Shipei Wen's Thriller spielt im chinesischen Guangzhou der 1990er Jahre. Auf einer dunklen regnerisch-nächtlichen Straße überfährt ein Autofahrer einen Mann, der wahrscheinlich auf der Straße lag. Er verwischt Spuren. Fortan plagen ihn Gewissensbisse, und er nimmt ruhelos Kontakt sowohl mit der Frau des Toten als auch mit der Polizei auf.
Erzählt wird dies in verschachtelten, nicht der Chronologie folgenden Rückblenden, die immer mehr Details Preis geben und keineswegs nur eine einfache Fahrerflucht-Geschichte erzählen. Mitunter ist es nicht leicht, dem Geschehen zu folgen.
Das Ambiente des Films ist oft düster - oft Nacht, oft Regen. Und trotzdem ist Sommer. In stillen nächtlichen Marktgassen drehen sich unheimlich die Ventilatoren.
Wirklich an Fahrt gewinnt der Film erst im letzten Drittel.
Ich selbst war 1995 mal für einige Tage in Guangzhou, aber meine Erinnerungen sind ein ähnlich verschwommener Fiebertraum wie dieser Film einer ist.
„Ein Neo-Noir-Thrillerdrama, das auf sehenswerte und ein wenig verwirrende Weise flirrt und oszilliert“, meint die zeit.
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