Montag, 2. November 2026

Tripoli(s) - Im Krankenhaus

Es hat sich was getan. Eine Sehnen-Operation war erforderlich, sie verschob sich von Tag zu Tag mangels OP-Kapazitäten. 

Nach der OP kam bald eine städtische Krankenhausbedarfsfirma und passte mir eine Bein-Orthese an. Sie wird umgeschnallt und hält das Bein gestreckt. Das war gleich zu bezahlen (150 €). Am nächsten Morgen gab's noch einen "Rollator" ohne Rollen.

Am ersten Tag traute ich mich noch nicht loszuziehen, mal abgesehen davon, dass ich meist am Tropf hing bezüglich notwendiger Schmerzmittel.

Am zweiten Tag, gestern, zog ich aber los Richtung Krankenhaus-Café, naja, wohl 50 m oder so. Nach 10 Tagen gab es dort mal wieder einen Kaffee! Ich trank sogar gleich zwei, aber keine so gute Idee. Ein Stück Kuchen aß ich auch.

Ich brauchte bestimmt 1h, um mich dazu entschließen zu können, wieder die Rücktour anzutreten. Hatte Angst vor einem Schwächeanfall.

Heute wiederholte ich diese Aktion. Ich war schon sicherer unterwegs - und trank nur einen Kaffee. Das Hauptproblem ist das Aufstehen, das rechte Bein ist ja gestreckt.

Diese Bein-Orthese ist jetzt 6 Wochen zu tragen.

Was ich sonst noch schaffte in den letzten zwei Tagen, hat mit Körperpflege zu tun, Rasieren und Haare waschen. 

Mir wurde heute von meiner Halleschen Reisekrankenversicherung der Plan vorgetragen, mich am 04. Nov. per Linienflug aus Griechenland nach Deutschland zu evakuieren. Das erfolgt dann in Begleitung eines Sanitäters von Krankenhaus zu Krankenhaus im Krankenwagen/Flugzeug/ Krankenwagen. Dafür dürfte ein Rollstuhl erforderlich sein.

Weitere Details sind noch unbekannt - und auch, ob es klappen wird. Man muss halt in Schlafanzughose durch die Sicherheitskontrolle kommen🤷. Und das Krankenhaus darf zuvor keinen Terz mit der Bezahlung machen etc. Mein Bruder teilte mir zB vor 3 Tagen mit, dass die Barmer meine Gesundheitskarte für ungültig erklärt hat, weil sie eine neue Karte verschickt hat (die in Köln liegt🤷). Man kann aber eine digitale Ersatzbescheinigung bekommen oder sie an das Krankenhaus per E-Mail schicken lassen. Das hat die Barmer anscheinend auf meine Bitte hin getan, sagte mir die Hallesche.

In "trockenen Tüchern" ist die Sache noch nicht, kann sich vielleicht auch noch verschieben. Details zum Flug etc. wurden mir auch noch nicht genannt.

Freitag, 23. Oktober 2026

Monemvasia - Der Sturz

Jetzt wird es kritisch mit der Berichterstattung, da erklärt wird, weshalb diese Reise ein unerfreuliches/ böses Ende nehmen wird. 

Ich kam heil dort aus den Ruinen auf dem Felsen raus und runter, entschied mich schließlich für ein Bar-Café am Hafen von Gefyra. Nach dem Genuss und Zahlen des Café Americano drehte ich mich um, übersah aber Stufen, die nach unten führten und stürzte ziemlich heftig und unglücklich mehrere Stufen runter.

Schmerzbedingt blieb ich erst mal sitzen, schaffte es später auf einen Stuhl, einige Café-Mitarbeiter:innen halfen, riefen auch einen Krankenwagen. Das dauerte bestimmt 45 min. bis zur Ankunft, denn Monemvasia hat so was gar nicht. Inzwischen konnte ich das Aufstehen probieren, wollte auch zu gehen versuchen, brach jedoch zusammen. Damit war wohl klar, dass der Krankenwagen erforderlich ist. Nach meiner Verladung fuhr er dann in die Kleinstadt Molaoi. 

Dort wurden einige Untersuchungen durchgeführt, auch in einer Röntgenröhre, doch es wurden weitere Untersuchungen für nötig befunden und ein nächtlicher Krankentransport nach Tripoli(s) veranlasst. 

Dort bin ich jetzt noch. Es wurden diverse weitere Untersuchungen durchgeführt in einer lauten Röhre (MTR), aber ich glaube, sie haben das Problem immer noch nicht so genau ermitteln können.

Es ist wohl noch unklar, was jetzt weiter passieren wird. Ich habe heute auch mal mit meiner Halleschen Auslandsreisekrankenversicherung gesprochen. Aber, ob sie irgendwie tätig wird? Dinge wie Rücktransport nach Deutschland sind jedenfalls in Erwägung zu ziehen und zu prüfen, auch weil sich die medizinischen Probleme nicht in kurzer Zeit heilen lassen.

Es wird nicht funktionieren mit dem Rückflug am 27. Oktober, davon gehe ich aus. Ich kann mir das jedenfalls mit irgendwelchen Mobilitätshilfen wie einem Rollstuhl nicht vorstellen. Auch muss man ja erst einmal zum Airport kommen. Erscheint mir sehr unsicher. Ein Folgesturz passiert ganz schnell ohne jede Ankündigung, als wird einem der Teppich unter den Füßen weggezogen.

Ansonsten ist es hier alles etwas schwierig mit der Kommunikation, dem Essen im Krankenhaus, der Hygiene etc. etc. Die Probleme sind endloser Natur. Ich kann nirgendwo hingehen und erforderliche Sachen, etwa für eine Rasur, habe ich auch nicht. 

Das wirkt hier genauso marode und chaotisch desorganisiert wie in den deutschen Krankenhäusern. Nur, dass einige Patient:innen schon einen Krankenhausaufenthalt überlebten, könnte mich optimistisch stimmen.

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Hierzu wird es keine Fotos geben.


Der Felsen von Monemvasia

Peleponnes IV a

Golden Hour, Gefyra/Monemvasia (Ferienwohnung, voll ausgestattet, mit Balkon, Mückenschutzgittern etc., 48 €/Nacht). Erstmals probierte ich eine fremde Waschmaschine aus. Meistens ist das Problem, dass kein Waschpulver bereitgestellt wird, hier gab es welches.

Der Felsen von Monemvasia wird gelegentlich auch als "Gibraltar des Ostens" bezeichnet:



Es gibt eine alte ummauerte Stadt an der Südseite, die heute ziemlich touristisch ist. Autos können dort nicht fahren, sondern auf einem 2 km langen Damm bestenfalls bis zur Stadtmauer kommen. 

Am landseitigen Ende des Dammes liegt das Dorf Gefyra, wo ich auch meine Unterkunft hatte.


Auf dem Foto oben sieht man osmanischen Ruinenteile der Festung, die sich auf den Plateaus befindet.



Durch die Altstadt Monemvasia's muss man diverse Treppen hoch, um dann auf das mehrstufige Plateau des Felsens mit seinen verstreut liegenden Ruinen zu gelangen, die meist aus osmanischer Zeit stammen. 


Hinter diesem Festungstor geht man meist Richtung Kirche:







Interessanter sind jedoch die Ruinen, die man von Gefyra aus sieht:


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Einige Pfade führen durch die Macchien-Sträucher.

Andere Bereiche der Festung am anderen Ende sind ganz schön weit weg:


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 Es ist schon ein interessanter Ort.