Jia Zhang-ke's Film „Asche ist reines Weiß“ spielt im mittleren China und erzählt eine sozialrealistische Geschichte aus dem Halbwelt-Milieu. Im Mittelpunkt steht ein Pärchen, dass in der chinesischen Kohlebergbau-Stadt Datong eine Kneipe mit Glücksspiel betreibt. Nebenbei zahlen Neureiche oder Bauunternehmer gelegentlich höhere Summe für Gefälligkeiten.
Doch als ein befreundeter Bauunternehmer ermordet und das Pärchen in der Stadt von einer Motorradbande angegriffen wird, entkommt der Mann nur knapp den Tod, weil die Frau einen Revolver zieht. Für den illegalen Waffenbesitz, den sie auf sich nimmt, wandert sie dann 5 Jahre in den Knast.
5 Jahre später hat sich die Welt verändert. Sie wird bei der der Entlassung nicht vom Gefängnis abgeholt, der Mann will sie nicht sehen, wohnt weit weg in einer Stadt am Jangtse River, und eine reiche Bekannte ist seine Freundin. Doch die Protagonistin lässt nicht locker, fährt dorthin, stellt ihn – ohne Erfolg zu haben - zur Rede. Später kehrt der inzwischen gesundheitlich angeschlagene Mann zeitweise nach Datong zu ihr zurück.
Der Film punktet mit authentischen Aufnahmen aus chinesischen Städten, der Infrastruktur und Gesellschaft, vor allem aber auch mit seiner charismatischen Hauptdarstellerin Zhao Tao. In der zweiten Hälfte verliert die Geschichte dann jedoch an Drive und wird etwas bitter-zäh.
Der Film „bleibt dabei in seiner Gesamtheit ein eher ruhiger, kontemplativer Film, der sich viel Zeit nimmt für seine Entwicklungen“, meint kino-zeit.
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