Freitag, 13. Februar 2026

Eine Klein-Wanderung rund um die Burgruine Windeck/Sieg

Am letzten Samstag musste ich unbedingt aus wettertechnischen Gründen wandern gehen.

Ausgangspunkt der Tour war die Bahnstation Schladern/Sieg:


Vom Kölner Hauptbahnhof kommt man in 50/60 min mit Zug oder S-Bahn dort hin. Schladern selbst ist mehr Dorf als Stadt. Ich streifte es nur randlich:


Zur Burgruine nahm ich einen Umweg durch den Wald. Hinter einer Flatterbandabsperrung mit Tierskulpturen verlor sich der Weg in einer älteren Rodungsfläche:


Ich musste mich dann da hinten am Waldrand hochkämpfen, um zu einem weiteren Weg zu kommen, der Richtung Burgruine führte. Manchmal war es ziemlich matschig. Parallel dazu gab es alte Hohlwege, die aber nicht mehr passierbar waren:


Die Burg Windeck wurde im 17. Jahrhundert zerstört.


Die Ruinen sind ein beliebtes Ausflugsziel, insbesondere auch für Familien mit Kindern. Man hat dort gute Sicht, insbesondere auf Schladern und die Felder unten, die in einer ehemaligen Siegschleife (Mäander) liegen:


Auf der anderen Seite der Burgruine ging ich runter nach Altwindeck:


Es gibt dort ein Heimatmuseum mit alten Häusern, das aber geschlossen war. Durch die Hofanlagen kann man durchgehen, auffällig war vor allem ein sog. Pestkreuz aus dem 17. Jahrhundert:


Der Waldweg, den ich dann Richtung Schladern nahm, erwies sich anfangs als schwierig. Auch dort musste ich mich erst einmal vorbei an umgestürzten Bäumen einen steilen Hang hochkämpfen. 


Später kam ich an der abgelegenen Villa Schöneck vorbei. Dort kann man sich trauen lassen.


Man ist dort schon unten an der Sieg, kommt wenig später an alten Fabrikwerken vorbei, die Lost Places sind oder eine Nachnutzung erfahren haben:


....





Die mit Komoot aufgezeichnete Wanderroute sah so aus:


>Die Strecke war nur 8,5 km lang und hatte jeweils 230 Höhenmeter hoch und runter<

Die Bahn fuhr ganz ordentlich.

Montag, 9. Februar 2026

Im Kino: No other Choice

In Anlehnung an Donald Westlakes Roman „The Ax“ inszenierte Park Chan-wook dieses Gesellschaftsdrama um unwirtliche Arbeitsbedingungen in der südkoreanischen Gesellschaft, hier am Beispiel einer großen Papierfabrik, die von den Amerikanern übernommen wurde. Stellenabbau steht an, da neue Technologie Arbeitskräfte überflüssig macht.

Mit Blut getränkter Weg zur Arbeit“ titelte der Kölner Stadtanzeiger etwas irreführend in seiner Filmkritik, man sieht nämlich kaum einen Tropfen Blut im Film. 

Ungeachtet dessen ist der Film natürlich dennoch gewalttätig, verliert der Familienvater doch seinen Job mit der Folge, dass weder die Kredite für das schöne Haus noch sonstiger Luxus (etwa die musikalische Ausbildung der Tochter) bezahlt werden können. 

Da die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt auch schlecht läuft, kommt der Familienvater auf die Idee, die speziellen, ihn interessierenden Stellen in der Papierfabrik freizuräumen, also den Stelleninhabern aufzulauern und sie umzubringen. Dies wird in die Tat umgesetzt. 

Das war bereits nun schon der achte Film, den ich von diesem Regisseur im Kino gesehen habe, aber die meisten überzeugten mich nicht. Seinen vorletzten Film „Die Frau im Nebel“ (2023) fand ich hingegen sehr gut, aber diesen neuen Film nun nicht stilsicher überzeugend, und er war mit 2:20 h meines Erachtens auch viel zu lang für diese Story.

Sonntag, 8. Februar 2026

Eine Wanderung in tributären Seitentälern der Sieg bei Eitorf

Da war ich vor einigen Tagen mal unterwegs in kleinen Nebentälern der Sieg. Aber bei knapp 7 Grad Maximum fand ich die Tour nicht so übermäßig berauschend, zumal es am Vortag geregnet hatte und ich es deshalb mitunter mit Matsch auf den Wegen zu tun bekam:



Aber immerhin war es sonnig.

Los ging die Tour in Eitorf, ein Sieg-Städtchen, welches gut von Köln aus zu erreichen ist.


Ich überquerte zunächst den Eipbach:


.... und dann die Sieg:


Man sieht hier schon den Prallhang rechts. Dort ging es dann mal steiler im Wald hoch, aber es waren nur 80 Höhenmeter:


Oben kommt man auf welliger Landschaft raus, und die Flächen sind meist nicht Waldstücke, sondern Feldflur:


Ich ging durch Bohlscheid, dann aber runter ins Überbuschbachtal, dem ich einige Kilometer folgte. Anfangs war es ziemlich matschig.


Talwiesen waren selten, da es meist ein Kerbtal ist.

Am Südende von Rankenhohn kam ich über die Wasserscheide zum benachbarten Bohlscheider Bach, dem ich dann folgte. Vereinzelte Waldweiden gibt es nahe Rankenhohn:



Man kommt an relativ intakten, aber nicht allzu alten Buchenwäldern vorbei:




Auch die vielen kleinen Nebenbäche durchfließen hier den Buchenwald:


Im Unterlauf nahe der Siegmündung weitet sich das Bohlscheider Bachtal und die ersten Häuser tauchen auf:


Endpunkt der Tour war wieder Eitorf. Bei den Bahnfahrten ergab es kaum Verzögerungen.

Wanderroute:


>Aufgezeichnet mit der App "Komoot", 10.5 km, jeweils 240 Höhenmeter hoch und runter<