Der Roman spielt in einer Kleinstadt Keralas und handelt vom Untergang einer relativ gut situierten christlich-indischen Familie, die im starren Korsett indischer Traditionen und Moralvorstellungen zerbricht.
Die Handlung spielt überwiegend in den 1960er Jahren, auch wenn es eine rückblickende Perspektive von 1993 aus gibt. Geschildert wird das Desaster in poetischer, oft aber auch brutaler Sprache, meist aus der Sicht von zwei kleinen Kindern (Zwillingen), die sich die Welt bedeutungsschwer zurechtreimen, ohne wirklich durchzublicken. Deshalb offenbart sich die Geschichte auch nur stückweise nach und nach, wobei die Erzählung immer wieder Jahre zurück und wieder vor springt.
Frau Roy's indischer Debut-Roman erschien ursprünglich 1997 (orig.: The God of Small Things). Er gewann direkt den „Booker Prize“, wurde ein weltweiter Erfolg, und mein Buch hat bereits die 22. Auflage hierzulande erfahren.
Es ist immer schwer zu erklären, woran das liegt. Aber die Sprachgewalt, die dieser Roman ausstrahlt, ist in der Tat enorm. Und er hat viel mit typisch indischen Problemen zu tun, Frauenrechten, Kastenwesen, Liebesentzug, Armut, Ausbeutung, Gewalt, Erziehung, politischem Sumpf und sozialen Unruhen.
(leicht gekürzt, 09/2026)
Ich kenne das Buch nicht, aber was die Zeit darüber schreibt, ist nicht zu verstehen. Völlig panne, der Redakteur. Ich denke, der hat was geraucht.
AntwortenLöschen... hat sich vermutlich über den gepushten Hype geärgert.
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