlich kommt man an großen Grubenfeldern vorbei:


Sie sind natürlich eingezäunt und legal nicht zugänglich.

Südöstlich von Weilerswist kam ich an einem Flugplatz für Kleinflugzeuge vorbei. Ein Flieger startete sogar, und ja, das Schild ist nicht ganz unsinnig:


Es ging noch etwas weiter über die Felder:


Später sah ich noch viele Hasen auf so einem Stoppelfeld herumlaufen. Es waren nicht die ersten auf dieser Tour, aber ich vergaß, ein Foto zu machen. Mit dem Smartphone kommt allerdings sowieso nicht nahe ran ans Motiv.

Die Komoot-Aufzeichnung (Screenshot) zeigt die Route:


16.1 km, 120 Höhenmeter hoch, 150 Höhenmeter abwärts.

Der Zug in Weilerswist kam pünktlich.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Im Kino: Die Odyssee

Meist als Einzelreisender unterwegs, sind Reiseabenteuer natürlich ein „Steckenpferd“ von mir. Da konnte ich mich auf die „Odyssee“ richtig freuen. 

Die Irrfahrt des Odysseus ist eines der ältesten Reiseabenteuer, geschaffen von Homer etwa 750 v. Chr. Ob Homer wirklich gelebt hat, ist anscheinend nicht gesichert. Wie auch immer, der Film hält sich in Vielem an den geschilderten Sagenkreis, der mit dem Sieg über Troja einsetzt und von der 10-jährigen Irrfahrt des Odysseus und seiner Kampfgefährten über das Mittelmeer handelt, bis er als einziger Überlebender seine Heimatinsel Ithaka erreicht und seine Frau Penelope nach Kampf gegen zahllose Freier wiedererobern kann. 

Dieses letzte Kapitel hatte übrigens Uberto Pasolini erst 2024 in seinem Film „Rückkehr nach Ithaka“ schon sehr gekonnt verfilmt, während es natürlich auch schon seit Langem diverse TV- und Kinoadaptionen der Odyssee gibt, die ich vielleicht als Kind mal gesehen habe. Irgendwoher kenne ich jedenfalls die Geschichte um Polyphem, Circe, Kalypso, die Sirenen, Skylla und Charybdis, vielleicht aus Mario Camerini's Monumentalfilm „Die Fahrten des Odysseus“ (1954)? Oder aus der Schule?? 

Der Regisseur setzt die Ereignisse in seinem fast 3-stündigen Film bildwirksam um. Auch die Riege der Schauspieler:innen und der oft ruhige Erzählstil können weitgehend überzeugen. Aus meiner Sicht dürfte es sicher einer Top-Filme des Jahres sein. Christopher Nolan hat zuvor schon einige herausragende Filme wie Inception (2010) oder Interstellar (2014) hingelegt.