Donnerstag, 5. Februar 2026

Tschingis Aitmatow's Novellen „Scheckiger Hund, der am Meer entlang läuft // Frühe Kraniche“

Die beiden Novellen wirken wie "aus der Zeit gefallen". Sie entstanden Mitte der 1970er Jahre. 

Die erste Novelle spielt irgendwo am eventuell sibirischen Meer bei einem kleinen Volksstamm. Erzählt wird von einem Jungen, der erstmals auf die Robbenjagd mitgenommen wird. Doch diese Fahrt mit dem Kanu hinaus zu kleinen Inseln im Meer wird ihnen zum Verhängnis, da tagelang währender Nebel aufzieht, sie die Orientierung verlieren und die Vorräte zur Neige gehen. Es ist eine zutiefst existenzialistische Geschichte. 

Die zweite Geschichte spielt wahrscheinlich im Heimatland des kirgisischen Autors im Jahr 1943. Es ist ebenfalls eine Dorfgeschichte. Wegen des Krieges mit dem Deutschen Reich sind viele Männer an der Front oder bereits gefallen, und im Dorf herrscht Not, auch weil Nahrungsmittel und andere Dinge für die Front produziert werden müssen. Schließlich wird ein Trupp größerer Jungen beauftragt, weiter entfernt in der Steppe Ackerflächen herzurichten. Dafür müssen die Pferde und Gerätschaften zum Pflügen instand gesetzt werden. Man zieht los, doch auch dieses "Projekt" scheitert.

In Aitmatow's Geschichten geht es immer auch um Zusammenhalt in der Gemeinschaft und Liebe, dennoch scheitern die Protagonisten an den Unbilden der Natur und den widrigen Umständen, oft Krieg.  

Wanderung Bonn-Mehlem - Unterbachem

Letzten Sonntag war ich mal wieder unterwegs, kam aber wie zuletzt immer nicht allzu früh los. Es war ein 8-Grad-Tag mit Sonne, und die Wanderung musste daher unbedingt stattfinden.

Im Zielgebiet bin ich vergleichsweise recht oft, weil es schnell zu erreichen ist. Es ist ein langgezogener Bergrücken, der an den Flanken vom Wirtgesbach und vom Mehlemer Bach gebildet wird; diese fließen in Bonn-Mehlem in den Rhein.

Hohlwege führen auf den Bergrücken. Man kommt zunächst an Schrebergärten vorbei:


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Oben verflacht die Landschaft, man kommt an Sonderkulturen vorbei und hat auch Ausblick auf das Siebengebirge:


Wenig später gibt es sogar einen Buchenhain, der evtl. gelegentlich Viehweide ist:


Oben dominieren dann aber Felder:


Der Blick schweift bis hinten in die Westerwald-Höhen.

Über die Gestänge bin ich mir nicht so im Klaren, es wächst ja noch nichts:



Ich ging weiter bis Oberbachem, aber nicht in den Ort runter:


Vielmehr dreht ich hier um, um am oberen Talhang des Mehlemer Baches lang zu gehen:


Dort stockt ein interessanter Buchenwald am Hang, auch mit einigen "verschwurbelten" oder umgestürzten Bäumen:


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Später kommt man in Randbereichen Unterbachems raus:


Überzeugen konnte mich noch diese Strohballen-Halde:


Die Wanderroute zeigt der folgende Komoot-Screenshot:


>Die Wanderung war kurz, nur 9.3 km, wobei jeweils ca. 175 Höhenmeter zu bewältigen waren<

Bei den Bahnfahrten gab es keine negativen Besonderheiten zu vermelden.

Montag, 26. Januar 2026

Erfttal-Wanderung Großbüllesheim - Weilerswist

Am letzten Freitag war ich mal wieder an der Erft unterwegs.

Startpunkt: Bahnhof Großbüllesheim (A)

Endpunkt: Bahnhof Weilerswist (B).

Ich bin unsicher, ob ich dort erftnah schon einmal unterwegs war. Wenn ja, müsste es Jahre her sein.

Das Wetter war etwas kühl, aber über 5 Grad, Sonne gab's nur am Ende der Tour und mitunter windig war es auch.

Ziemlich am Anfang der Tour kam ich nach Wüschheim und konnte eine alte, nicht mehr betriebene Fabrik von außen in Augenschein nehmen: 



Die Lokalität kam mir ziemlich unbekannt vor. Nach diversen Internet-Recherchen gehe ich davon aus, dass es die ehemalige Rheinische Bürger Brauerei war, die unter diversen Namen zwischen 1885 und 1976 betrieben wurde.  

Wenige 100 m die Straße runter querte ich den Erftmühlenbach und kam dann zur Erft. Es gab zunächst Streuobstweiden zu sehen:



Ich folgte der Erft. Es folgten Ackerflächen, alte Bäume, unten in Höhe von Bodenheim, waren eher selten:



Auf Höhe von Hausweiler machte ich einen Abstecher in das Dorf, um die Trafostation anzusehen, unten am Horizont zu sehen:



Die Erft plätscherte so dahin, interessante Baumgruppen, wie etwa diese Weiden, waren selten: 



Ich querte den Hochwasserdamm Horchheim. Erinnern an das Bauwerk konnte ich mich nicht. Es wurde 1984 errichtet. Im Jahr 2021 hat das Erft-Hochwasser den Damm überflutet und die Steuerungstechnik außer Betrieb gesetzt. Die Katastrophe in Erftstadt konnte das Bauwerk damals also nicht verhindern. Inzwischen gab es umfangreichere Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten, weshalb der Bereich am Erftdurchlass auch relativ neu wirkt.

Die Sonne kam doch noch heraus, stand mittlerweile aber schon so tief, dass es nicht lange währte:


Der Blick über die Erft geht in Richtung Klein-Vernich:



Der Gebäudekomplex hinten war vermutlich mal eine Silo- und Lageranlage für Getreide. Häufig werden diese Anlagentypen heute nicht mehr genutzt. Diese Anlage hat eine lobenswerte Nachnutzung als Wohnanlage erfahren:



Diese Ecke um Vernich ist auch aus anderen Gründen interessant. Es gibt ein Schloss:


.... und auf der anderen Seite der Erft die Burgruine Vernich:


Von dort geht man noch ca. 1.5 km zum Bahnhof in Weilerswist. Nennenswerte Bahn-Anomalitäten gab es diesmal weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg.

Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 11.7 km, 40 Höhenmeter hoch, 70 Höhenmeter runter: