Dienstag, 10. März 2026

Eine Wanderung bei Vallendar am Rhein

Am letzten Mittwoch war ich bei sonnig-warmem Wetter um 18/19 Grad erstmals bei Vallendar wandern. Dieser Ort liegt in der Nähe von Koblenz, man kommt vom Kölner Hauptbahnhof in knapp anderthalb Stunden ohne Umsteigen hin.

Visuell ist der Ort kirchlich-katholisch geprägt.


Es gibt einige interessante Baukomplexe um Fabrikantenvilla, Kirche, Friedhof, Park.


Auch einige alte Fachwerkbauten:


Ein Vorort ist Schönstatt. Die Schönstatt-Bewegung hat hier ihr spirituelles Zentrum. Es ist ein Pilgerort und die Bewegung hat eine ganze Reihe "Heiligtümer" dort und auf den benachbarten Höhenrücken errichtet.



Aber all das ist relativ neu, da die Bewegung erst im früheren 20. Jahrhundert aufgebaut wurde, so auch diese burgähnliche Kirche.


Ich ging weiter über den Höhenrücken, kam noch an diesem Hof mit einer uralten Kapelle vorbei:



Ich kam dann durch Wald:



Einen Blick in eine Tongrube zu werfen, die sich aber schon weitgehend in Rekultivierung befand, war das Ziel:


Ich stieg dann ab ins Feisternachter Bachtal, wo es auch einige Höfe gibt, hier mit Fischteich:


Diesem Bach folgte ich bis zu seiner Mündung in den Hillscheider Bach.


Das Bachtal verließ ich dann, um noch über einen anderen Höhenrücken zu gehen, der sich hier "Berg Sion" nennt. Auch dort gibt es einige spirituelle Stätten.

Wie man sehen kann, sind die rheinnahen tributären Seitentäler recht tief eingeschnitten.


Das Foto zeigt im Vordergrund das Hillscheider Bachtal und im Hintergrund das Feisternachtbachtal. Rechtsrheinisch gelegen, gehören sie zum Westerwald.

Ich ging dann zurück nach Vallendar.

Wanderroute:



>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 17.6 km, jeweils 360 Höhenmeter hoch und runter<

Montag, 9. März 2026

Eine Koblenz-Wanderung

Schon am 27. Februar war ich in Koblenz unterwegs, ein sonniger 20-Grad-Tag. Es  war außerdem ein Streik-Tag der Kölner Verkehrsbetriebe. Ich musste umdisponieren, hatte nämlich ursprünglich nicht vor, vom Bahnhof Köln-Süd loszufahren.

Ich ging vom Koblenzer Hauptbahnhof durch die Stadt und über die Rheinbrücke auf die andere Seite. Bei Paffendorf kann man durch das bewaldete, tief eingeschnittene Bienhorntal laufen:


Dort gibt es im Unterlauf Relikte in Form von Weinbergsmauern. Wein wurde dort schon im Mittelalter angebaut.


Das Tal führt weiter hoch:


Man kommt später bei Weiden und einer Straße raus:


Über die Felder ging ich weiter nach Arzheim:


Dort gibt es auch einige Fachwerkhäuser.

Ich ging weiter runter ins Mühlenbachtal, im Grunde eine Talquerung, um zum Hannarsch aufzusteigen. Hier gibt es einen alten Steinbruch. An Steinbruchkante konnten mich einige urtümlich wachsende Buchen überzeugen:


Der Wald-Weide-Pfad zum "Gipfel" war schön:


Man hat oben Blick auf die Festung Ehrenbreitstein:


Ich lief dann wieder ins Mühlenbachtal runter, kam an Hochlandrindern vorbei:


An der Festung Ehrenbreitstein lief ich dann unten vorbei. Der Friedhof erlaubt Ausblicke auf die Festung von unten:


Auch der Ort Ehrenbreitstein bietet solche Motive:


Den Heribertturm habe ich auch noch in Augenschein genommen:


Die Züge fuhren relativ pünktlich.

Wanderroute:


Die Aufzeichnung ist nicht ganz vollständig, da ich zunächst vergaß, die GPS-Aufzeichnung einzuschalten. "A" müsste auf "B" liegen, da der Hauptbahnhof Start- und Endpunkt der Tour war. Etwa 15.5 km, jeweils 330 Höhenmeter hoch und runter.

Sonntag, 1. März 2026

Eine Siebengebirgswanderung

Am letzten Mittwoch musste ich das frühlingshafte Winterwetter unbedingt nutzen. Angeblich waren „nur“ 15 Grad, aber es fühlte sich – auch durch den Sonnenschein – wärmer an. 

Ich machte eine Siebengebirgstour mit Startpunkt in Oberkassel am Rhein: 



Oberhalb des Ortes liegen ausgedehnte, historische Steinbruchwände, die von unten allerdings kaum zugänglich sind. Da müsste man sich schon massiv über Halden und durch Gestrüpp kämpfen:



Aber es gibt offizielle Wege nach oben, und der Pfad oben an der Steinbruchkante ist interessant, wenn die Kante auch überwiegend zugewachsen ist:



Es gibt ein paar Aussichtspunkte, etwa mit Blick auf Bonn an der Rabenlay:



Besonders interessant ist es jedoch am Rabenlay Skywalk:


Man sieht im obigen Bild die Tafeln, die über Geologie, Entstehung des Ortes und Urgeschichte informieren:


Erwähnt werden auf dem Profilschnitt Skelette, die vor über 100 Jahren gefunden wurden und von Menschen aus der Zeit am Ende der letzten Eiszeit vor 14.000 Jahren stammen:


Sie wurden damals ziemlich berühmt und liegen heute in einem Bonner Museum.


Die Talaue ist heute komplett zugebaut:



Das "Schlimme" daran ist, dass dies nicht gleichmäßig allmählich geschah, sondern ganz überwiegend wahrscheinlich in den letzten 150 Jahren.

Durch einen Waldstreifen, in dem man sowohl Niederwaldwirtschaft als auch mächtige alte Buchen sehen kann, kommt man auf den rückwärtigen Teil der Siebengebirgsabdachung. Auf den flacheren Bereichen sind Felder, hier mit Blick auf Vinxel:


Ich ging am Gut Frankenforst vorbei:


Zum Gut gehören auch alte Teiche und Wiesen:


....


Ich ging weiter nach Heisterbacherrott und von dort im Wald um den Weilberg herum: 



Im Weilberg gibt es einen historischen Basaltsteinbruch mit Aussichtsterrasse auf die Steinbruchwände und dem Teich. Ich meine schon, einen Uhu gehört zu haben, sah ihn aber nicht.


Ich musste mich dann etwas beeilen, um zur Bahnstation Niederdollendorf zu kommen.


>Screenshot Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 13.4 km, jeweils 220 Höhenmeter hoch und runter<