Montag, 9. Februar 2026

Im Kino: No other Choice

In Anlehnung an Donald Westlakes Roman „The Ax“ inszenierte Park Chan-wook dieses Gesellschaftsdrama um unwirtliche Arbeitsbedingungen in der südkoreanischen Gesellschaft, hier am Beispiel einer großen Papierfabrik, die von den Amerikanern übernommen wurde. Stellenabbau steht an, da neue Technologie Arbeitskräfte überflüssig macht.

Mit Blut getränkter Weg zur Arbeit“ titelte der Kölner Stadtanzeiger etwas irreführend in seiner Filmkritik, man sieht nämlich kaum einen Tropfen Blut im Film. 

Ungeachtet dessen ist der Film natürlich dennoch gewalttätig, verliert der Familienvater doch seinen Job mit der Folge, dass weder die Kredite für das schöne Haus noch sonstiger Luxus (etwa die musikalische Ausbildung der Tochter) bezahlt werden können. 

Da die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt auch schlecht läuft, kommt der Familienvater auf die Idee, die speziellen, ihn interessierenden Stellen in der Papierfabrik freizuräumen, also den Stelleninhabern aufzulauern und sie umzubringen. Dies wird in die Tat umgesetzt. 

Das war bereits nun schon der achte Film, den ich von diesem Regisseur im Kino gesehen habe, aber die meisten überzeugten mich nicht. Seinen vorletzten Film „Die Frau im Nebel“ (2023) fand ich hingegen sehr gut, aber diesen neuen Film nun nicht stilsicher überzeugend, und er war mit 2:20 h meines Erachtens auch viel zu lang für diese Story.

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