Dienstag, 28. Juli 2026

Eine Wanderung zwischen Zülpich und Satzvey (Bördenzone)

Vor einer Woche war ich in der Börde unterwegs. Diese Wanderung war so nicht geplant, denn ursprünglich war der Plan, von Zülpich ins Rurtal zu laufen. Aber unweit von Zülpich habe ich dann doch mal geschaut, wie die Bahnverbindungen sind, und diese waren nicht gut, denn anscheinend fuhr kein Zug von Düren nach Köln. Deshalb habe ich schnell umdisponiert und bin Richtung Satzvey gelaufen.

In Zülpich umrundete ich die Stadt, denn es gibt außerhalb der Stadtmauer einen schönen Weg vorbei an Streuobstwiesen. Außerdem konnte ich dort einige Brombeeren naschen. Man kann auch zu den Stadttoren laufen, etwa diesem hier:



Vorbei an der schwer einsehbaren Luisges Mühle gelangte ich zunächst nach Juntersdorf. Dort gibt es eine Burg, die allerdings ebenfalls schwer einsehbar ist.

Ich ging über die Felder weiter Richtung Langendorf:


Vor Langendorf hatte ich noch Kontakt mit  einer verschmusten Katze:


Bei Langendorf kam ich noch an Bunkerruinen einer Batteriestellung aus dem 2. Weltkrieg vorbei.


In Langendorf gibt es ebenfalls eine Burg:


Obwohl es nur ein 24-Grad-Tag war, konnte es auf sonnigen Abschnitten doch ganz schön warm werden, etwa hier bei den Pferdeweiden von Merzenich:


Ich ging nach Sinzenich weiter, wo es ebenfalls eine Burg gibt:


An einem Weg mitten auf den Feldern zwischen Sinzenich und Obergartzem stand ein roter Kirschpflaumenbaum:


Hier hätte ich gut ernten können. Nur leider ist mir diese Baumart nicht vertraut. Meine App "Flora incognita" war sich zwar zu 99 % sicher, aber ich habe dennoch nur eine Frucht probiert - war lecker!

Ich kam dann weiter vorbei an mir besser bekanntem Terrain, etwa der Molkerei Obergartzem:


.... oder dem Fabrik-Lost-Place nahe Firmenich:


.... oder der Trafostation Satzvey, in die tatsächlich nun eine Bücherausleihe eingezogen ist:


Insgesamt war die Tour ziemlich lang:


Screenshot Komoot. 20.3 km, 310 Höhenmeter hoch, 270 Höhenmeter runter.

Mit der Rückfahrt per Bahn nach Köln gab es keine Probleme.

Dienstag, 21. Juli 2026

Wanderung Kallmuther Berg bei Mechernich

Diese Wanderung ist bestimmt schon 10 Tage her, ich möchte aber dennoch hier einige Eindrücke hinterlassen.

Sie fand zwischen den beiden letzten Hitzewellen statt. Es gab da auch einige Tage mit Maxima < 25 Grad im Zielgebiet.

Gestartet bin ich am Bahnhof Scheven. Ganz in der Nähe kann man zu einer auch als Naturdenkmal geschützten Eiche gelangen:


Ich ging dann über die Felder Richtung Kallmuther Berg:


Man sieht oben rechts im Bild schon Bergbau-Halden, an denen ich vorbei ging:


Diese Halden sind verbotenes Gebiet, und das Foto oben zeigt einen ordentlichen Bergrutsch.

Nicht weit entfernt informiert eine Tafel über den Kallmuther Berg, der Standort eines 1957 aufgegebenen Bleizinkerz-Bergwerks war:


In der Nähe kann auch noch ein gesprengter Bunker aus dem 2. Weltkrieg in Augenschein genommen werden:


Man könnte zum Pflugberg hochgehen, aber ich beließ es diesmal mit dem Blick Richtung Berg und ging links in den Wald:


Der Wald gehörte wohl weitgehend zum Gelände des Bergwerks und ist teilweise Sperrgebiet aufgrund von Bergsenkungen, da es auch unterirdische Stollen gab, die inzwischen lange eingestürzt sind. Schilder warnen:


Es gibt aber auch Wege und Pfade und zugängliche Waldbereiche:


Es gibt Teiche im Gebiet mit unterschiedlicher Zugänglichkeit:


Dieser verlandende Teich (Buchholzer Weiher) ist eher schwer zugänglich. Teiche wie dieser hatten einen funktionalen Zusammenhang mit den Erzwaschanlagen.

Ich suchte danach ein versteckt gelegenes, ummauertes Hochbecken auf:


.... und danach den nahegelegenen "Eindicker":


Auch hier gibt es eine Tafel. Lange war diese 1953 gebaute Anlage nicht in Betrieb. Hier wurde zermahlenes Gestein mit Wasser und Schäumerölen vermengt und Luft eingeblasen, um das Erz auftreiben zu lassen und abschöpfen zu können.

Das geschah in unmittelbarer Nähe zu den industriellen Bergwerksanlagen. Diese wurden weitgehend gesprengt oder abgerissen, aber der ältere, um 1890 gebaute Förderturm (Malakov-Turm) wurde erhalten:









Der Wald in Blickrichtung hinter dem Turm ist wieder Sperrgebiet. Ich ging dort am Weg weiter, ging noch einen Bogen zum Baltesbendener Weiher:


In der Nähe liegt die Schornsteinruine des "Langen Emil":








Diese Ruine ist ziemlich zugewachsen:


Danach ging ich straight zum Bahnhof Mechernich.

Der Komoot-Screenshot zeigt die Wanderroute:


10.7 km, 150 Höhenmeter hoch, 210 Höhenmeter runter.

Montag, 6. Juli 2026

Eifel-Wanderung Oberbettingen - Rother Kopf - Gerolstein

In der letzten Woche war die Hitzewelle weitgehend vorbei. Zum Wandern fuhr ich wieder mit der Bahn nach Oberbettingen. 23/24 Grad im Zielgebiet.

Ich wanderte zunächst zum Dörfchen Roth, kam zuvor an einer abgelegenen Kapelle vorbei:


Man hat dann bald Blick auf den Vulkan Rother Kopf (566 m) und das vorgelagerte Dörfchen:


Roth selbst hat nicht so viel zu bieten:


Der Vulkan ist jedoch eine nähere Erkundung Wert, da dort beispielsweise noch im 19. Jahrhundert Mühlsteine gewonnen wurden und in diesem Zusammenhang Höhlen entstanden. 



Ursächlich für die Mühlsteingewinnung waren Basaltschlackenbänder, ein poröses, blasenreiches Gestein, das hervorragend für Mühlsteine geeignet ist. Einige Mühlsteine liegen dort noch im Wald:


... oder sind sogar noch mit dem Fels verbunden:


Die Höhlen sind zugänglich, allerdings benötigt man Ausrüstung (Stirnlampe, eventuell Wechselklamotten), die ich nicht dabei hatte, so dass ich auch nicht tiefer drin war:


Diese Höhle (oben) konnte ich direkt vergessen, dort geht es steiler runter, und es ist nass. In eine andere Höhle führte aber ein Geländer einige Meter tief rein:


Eine Taschenlampe hatte ich dabei, aber sie war zu schwach für die komplette Ausleuchtung, es reichte nur für eine punktförmige Ausleuchtung nahgelegener Graffiti:


Einige weitere Kleinhöhlen waren nicht tief und kein Problem:










....


Ich ging dann weiter Richtung Gerolstein. Von der anderen Seite sieht der Rother Kopf ganz anders aus. Es gibt dort auch noch einen unzugänglichen, größeren Steinbruch (etwa hinter dem Haus):


Weiter nach Gerolstein geht es wieder über Felder:



Ich kam am Gerolsteiner Stausee vorbei:


.... und überquerte die Kyll:



Durch Gerolstein bin ich auch noch gelaufen, aber so wirklich zusagen, tut mir der Ort nicht. Es gibt viele "Bausünden" und keine schöner gelegene Gastronomie, sieht man mal von einigen Eiscafés ab. Ich kehrte nirgends ein.

Die Tour war 15.4 km lang, der Komoot-Screenshot zeigt die Route:


Es ging 330 Höhenmeter bergauf und 360 Höhenmeter bergrunter.