Freitag, 8. September 2023

Im Kino: Das Zen Tagebuch

Yûji Nakae's Film spielt in Nord-Japan. Ein alter Schriftsteller lebt dort in den Bergen, nach Möglichkeit im Einklang mit der Natur. Er hat einen kleinen Gemüsegarten, geht aber auch in den Wald, etwa um Pilze zu sammeln. Gelegentlich empfängt er Besuch von seiner Literatur-Agentin, die sich immer begeistert zum Essen in seinem Haus einladen lässt. Tee gibt’s natürlich auch. 

Meistens geht es in diesem Film um die Essenszubereitung. Dabei folgt der Film dem Lauf des Jahres durch die Monate und Jahreszeiten. 

Manchmal besucht der Schriftsteller auch noch seine greise Mutter, die in der Nähe als Einsiedlerin lebt und die er dann tot auffindet. Die Begräbnisrituale – hier der Festschmaus - gehören zu den interessantesten Szenen des Films, auch wenn in diesem Film nicht gezeigt wird, wie die Knochen aus der Asche geborgen werden. 

Im Ergebnis dürfte wohl klar sein, dass dieser 2-stündige Film eher für meditative Charaktere, ältere Menschen und Japan-Reisende interessant sein dürfte. 

„Ruhig und bedächtig, mäandernd und meditativ, ein Film zum Innehalten und Nachdenken und zum Bewundern der japanischen Kochkunst“, sagt das programmkino.

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