Freitag, 23. Oktober 2026

Argos und die Burgruine Larissa

Peloponnes II

Ein Bus-Ausflug, den man von Nafplio aus machen kann. Argos hat ein paar interessantere Ausgrabungen im Stadtbild, es gibt aber auch ein Amphitheater.

Mich interessierten jedoch vor allem die Ruinen der Burg, die 240 Höhenmeter markant über der Stadt liegt. Ein Auf-Abstieg durch Macchie oder Feigen- und Olivenhaine lohnt. Man hat Sicht auf den Golf von Argos, in den Ruinen selbst gab es einige Zisternenanlagen.

Interessant fand ich auch, dass hier kein Eintritt zu zahlen war.

(Fotos werden bei Gelegenheit eingebunden)

Montag, 19. Oktober 2026

Nafplio und die Festung Palamidi

Peloponnes I

Argolis Hotel, Nafplio (Doppelzimmer mit Bad, Balkon und Kühlschrank, 55 €/Nacht)

Nachdem ich die Schiffstour von Kalymnos nach Piräus einigermaßen überstand und 3 Std. früher als erwartet in Piräus ankam, entschied ich, direkt nach Nafplio weiterzufahren. Das überlegte ich mir auf dem Schiff. Wäre ich erst 3 Std. später angekommen, hätte ich mir wohl eine Unterkunft in Piräus gesucht.

Meine KI beriet mich. Sie sagte, dass ich erst in die falsche Richtung zu einem großen Busbahnhof in Nord-Athen müsste, um einen Bus auf den Peloponnes nehmen zu können. Sie sagte mir auch, welcher Bus dorthin fährt. Der kam auch sehr schnell und fuhr tatsächlich dorthin. Weil ich mit dem Ticketkauf im Bus nicht klar kam, fuhr ich letztlich schwarz dorthin. Ein Busticket nach Nafplio bekam ich dort auch. 2:10 h dauerte dann diese Fahrt, aber ich war dann fast perfekt zur Eincheckzeit am Hotel.

Die kleine Hafenstadt Nafplio wird visuell von Festungsanlagen auf den umgebenden Bergen geprägt. Den Teil über der Altstadt konnte ich noch am Nachmittag erkunden. Oben an der Kante des Steilabfalls steht ein Uhrturm, den ich auch an den folgenden Tagen immer in der Abendsonne besuchte. 


>Uhrturm<



Man hat dort den perfekten Ausblick auf die Stadt und Meeresbucht. Auf diesem Höhenrücken kann man auch zur anderen, sonnigen Seite gehen, hat auch dort den perfekten Blick auf das Meer und die Festung Palamidi. 



Unter den Festungsanlagen gibt es auch einen kleinen Strand, an dem ich aber nicht gewesen bin.

Gastronomisch gesehen, gab es für mich in Nafplio so einige günstige Cafés, wo man gerne mal einen Kaffee trinkt, einen Sesam-Bretzel oder einen Donut konsumiert.



Am nächsten Tag nahm ich die Festung Palamidi in Angriff, entschied mich aber gegen den Stairway mit seinen über 800 Treppenstufen und 200 Höhenmetern nach oben. Manche sind da einfach fitter:



Ich ging die Treppe vielmehr später runter. Das war einfach, weil die Stufen perfekt intakt waren. Das ist keineswegs bei allen Burgen so.

Hoch nahm ich einen viel längeren, aber deutlich weniger steilen Macchien-Pfad hinten herum:



Ich zahlte 10 € Eintritt, Senioren zahlen hier halt die Hälfte. 

Die Festung, die erst in den Jahrzehnten um 1800 erbaut wurde, ist schon imposant:


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Aber die hintere Hälfte der Festung ist bedauerlicherweise für Tourist:innen gesperrt. Man hat halt wohl Angst, dass die eine oder andere Tourist:in irgendwo rein oder runter fällt.



Samstag, 17. Oktober 2026

Die Tage auf der Insel Kalymnos

Villa Melina Hotel, Pothia/Kalymnos City, Kalymnos (Doppelzimmer mit Bad, Außenterrasse, Kühlschrank, Frühstück, 72 €/Nacht). Ein nobler, alter Ort, diese Villa!

Auch die Insel Kalymnos ist eine Nachbarinsel von Kos. Es verirren sich vergleichsweise nur wenige Tourist:innen hier hin, keine Pauschalreisenden. Sie ist genauso leicht zu erreichen wie Nisyros, liegt aber auf der anderen Seite von Kos - und hat keinen Vulkan. Wenn man mit dem Schiff von Mastihari übersetzt, wirkt die Insel sehr karg, erodierter Boden, Kalkgestein, Macchie.




Ein Foto der Unterkunft:


Am Hafen:



Kalymnos City liegt in einem geweiteten Tal. Landeinwärts liegen auf einem Sporn eine Burgruine, sowie drei restaurierte Mühlentürme darunter angeordnet, ein bemerkenswertes Ensemble.



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Ein paar Kilometer weiter kommt man zu den Ruinen von Chora Castle, das in seiner heutigen Form im 15. Jahrhundert ausgebaut wurde. 100 Höhenmeter muss man über Treppen bewältigen, um dort hinzukommen. Ein bisschen Vorsicht ist geboten. Innerhalb des Castles standen früher Häuser, was auf die Schutzfunktion der Mauern hinweist.


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Es gibt 4, 5 alte kleine Kapellen auf dem Gelände. Bemerkenswerterweise waren sie alle offen, da in Kalymnos City keine einzige Kirche offen ist. Die Kapellen sind, rudimentär erkennbar, manchmal mit alten Wandfresken geschmückt, soweit man diese freigelegt hat.



Dass die Kapellen offen waren, beruhigte mich schon, denn es drohte möglicherweise eine Starkregen, wie er am Vortag in Kos City nieder ging und die Hafenstraße teilweise überflutete. Ein Starkregen kam auch, aber ich war schon wieder in Chorio und konnte bei einer Tankstellen-Gaststätte Unterschlupf finden.

In Kalymnos City, auch Pothia genannt, fallen sagenhaft viele alte Ghost Houses auf. Viele Einwohner scheinen die Insel schon vor Jahrzehnten verlassen zu haben.



Ich hatte noch den Auftrag, nach einem Griechen zu forschen. Das war einfach, denn er war Hausherr dieser Villa, in der ich übernachtete und ich wusste von ihm, dass er früher in Aachen ein Restaurant betrieben hatte. Wir machten ein gemeinsames Foto, das ich an meinen Ex-Arbeitskollegen schickte. Ich bin aber nicht sicher, ob sich der alte Grieche noch an seine Gäste erinnern konnte. 

Eine echte Inselerkundung hätte weitere Tage hier erfordert, denn Busse fahren nur selten.

Am nächsten Tag verließ ich Kalymnos per Schiff Richtung Piräus. In diesen "sehr sauren Apfel" musste ich beißen, da die Alternativen noch anstrengender gewesen wären. Für das Schiff "Blue Star Paros" hatte ich eine 23:00 Uhr-Buchung, ich bekam aber mit, dass es 3 Std. früher losfahren wollte. Gut für mich, denn der Tag war sowieso schon mit ziemlich schlechten, nassen Wetter ausgestattet.

Die Fahrt nach Piräus dauerte etwa 12 Std. Ich überstand sie noch besser als erwartet, da der von mir gebuchte Sitz schon deutlich komfortabler als ein Flugzeugsitz war. Vermutlich schlief ich auch gelegentlich. Auf dem Schiff herumlaufen konnte man natürlich auch, aber es war "draußen" schon ziemlich nass-windig-ungemütlich. Man kann dort aber rauchen.


Morgens, kurz vor Piräus.



Wer nun denkt, es sei eine schlechte Idee, nachts mit einem Schiff über das Mittelmeer zu fahren, hat Recht und das war von mir so auch nicht beabsichtigt. Ich hätte die Tour lieber halbiert und wäre gern tagsüber in ca. 6 - 8 Std. nach Naxos, Mykonos oder Santorin gefahren. Es fahren aber keine Schiffe direkt dorthin, und man hätte irgendwo um- oder aussteigen müssen. Du kannst aber sinnigerweise bei einer Nachtfahrt nicht irgendwo aussteigen und um 02:00 oder 04:00 Uhr morgens in einem Quartier einchecken oder stundenlang auf ein Anschluss-Schiff warten.