Die pakistanische Regisseurin Seemab Gul erzählt in ihrem in einem pakistanischen Dorf spielenden Film von einem aufgeweckten Mädchen (Nazualiya Arsalan) aus einem armen Haushalt, das den Hintergründen zu der Schließung ihrer Dorfschule nachgeht.
Ihr werden widersprüchliche Lügenmärchen erzählt, etwa dass in der Schule ein böser Geist/Dschinn eingezogen sei. Sie kann aber später den kranken Lehrer ausfindig machen, der ihr erzählt, er solle für das nächste Schuljahr „Gebühren“ zahlen, wenn er weitermachen will, und er hätte abgelehnt.
Währenddessen wollen männliche Schüler den Dschinn in einer nächtlichen Aktion vertreiben und zerstören dabei das Schulinventar. Lt. kino-zeit nimmt der Film „das Phänomen der „Geisterschulen“ ins Visier: Hunderte Schulgebäude stehen in Pakistan leer, während Lehrkräfte und Beamte weiter bezahlt werden. Die zuständigen Behörden unternehmen nichts und dulden es, wenn Schulen als Viehställe oder Lager genutzt werden. In die Röhre schauen zahlreiche Kinder vor allem aus mittellosen Familien, die keine Schulbildung erhalten“.
Der Film überzeugt vor allem in den beiden ersten Dritteln mit seiner Hauptdarstellerin und in seiner minutiösen Darstellung der Lebensverhältnisse und der Dorfrealitäten, vermag am Ende aber keine Hoffnung zu wecken.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen