Am letzten Samstag wanderte ich bei Bonn. Ich stieg an der S-Bahn-Haltestelle Hangelar aus, die auf der Linie "Siegburg - Bonn" liegt.
Bei Kohlkaul kommt man einem kleinen See vorbei, der unzugänglich ist und vermutlich aus einem Braunkohleabbau resultiert, der etwa Mitte des 18. Jahrhunderts begann und um 1870 eingestellt wurde.
In das Wolfsbachtal kommt jedoch durchgängig nur im Oberlauf, wo man das Tal dann auch queren muss, um in die besiedelte Quellregion vorzudringen:
Das Wolfsbachtal weist hier alten Baumbestand mit Hainbuchen, Buchen und Kirschbäumen auf.
Ich kam am Gut Ettenhausen vorbei, heute ein Reiterhof mit schönen Weiden.
Im Hintergrund sieht man Gipfel des Siebengebirges.
Zum Gut gehört eine alte Turmtrafostation, die allerdings nicht mehr das Gut versorgt:
Am östlichen Ortseingang von Oberholtorf gibt es ebenfalls einen größeren Hof, der einen Dorfteich mit - heute - Amphibienschutzfunktion hat:
Oberholtorf ist ganz nett. Neben dem rekonstruierten Grundriss einer alten Kirche, den ich früher schon mal zeigte, gibt es auch Streuobstwiesen und Holzkunst auf dorfnahen Feldern:
Im Übrigen blüht der Raps:
Eigentlich wollte ich genauer den "Ennert" erkunden, da es im 19. Jahrhundert dort drei Alaunhütten gab. Sie waren in den 1830er Jahren die größte Alaunproduktionsstätte Preußens:
Aber es fing gelegentlich immer mal wieder an zu regnen, weshalb ich nur am Standort III war. Dort gibt es Tafeln, aber zu sehen ist nicht mehr viel. Die wenigen Ruinenreste sind entweder in undurchdringlichen "Dschungel" verborgen oder versinken in einem Teich:
Dieser Teich ist gar nicht auf den Karten drauf, sondern nur der Ankerbach, möglicherweise also ein periodisches Gewässer, das im Sommer verschwindet?
Die Alaunhütten hatten etwas mit der nahebei geförderten Braunkohle zu tun, die diese Substanz (Kaliumaluminiumsulfat) enthielt.
Wie auch immer, es gibt noch mehr Relikte in der Gegend, etwa Halden und Klärteiche. Ich entschied dann jedoch, besser einen Bahnhof im südlichen Bonn-Beuel anzulaufen, um nicht noch ganz nass zu werden.
































