Sonntag, 23. September 2018

Bücherwelten: Takashi Hiraide „Der Gast im Garten“

Japanische Romane sind nach meinem Eindruck hierzulande oft aufgrund ihrer sensiblen Erzählweise und ihres individualisierten, mikrokosmischen Umfeldes, das oft nur wenige Straßenzüge und Personen weit reicht, beliebt. Eine sentimentale und melancholische Erzählweise, die oft den Untergang der Vergangenheit und die kleinen schönen Dinge des Lebens thematisiert, ist ihnen zumeist eigen. 

Hiraide's Kurzroman „Der Gast im Garten“ (orig.: Kyaku No Neko“, 2001) ist auch so ein Buch. Erzählt wird von einem Ehepaar mittleren Alters, das am Stadtrand und am Rande eines großen Anwesens einen Sommerpavillon mit kleinem Garten bezieht und sich zunehmend um den immer häufiger auftauchenden Gast, die kleine Katze von nebenan, kümmert. Als die Katze tot aufgefunden wird, geht auch bald ihre Welt unter. 

„Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist wie eine kleine Meditation, wie ein Spaziergang in einem japanischen Teegarten, eine Auszeit vom Alltag!“, meint warmersommerregen. 

Übersetzt von der Murakami-Übersetzerin Ursula Gräfe, konnte da nicht viel schiefgehen mit der Übersetzung.

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