Meist als Einzelreisender unterwegs, sind Reiseabenteuer natürlich ein „Steckenpferd“ von mir. Da konnte ich mich auf die „Odyssee“ richtig freuen.
Die Irrfahrt des Odysseus ist eines der ältesten Reiseabenteuer, geschaffen von Homer etwa 750 v. Chr. Ob Homer wirklich gelebt hat, ist anscheinend nicht gesichert. Wie auch immer, der Film hält sich in Vielem an den geschilderten Sagenkreis, der mit dem Sieg über Troja einsetzt und von der 10-jährigen Irrfahrt des Odysseus und seiner Kampfgefährten über das Mittelmeer handelt, bis er als einziger Überlebender seine Heimatinsel Ithaka erreicht und seine Frau Penelope nach Kampf gegen zahllose Freier wiedererobern kann.
Dieses letzte Kapitel hatte übrigens Uberto Pasolini erst 2024 in seinem Film „Rückkehr nach Ithaka“ schon sehr gekonnt verfilmt, während es natürlich auch schon seit Langem diverse TV- und Kinoadaptionen der Odyssee gibt, die ich vielleicht als Kind mal gesehen habe. Irgendwoher kenne ich jedenfalls die Geschichte um Polyphem, Circe, Kalypso, die Sirenen, Skylla und Charybdis, vielleicht aus Mario Camerini's Monumentalfilm „Die Fahrten des Odysseus“ (1954)? Oder aus der Schule??
Der Regisseur setzt die Ereignisse in seinem fast 3-stündigen Film bildwirksam um. Auch die Riege der Schauspieler:innen und der oft ruhige Erzählstil können weitgehend überzeugen. Aus meiner Sicht dürfte es sicher einer Top-Filme des Jahres sein. Christopher Nolan hat zuvor schon einige herausragende Filme wie Inception (2010) oder Interstellar (2014) hingelegt.




























