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Mittwoch, 7. Januar 2026

Strömsholm und die Rückkehr nach Köln

Die letzten Tage in Schweden wurde es kühler. Bei -3/-4 Grad verspürte ich keine Lust mehr, 6.000 Schritte täglich zu schaffen. Auch schneite es ab und zu weiter. Wir waren noch gemütlich im Café an der Reitschule in Strömsholm und am Sonntag in einem Park mit See und Kanal in Hallstahammar.  


>Strömsholm. Am Haus. Blick in den Garten mit Terrasse, Vogelhaus, Waldrand. Unten: Vorgarten mit Apfelbäumen, Schnee, Schneemännern und Bambis am Montag. Endlich gab es mal wieder blauen Himmel. Aber leider zu spät für mich und bei -13 Grad<



Am Montag war meine Rückreise. Diese gestaltete sich wetterbedingt etwas schwierig und dauerte von Tür zu Tür über 12 Stunden. 

Petra (und Ralf) fuhren mich bei -13 Grad per Auto zum etwa 27 km entfernten Bahnhof in Eskilstuna, weil es dort die theoretisch praktischste Zugverbindung (Direktverbindung) zum Flughafen gab. Der Zug hatte 30 min. Verspätung, aber die Bahnhofshalle war zum Glück beheizt.



>Eskilstuna: am Bahnhof<



Der Zug fuhr dann aber nicht bis zum Flughafen, sondern beendete seine Fahrt vorzeitig am Hauptbahnhof Stockholm. Bei meiner Weiterfahrt hatte ich wenig Wahl, musste ein weiteres 22-€-Ticket des Arlanda-Shuttle-Zuges lösen, da dieser im 15-min-Takt fährt. Das klappte ganz gut, das Bahnhofspersonal war hilfreich und perfekt Englisch sprechend zur Stelle, so dass ich ziemlich schnell zum Zug fand, wo ich am Automaten am Bahnsteig per Smartphone schnell ein Ticket kaufen konnte.

Ich hätte es zum Flieger auch noch geschafft, wenn der Eurowings-Flug keine Verspätung gehabt hätte, trotz "tütteligen" Aufgabegepäck-Problems, dessen Procedere mit den Gepäckaufgabe-Boxen man erst einmal mit fremder Hilfe verstehen muss.

Aber der Eurowings-Flieger flog erst mit anderthalb Stunden Verspätung los. In Düsseldorf dauerte es dann ziemlich lange, bevor das Band das Gepäck auslieferte. Ich fuhr mit dem Skytrain dann zur Bahnstation. Überraschenderweise musste ich nur etwa 15 min. auf einen Regionalexpress nach Köln warten.

An diesem Tag bin ich gut in Kazuo Ishiguro's Roman "Der begrabene Riese" vorangekommen. Es ist übrigens ein tolles Buch. Gegen 23:30 war ich zu Hause.

Freitag, 2. Januar 2026

Der Schnee ist da

Strömsholm 

Am Neujahrsmorgen schneite es ausgiebig, etwa 15 cm. Ich schaffte dennoch um die 8.000 Schritte und war allein um Schloss und Pferdegymnasium unterwegs.



Mit meinen Wanderschuhen wäre es wohl unangenehm geworden, aber Ralf konnte mir ein paar höhere und besser Wasser abweisende Schuhe leihen.


Heute drehte ich mit Ralf eine weitere Runde. Es war kälter und wegen Wind unangenehmer als gestern.



Am Abend fing es wieder an zu schneien.


>Am Haus. Bambis mit Schneemann unter Apfelbaum und View<



Donnerstag, 1. Januar 2026

Das Gräberfeld Anundshög und Västeras City

Gestern. Wir machten einen Ausflug. Anundshög ist der größte Grabhügel Schwedens. Er datiert aus der Zeit 500 - 900 n. Chr. Am Fuße des Hügels gibt es Steinsetzungen in ovaler Form, die Schiffe symbolisieren. Das kann man sich schon mal ansehen. 


Der Ort liegt ein paar Kilometer vom Zentrum der hier nächstgelegenen Großstadt Västeras entfernt.

Danach fuhren wir in die Stadt. In der Nähe des Flusses gibt es ein paar nette Winkel. Der Fluss mündet in der Stadt in den Västerasfjärden, einen großen See mit Inseln? Oder ist das als Meeresbucht zu betrachten?



Wir besuchten auch ein Café und bummelten bei etwa -5 Grad noch etwas durch die Stadt.






Dienstag, 30. Dezember 2025

Die Tage in Strömsholm

Strömsholm

Es gibt nicht übermäßig viel zu berichten. Abgelegen und unmobil kommt man nicht herum. Und es ist kalt, auch wenn es in Köln nicht viel anders war.



Einige längere Spaziergänge und Wanderungen mit dem Bruder habe ich gemacht, etwa auch von Kolbäck zurück nach Strömsholm. An das See-Biotop kommt man selten nah heran:




Es fällt auf, dass der Wald meist auf Kuppen liegt und dort größere Felsen herumliegen, während die Felder eben und ohne Felsen sind. 



Geomorphologisch sollten die Waldbereiche Grundmoräne sein, das Relief geschaffen durch subglaziale Schmelzwasserrinnen, während die tiefer liegenden Felder oftmals postglaziale  Seeböden waren. 

Der Wald mit seinen vielen Steinen und Moosen wirkt oft märchenhaft, Kiefern und Birken dominieren, Fichten und Eichen gibt es auch.



Da Petra zwei Pferde hat, bestimmt die Pferdehaltung den Alltag. Das liegt aber auch an den gegenwärtig suboptimalen Bedingungen, da der Pferdehof etwa 8 km weit weg liegt und ziemlich heruntergewirtschaftet ist bzw. unzuverlässiges Personal hat. Die Folge ist, dass Petra oftmals zweimal am Tag dort hin muss, um ihre Pferde zu verpflegen und zu bewegen. Der Stall muss sauber gemacht werden. Außerdem brauchen die Tiere bei Minusgraden Pferdedecken, die auch manchmal gewaschen und repariert werden müssen.


>Petra's Pferde<

Ich war selbst jetzt schon zweimal mit im Stall:






Echt wahr, man muss mitarbeiten, wenn man nicht "erfrieren" will, obwohl es noch gar nicht wirklich kalt ist. Aber ich habe Probleme insbesondere mit den Füßen, trotz Wanderstiefel und dicker Socken,  auf den Betonböden der Ställe.

Heute haben wir uns auch einen anderen Pferdehof angesehen:



...



Aber der beabsichtigte Wechsel ist auch eine Kostenfrage, die schon mal mehrere 100 € monatlich Unterschied je nach den zubuchbaren Serviceleistungen und Eigenleistungen ausmachen kann.  

Irgendwie sind Pferde, wie auch bei uns in Deutschland, Angelegenheiten von Frauen. Man sieht aktiv fast immer nur Frauen. Das Hobby ist teuer und zeitaufwändig.

Dienstag, 23. Dezember 2025

In Strömsholm/Süd-Schweden

Strömsholm 

Ich bin über die Tage geflohen an diesen Ort. Bruder und Freundin haben hier vor gut 2 Jahren ein Holzhaus gekauft:

Das Haus ist größer als ich nach ersten Bildern dachte und wurde nach Hörensagen um 1937 gebaut. Es ist auch unterkellert. 

Der Ort selbst hier ist eine Kleinsiedlung, selbst das eigentliche Zentrum von Strömsholm ist noch 1 km weg, und im Grunde ist dies nur ein königliches Pferdegestüt, wo früher mal eine Militär-Reitschule ansässig war. 



Es gibt riesige Stallanlagen, Reithallen, Plätze, Arenen, Nebenanlagen, natürlich auch viele Pferdeweiden. Heute ist es eine Pferdeschule, aber jetzt sind natürlich Ferien. 2, 3 Cafés oder Restaurants gibt es hier auch.

Etwa 1 km weiter kommt man dann zum Schloss Strömsholm, dem früher mal königlichem Lustschloss, heute Museum mit Parkanlagen:



Und das alles liegt am Südende der etwa 10 km Luftlinie entfernten Kleinstadt Hallstahammar, die selbst nur etwa 11.000 Einwohner hat.


Man mag sich grob orientieren. Västeras ist die nächstgelegene Großstadt mit > 160.000 E.

Auf den Pferdeweiden oder auch mitunter als Alleebaum oder in Waldparzellen in der Umgebung des Schlosses sieht man einige uralte Eichen, Bäume wie aus " Sleepy Hollow", manchmal teilweise ausgehöhlt und in diversen Verfallsstadien.



Irgendwann sind sie so morsch und stürzen auch diese Bäume mal um:


Wettertechnisch ist es ziemlich kühl, heute  -1 Grad am Tage und ziemlich bewölkt. Es ist nichts los an der Reitschule und am Schloss, man sieht auch kaum ein Pferd. Winter eben. Und um 15 Uhr dämmert es schon, kurzum, als "Nachteule" bekommt man kaum etwas geregelt bei Tageslicht😅, schon gar nicht, wenn man lange auf bleibt und beispielsweise lange Mau-Mau spielt😅.

Das Foto unten zeigt noch eine restaurierte, historische Trafostation.