Sonntag, 1. März 2026

Eine Siebengebirgswanderung

Am letzten Mittwoch musste ich das frühlingshafte Winterwetter unbedingt nutzen. Angeblich waren „nur“ 15 Grad, aber es fühlte sich – auch durch den Sonnenschein – wärmer an. 

Ich machte eine Siebengebirgstour mit Startpunkt in Oberkassel am Rhein: 



Oberhalb des Ortes liegen ausgedehnte, historische Steinbruchwände, die von unten allerdings kaum zugänglich sind. Da müsste man sich schon massiv über Halden und durch Gestrüpp kämpfen:



Aber es gibt offizielle Wege nach oben, und der Pfad oben an der Steinbruchkante ist interessant, wenn die Kante auch überwiegend zugewachsen ist:



Es gibt ein paar Aussichtspunkte, etwa mit Blick auf Bonn an der Rabenlay:



Besonders interessant ist es jedoch am Rabenlay Skywalk:


Man sieht im obigen Bild die Tafeln, die über Geologie, Entstehung des Ortes und Urgeschichte informieren:


Erwähnt werden auf dem Profilschnitt Skelette, die vor über 100 Jahren gefunden wurden und von Menschen aus der Zeit am Ende der letzten Eiszeit vor 14.000 Jahren stammen:


Sie wurden damals ziemlich berühmt und liegen heute in einem Bonner Museum.


Die Talaue ist heute komplett zugebaut:



Das "Schlimme" daran ist, dass dies nicht gleichmäßig allmählich geschah, sondern ganz überwiegend wahrscheinlich in den letzten 150 Jahren.

Durch einen Waldstreifen, in dem man sowohl Niederwaldwirtschaft als auch mächtige alte Buchen sehen kann, kommt man auf den rückwärtigen Teil der Siebengebirgsabdachung. Auf den flacheren Bereichen sind Felder, hier mit Blick auf Vinxel:


Ich ging am Gut Frankenforst vorbei:


Zum Gut gehören auch alte Teiche und Wiesen:


....


Ich ging weiter nach Heisterbacherrott und von dort im Wald um den Weilberg herum: 



Im Weilberg gibt es einen historischen Basaltsteinbruch mit Aussichtsterrasse auf die Steinbruchwände und dem Teich. Ich meine schon, einen Uhu gehört zu haben, sah ihn aber nicht.


Ich musste mich dann etwas beeilen, um zur Bahnstation Niederdollendorf zu kommen.


>Screenshot Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 13.4 km, jeweils 220 Höhenmeter hoch und runter<

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