Dienstag, 22. September 2026

Eine Wanderung zur Landskrone (Ahrtal)

Wenn man spät los kommt, kommt man weder weit weg, noch sollte man einen Zug mit Umsteigen nehmen. "Remagen" ist so ein Ziel. Von dort kann man dann auch gut zur Landskrone wandern, ein weithin sichtbarer Basaltkegel über dem Ahrtal, auf dem früher mal eine mächtige Burg thronte.

In Remagen liegt die auffällige Apollinariskirche höher am Hang. Dort gibt es auch eine Kapelle, die aus kleinen, wohl vulkanischen, bimsähnliche Steinen gebaut ist:


Auf der anderen Seite gegenüber der Kirche führt ein Hohlweg auf die Hochflächen des Rheinischen Schiefergebirges:


 Der Hohlweg geht in einen Weg mit Birnbäumen über:


....


Obwohl der Weg auf den Flächen meist durch Felder führt, kam ich später auch an etwas Wald vorbei. Der Rotfußröhrling war der einzige essbare Pilz, den ich fand und zu Hause auch in die Pfanne warf:


Wenn man weiter geht, kann man an einer großen Straußenfarm vorbei kommen. Dort gibt es auch eine entsprechende Gastronomie:


....


Ich zog aber weiter über die Felder, die Gastro hatte sowieso wahrscheinlich nicht geöffnet.

Links im Bild sie man die "Landskrone":


....


Oben gibt es ganz nette, aber wegen der Autobahn unten nicht lärmimmissionsfreie Aussichtsterrassen auf verschiedenen Höhenniveaus mit Blick auf Bad Neuenahr-Ahrweiler, aber da die Burg im 17. Jahrhundert geschleift wurde, sieht man von ihr kaum noch etwas:


Auf den Weg runter nach Lohrsdorf, wo es eine Bahnstation gibt, kam ich noch an Ziegen vorbei:


Der Screenshot zeigt die Wanderroute:


10.8 km war die Tour lang, hatte 270 Höhenmeter berghoch und 240 Höhenmeter bergrunter.

Dienstag, 15. September 2026

Im Wald um Oberwinter

Diese Wanderung zielte insbesondere auf Pilze, ich habe aber keine gefunden.

Oberwinter liegt am Rhein. Die Tiefenrinne des Rheins sieht man auf dem folgenden Foto allerdings nicht. Die Höhen im Hintergrund gehören zum Westerwald: 



Insbesondere die stark ins Mittelrheintal eingeschnittenen Nebentäler des Rheins tragen hier Wald. Meine Wanderroute zeigt das ganz gut:



>Aufgezeichnet mit der App "Komoot". 11km, jeweils ca. 260 Höhenmeter hoch und runter<

Es gibt Altwald, der aber selten so gut passierbar ist, wie auf folgendem Foto:


Es gibt Warnhinweise:     





Der Unterwuchs erschwert meist das Durchkommen. In dieser Region gibt es im Unterwuchs außerdem außergewöhnlich viele Stechpalmen mit ihren langen rankenähnlichen Ästen und spitzen Blättern:


An den Wegen kann es Waldreben geben:


Ich ging so durch den Wald, sah aber keinen essbaren Pilz. Später, aber zu spät, kam ich an einer vermutlich aufgelassenen Kaolingrube mit Teich vorbei:


Für die Erkundung fehlte mir allerdings die Zeit. Über Bandorf ging ich zurück Richtung Oberwinter:


Da reichte die Zeit dann auch noch für einen Blick auf den Rhein:


Im Ort selbst war ich im Grunde nicht, da das Zentrum auf der anderen Seite der Bahnlinie liegt. Vom Bahnhofsgebäude gibt's aber noch ein Bild:








Samstag, 12. September 2026

Im Kino: Ghost School

Die pakistanische Regisseurin Seemab Gul erzählt in ihrem in einem pakistanischen Dorf spielenden Film von einem aufgeweckten Mädchen (Nazualiya Arsalan) aus einem armen Haushalt, das den Hintergründen zu der Schließung ihrer Dorfschule nachgeht. 

Ihr werden widersprüchliche Lügenmärchen erzählt, etwa dass in der Schule ein böser Geist/Dschinn eingezogen sei. Sie kann aber später den kranken Lehrer ausfindig machen, der ihr erzählt, er solle für das nächste Schuljahr „Gebühren“ zahlen, wenn er weitermachen will, und er hätte abgelehnt. 

Währenddessen wollen männliche Schüler den Dschinn in einer nächtlichen Aktion vertreiben und zerstören dabei das Schulinventar. Lt. kino-zeit nimmt der Film „das Phänomen der „Geisterschulen“ ins Visier: Hunderte Schulgebäude stehen in Pakistan leer, während Lehrkräfte und Beamte weiter bezahlt werden. Die zuständigen Behörden unternehmen nichts und dulden es, wenn Schulen als Viehställe oder Lager genutzt werden. In die Röhre schauen zahlreiche Kinder vor allem aus mittellosen Familien, die keine Schulbildung erhalten“.  

Der Film überzeugt vor allem in den beiden ersten Dritteln mit seiner Hauptdarstellerin und in seiner minutiösen Darstellung der Lebensverhältnisse und der Dorfrealitäten, vermag am Ende aber keine Hoffnung zu wecken.