Dienstag, 4. August 2026

Eine Wanderung zwischen Großbüllesheim und Weilerswist (Bördenzone)

Diese Tour ist bestimmt schon wieder um die 10 Tage her.

Wenn man in Großbüllesheim den Zug verlässt, kann man dort und in Kleinbüllesheim zwei Schlösser sehen:


Diese Gegend ist so untouristisch, dass man noch nicht mal Schilder findet, die den Zugang verwehren. Aber soll ich dort zum Tor, im oberen Bild Schloss Großbüllesheim, tatsächlich hinmarschieren? Ich habe es bei diesem Foto belassen. 

In Kleinbüllesheim ist es ähnlich, aber der Komplex ist besser einsehbar:


Zu diesem Schloss gehört eine beeindruckende Wirtschaftshofanlage:


Hier am äußeren Weg kann man lang laufen.

Zu diesem Komplex gehörte vermutlich auch noch die Kirche mit dem etwas verwilderten Friedhof. Ein insgesamt beeindruckendes Bauwerksensemble.

Von dort ging ich über die Felder, die schon sagenhaft eben sein können. Und die Trockenheit der letzten Wochen führt vereinzelt zu Beregnungsmaßnahmen, hierb im Umfeld von Dom-Esch:


Vereinzelt sage ich deshalb, weil es viele gelbe, bereits abgeerntete Getreidefelder gibt und man Getreide sowieso nicht beregnet.


Es sind Kartoffel- oder Zuckerrübenfelder, die hier eventuell beregnet werden.

Bei Dom-Esch gibt es eine größere, weitgehend sich heute selbst überlassene Kiesgrube:


Ich ging weiter Richtung Straßfeld, und auch, wenn dieser Tag nicht wirklich heiß war, konnte man schon etwas ans Schwitzen kommen:


Aber es sah nicht überall so schattenlos aus. Straßfeld passierte ich nur am Rande:


Nebenbei bemerkt, diese Zuckerrüben haben Stress mit Wassermangel. Am Dorfrand fand ich einen schattigen Baum zum Pausieren.

Weiter nördlich kommt man an großen Grubenfeldern vorbei:


Sie sind natürlich eingezäunt und legal nicht zugänglich.

Südöstlich von Weilerswist kam ich an einem Flugplatz für Kleinflugzeuge vorbei. Ein Flieger startete sogar, und ja, das Schild ist nicht ganz unsinnig:


Es ging noch etwas weiter über die Felder:


Später sah ich noch viele Hasen auf so einem Stoppelfeld herumlaufen. Es waren nicht die ersten auf dieser Tour, aber ich vergaß, ein Foto zu machen. Mit dem Smartphone kommt allerdings sowieso nicht nahe ran ans Motiv.

Die Komoot-Aufzeichnung (Screenshot) zeigt die Route:


16.1 km, 120 Höhenmeter hoch, 150 Höhenmeter abwärts.

Der Zug in Weilerswist kam pünktlich.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Im Kino: Die Odyssee

Meist als Einzelreisender unterwegs, sind Reiseabenteuer natürlich ein „Steckenpferd“ von mir. Da konnte ich mich auf die „Odyssee“ richtig freuen. 

Die Irrfahrt des Odysseus ist eines der ältesten Reiseabenteuer, geschaffen von Homer etwa 750 v. Chr. Ob Homer wirklich gelebt hat, ist anscheinend nicht gesichert. Wie auch immer, der Film hält sich in Vielem an den geschilderten Sagenkreis, der mit dem Sieg über Troja einsetzt und von der 10-jährigen Irrfahrt des Odysseus und seiner Kampfgefährten über das Mittelmeer handelt, bis er als einziger Überlebender seine Heimatinsel Ithaka erreicht und seine Frau Penelope nach Kampf gegen zahllose Freier wiedererobern kann. 

Dieses letzte Kapitel hatte übrigens Uberto Pasolini erst 2024 in seinem Film „Rückkehr nach Ithaka“ schon sehr gekonnt verfilmt, während es natürlich auch schon seit Langem diverse TV- und Kinoadaptionen der Odyssee gibt, die ich vielleicht als Kind mal gesehen habe. Irgendwoher kenne ich jedenfalls die Geschichte um Polyphem, Circe, Kalypso, die Sirenen, Skylla und Charybdis, vielleicht aus Mario Camerini's Monumentalfilm „Die Fahrten des Odysseus“ (1954)? Oder aus der Schule?? 

Der Regisseur setzt die Ereignisse in seinem fast 3-stündigen Film bildwirksam um. Auch die Riege der Schauspieler:innen und der oft ruhige Erzählstil können weitgehend überzeugen. Aus meiner Sicht dürfte es sicher einer Top-Filme des Jahres sein. Christopher Nolan hat zuvor schon einige herausragende Filme wie Inception (2010) oder Interstellar (2014) hingelegt.

Dienstag, 28. Juli 2026

Eine Wanderung zwischen Zülpich und Satzvey (Bördenzone)

Vor einer Woche war ich in der Börde unterwegs. Diese Wanderung war so nicht geplant, denn ursprünglich war der Plan, von Zülpich ins Rurtal zu laufen. Aber unweit von Zülpich habe ich dann doch mal geschaut, wie die Bahnverbindungen sind, und diese waren nicht gut, denn anscheinend fuhr kein Zug von Düren nach Köln. Deshalb habe ich schnell umdisponiert und bin Richtung Satzvey gelaufen.

In Zülpich umrundete ich die Stadt, denn es gibt außerhalb der Stadtmauer einen schönen Weg vorbei an Streuobstwiesen. Außerdem konnte ich dort einige Brombeeren naschen. Man kann auch zu den Stadttoren laufen, etwa diesem hier:



Vorbei an der schwer einsehbaren Luisges Mühle gelangte ich zunächst nach Juntersdorf. Dort gibt es eine Burg, die allerdings ebenfalls schwer einsehbar ist.

Ich ging über die Felder weiter Richtung Langendorf:


Vor Langendorf hatte ich noch Kontakt mit  einer verschmusten Katze:


Bei Langendorf kam ich noch an Bunkerruinen einer Batteriestellung aus dem 2. Weltkrieg vorbei.


In Langendorf gibt es ebenfalls eine Burg:


Obwohl es nur ein 24-Grad-Tag war, konnte es auf sonnigen Abschnitten doch ganz schön warm werden, etwa hier bei den Pferdeweiden von Merzenich:


Ich ging nach Sinzenich weiter, wo es ebenfalls eine Burg gibt:


An einem Weg mitten auf den Feldern zwischen Sinzenich und Obergartzem stand ein roter Kirschpflaumenbaum:


Hier hätte ich gut ernten können. Nur leider ist mir diese Baumart nicht vertraut. Meine App "Flora incognita" war sich zwar zu 99 % sicher, aber ich habe dennoch nur eine Frucht probiert - war lecker!

Ich kam dann weiter vorbei an mir besser bekanntem Terrain, etwa der Molkerei Obergartzem:


.... oder dem Fabrik-Lost-Place nahe Firmenich:


.... oder der Trafostation Satzvey, in die tatsächlich nun eine Bücherausleihe eingezogen ist:


Insgesamt war die Tour ziemlich lang:


Screenshot Komoot. 20.3 km, 310 Höhenmeter hoch, 270 Höhenmeter runter.

Mit der Rückfahrt per Bahn nach Köln gab es keine Probleme.