Eine Reise in ein Flusstal Bulgariens.
Valeska Grisebach's Film Western spielt in den bulgarischen Bergen nahe der griechischen Grenze, eine Gegend, wo wohl kaum jemand bisher gewesen ist. Das ist schon mal lobenswert.
Der Film handelt von einem deutschen Bauarbeiter-Trupp, der dort erste Arbeiten für ein kleineres Wasserkraftwerk machen soll. Doch die Arbeiten gehen nur schleppend voran, weil Materialien und Wasser fehlen. Viel Freizeit, man kommt in Kontakt mit den Einwohnern eines benachbarten Dorfes.
Es kommt zu Spannungen. Und wie es in machomäßig auftrumpfenden Bauarbeitertrupps so üblich zu sein scheint, gibt es auch unterschiedliche Einstellungen der Protagonisten und hieraus resultierende Spannungen untereinander.
Der Film ist eine Studie über „Kulturkontakt“, wie er zustande kommt, wie und warum Konflikte entstehen, was passiert oder passieren kann, wenn eine Gruppe Männer in eine abgelegene Gegend verpflanzt wird und in der Nähe ein Dorf mit Frauen, Läden etc. ist – und man sich nur sehr mühsam über Sprache verständigen kann.
Und das sehr authentisch-glaubwürdig in einem EU-Fall zu schildern, ist der Regisseurin gut gelungen.
„Wie eine zugeneigte Ethnologin erkundet Valeska Grisebach die Mischung aus Über- und Unterlegenheitsgefühlen: die deutsche Fremdenfeindlichkeit in der Fremde“, meint die zeit.
Nur zu einem besseren, nicht so abrupten Ende wollte der Film wohl nicht kommen.
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