Montag, 30. März 2026

Ofenkaulberg - Ein Lost Place im Siebengebirge

Im Siebengebirge war ich auch schon Anfang des Monats. Aber es gibt viele Wege, und es gibt auch besondere Orte. Der Ofenkaulberg ist Standort eines alten Bergwerkes.


>Das ist nur einer der Eingänge ins Bergwerk<

Ich fuhr mit der Bahn nach Königswinter. Von dort ist der Einstieg ins Nachtigallental nicht weit. Dieses Tal ist recht hübsch. Es gibt dort viele Buchen, deren knolliges Wurzelwerk oft durch Erosion am Bach und an steilen Hangkanten freigelegt ist. Der Weg ist vergleichsweise sehr touristisch, denn er führt hoch zur Drachenburg und zum Drachenfels. Aber darüber möchte ich hier nicht berichten.

An einer Gabelung weiter oben geht es auch zum Milchhäuschen, einer Waldgaststätte. Dort zweigt ein unscheinbarer Pfad zum Ofenkaulberg ab. Entlang eines Waldtals geht es nach unten.



Das Bergwerk wurde bis ca. vor 100 Jahren betrieben, obertägig und unterirdisch in drei Sohlen. Abgebaut wurden Trachyttuff-Platten, die vor allem Backofenbauer in Königswinter einbauten. 



In den unterirdischen Bereichen gab es in den 1940er Jahren auch eine Nazi-Waffenfabrik. Außerdem wurden die Höhlen teilweise auch als Fluchtbunker vor den Bomben genutzt.



Später verfiel alles, und seit mindestens 50 Jahren sind die Zugänge zu den unterirdischen, zum Teil eingestürzten Bereichen für Wanderer gesperrt - auch weil es dort gefährlich ist. Aber auch, um Winterquartiere von Fledermäusen zu schützen. 


Die Pfade hier werden nicht beworben, es gibt keine Hinweisschilder. Wer nicht von dem Bergwerk weiß, wird hier im Regelfall nicht hinkommen. Sie erfordern etwas Gelenkigkeit, da es umgestürzte Bäume gibt.


Man kann eine Schleife gehen und kommt später zu einer weiteren Waldgaststätte, "Waidmannsruh":


Ein weiterer Abstecher zum Basaltsteinbruch im Weilberg musste sein:




Vielleicht interessant wegen Eulen, sieht man auf diesem Foto jedoch bestenfalls Ziegen, die sich hier die Steinbruchkante hinuntertrauen, um sich zu sonnen.

Ich ging noch am Kloster Heisterbach vorbei:


Und dann durch den Wald ....



.... runter zur Bahnstation in Niederdollendorf:


Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot":


>13 km, 350 Höhenmeter bergauf, 360 Höhenmeter bergrunter<

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen