Montag, 13. April 2026

Steinbrüche - Eine Siebengebirgswanderung ab Bad Honnef

Schon am letzten vorletzten Sonntag machte ich eine längere Siebengebirgswanderung:


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 20.2 km, jeweils 450 Höhenmeter hoch und runter<

Startpunkt war der Bahnhof Bad Honnef. Der Weg führte mich zunächst am Oberhang durch das Ohbachtal. Mitunter sieht man dort alte Bäume und Baumruinen:


Nahe dem Haus Hohenhonnef kommt man an Relikten eines vermuteten Schienentransportweges vorbei. Dazu gehört auch diese Brücke:


Ich folgte weiter einem Weg bis nach Ittenbach, der mehrere Täler im Oberlauf querte, wodurch es oft hoch und runter ging. Es ist wohl ein eher selten begangener Weg.

Später kam ich am Kleinen Ölberg vorbei. Dort gibt es einen Abzweig zu einem kleinen Steinbruch mit Teich. Das war ein abenteuerlicher Weg, bei dem es über oder unter umgefallene hindurch Bäume ging:


Der kleine Steinbruch war dann aber toll anzusehen, schon mystisch:


Denselben Weg musste man dann zurück. Deshalb sind dort vermutlich auch nur selten Besucher.

Die Ortschaft Thomasberg streifte ich nur am Rande, denn ich wollte zum Stenzelberg. Ich kam über die Wiesen südlich von Heisterbacherrott:


Dort blühen gerade oft alte Obstbäume:


Man sieht im Hintergrund den Großen Ölberg mit seinem Berggasthaus.

Der Stenzelberg ist ein großer, 1931 stillgelegter Latit-Steinbruch, der teilweise auch durch einen offiziellen Pfad erschlossen ist. Markant sind diverse Felswände und besonders die freistehenden Felsen:


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In diversen Kirchen der Umgebung wurde der gebrochene Latit seit dem 11. Jahrhundert verbaut.


Die Benutzung der Pfade im Inneren des Steinbruchs sind zum Teil aus Naturschutzgründen verboten, aber ich hatte sowieso nicht die Zeit mehr für solche Detailerkundungen.

Ich ging noch am Steinbruch des Weilbergs vorbei, hörte den Uhu. Auch Ziegen waren dort. Danach nahm ich den Weg am Mühlentalbach entlang zur Bahnstation Niederdollendorf.

Montag, 30. März 2026

Ofenkaulberg - Ein Lost Place im Siebengebirge

Im Siebengebirge war ich auch schon Anfang des Monats. Aber es gibt viele Wege, und es gibt auch besondere Orte. Der Ofenkaulberg ist Standort eines alten Bergwerkes.


>Das ist nur einer der Eingänge ins Bergwerk<

Ich fuhr mit der Bahn nach Königswinter. Von dort ist der Einstieg ins Nachtigallental nicht weit. Dieses Tal ist recht hübsch. Es gibt dort viele Buchen, deren knolliges Wurzelwerk oft durch Erosion am Bach und an steilen Hangkanten freigelegt ist. Der Weg ist vergleichsweise sehr touristisch, denn er führt hoch zur Drachenburg und zum Drachenfels. Aber darüber möchte ich hier nicht berichten.

An einer Gabelung weiter oben geht es auch zum Milchhäuschen, einer Waldgaststätte. Dort zweigt ein unscheinbarer Pfad zum Ofenkaulberg ab. Entlang eines Waldtals geht es nach unten.



Das Bergwerk wurde bis ca. vor 100 Jahren betrieben, obertägig und unterirdisch in drei Sohlen. Abgebaut wurden Trachyttuff-Platten, die vor allem Backofenbauer in Königswinter einbauten. 



In den unterirdischen Bereichen gab es in den 1940er Jahren auch eine Nazi-Waffenfabrik. Außerdem wurden die Höhlen teilweise auch als Fluchtbunker vor den Bomben genutzt.



Später verfiel alles, und seit mindestens 50 Jahren sind die Zugänge zu den unterirdischen, zum Teil eingestürzten Bereichen für Wanderer gesperrt - auch weil es dort gefährlich ist. Aber auch, um Winterquartiere von Fledermäusen zu schützen. 


Die Pfade hier werden nicht beworben, es gibt keine Hinweisschilder. Wer nicht von dem Bergwerk weiß, wird hier im Regelfall nicht hinkommen. Sie erfordern etwas Gelenkigkeit, da es umgestürzte Bäume gibt.


Man kann eine Schleife gehen und kommt später zu einer weiteren Waldgaststätte, "Waidmannsruh":


Ein weiterer Abstecher zum Basaltsteinbruch im Weilberg musste sein:




Vielleicht interessant wegen Eulen, sieht man auf diesem Foto jedoch bestenfalls Ziegen, die sich hier die Steinbruchkante hinuntertrauen, um sich zu sonnen.

Ich ging noch am Kloster Heisterbach vorbei:


Und dann durch den Wald ....



.... runter zur Bahnstation in Niederdollendorf:


Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot":


>13 km, 350 Höhenmeter bergauf, 360 Höhenmeter bergrunter<

Mittwoch, 25. März 2026

Wanderung im Veybachtal zwischen Satzvey und Euskirchen

Am letzten Freitag wanderte ich mal wieder im Veybachtal zwischen Satzvey und Euskirchen:


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 11.9 km, 30 Höhenmeter hoch, 80 Höhenmeter runter<

Der Weg ist relativ abwechslungsreich, da man auch durch Dörfer kommt, eine Wasserburg und historische Industriebauwerke passiert.


>Der Veybach unweit des Bahnhofs in Satzvey<

Die tolle, mir schon lange bekannte Trafostation liegt allerdings etwas abseits der Route:


Hinten an der Straße gibt es Amphibienschutzmaßnahmen, einen Krötenzaun:


Nach diesem Abstecher ging es wieder runter ins Veybachtal, vorbei an Wiesen und Feldern:


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Bald kommt die Veyburg in Sicht:


Im Wald links wuchs viel Bärlauch, und es gab viele Frühlingsblüher, etwa Busch-Windröschen.


Weiter ging es durch die Dörfer Wißkirchen und Euenheim.


>Motive aus Wißkirchen<


Ich folgte dann dem Veybach weiter nach Euskirchen, vergaß allerdings, Fotos zu machen. In Euskirchen kehrte ich auf der Fußgängerzone noch beim Backwerk ein, wo man draußen sitzen konnte. Wirklich warm genug war es allerdings nicht, da die Straße schon im Schatten lag.