Donnerstag, 15. Oktober 2026

Die Tage auf der Insel Nisyros

Hotel Romantzo, Mandraki (Nisyros) (Doppelzimmer mit Bad, Kühlschrank, Terrassenzugang, Frühstück, 42 €/Nacht). Zimmer mit Moskitogittern vor den Fenstern. Sehr lobenswert!

Nisyros ist eine der Nachbarinseln von Kos, ein "Must Go", denn es ist eine Vulkan-Caldera, einer der bedeutendsten Vulkan-Orte Griechenlands.



Die Anfahrt war "mit heißer Nadel gestrickt", denn ich buchte das Schiff ab Kardamena und musste mit dem ersten Bus um 08:20 von Kos City aus erst dort hinfahren, quer durch die Insel. Der Bus war aber pünktlich unterwegs. Von Kardamena aus braucht das Schiff etwa 45 min. zur Insel (im Foto links im Bild).

Über dem kleinen gemütlichen Hauptort Mandraki thronen ein Kloster und eine unzugängliche Burgruine. Noch darüber liegt etwas landeinwärts eine Akropolis aus dem 4. Jahrhundert BC. Außerdem gibt es einen Basaltstein-Kiesstrand. 



Diese Orte besuchte ich am Nachmittag. Besonders  zu erwähnen ist hierbei die Akropolis bzw. der sehr alte Fußpfad, der dort von den höheren Hauslagen des Ortes hinführt, eingefasst von alten Mauern und Fels, vorbei an einer Hausruine.


>Pfad-Motive. Lt. der App "Flora Inkognita" ist der Baum unten eine Atlantische Pistazie<




Dort oben auf der Akropolis war ich fast alleine:



Im Innern der von mächtigen Mauern mit Türmen umgebenen Anlage sieht man nur noch große Steine herumliegen. 



Es sieht dort "steppig" aus. Gelbes Gras, nicht allzu hohe Bäume, die ich mittels "Flora Incognita" ebenfalls als "Atlantische Pistazie" identifizierte. Zu erwähnen ist natürlich auch der Blick über das Meer:



Ich machte mich kundig, ob ich organisiert in die Caldera kommen kann, denn die meisten Besucher kommen organisiert als Tagesbesucher auf die Insel. Es gab eine Touristeninformation, und die Dame schickte mich zum Reisebüro. Das war sehr hilfreich, und am nächsten Tag klappte es perfekt. Für 17 € inklusive 5 € Eintrittsgeld zum Schwefelkrater konnte ich bei einer deutschen Kleingruppe, die von Kos kam, mitfahren. Es gab also auch eine deutschsprachige Führung! Die Frau erzählte und erzählte, aber durchaus auch interessante Sachen.

Der Kleinbus machte einen Stopp in Nikia: 


>Nikia<



Das Dorf liegt mit seinen höchsten Teilen auf dem Kraterrand, man sieht also auch in die Caldera:



Ohne den Bus wäre ich dort nie hingekommen, auch wenn ein Fußmarsch in die Caldera und wieder raus theoretisch auf anderer Route möglich gewesen wäre. Hin und zurück wären es allerdings locker 20 km. Ich habe in Erwägung gezogen, die Gruppe in der Caldera zu verlassen, das hätte die Strecke und die Höhenmeter sehr reduziert und hätte den Vorteil gehabt, einen anderen Weg nehmen zu können. Aber nun ja, es war schon sehr sonnig🌞 an diesem Tag und wäre trotz Halbierung der Strecke anstrengend geworden. 

Der Schwefel-Krater in der Caldera ist in jedem Fall beeindruckend, weil die Ausblühungen weiss oder gelb sind. Man sah Fumarolen, und der Boden des Kraters wirkte wie ein Seeboden. Tatsächlich ist er nach Starkregen manchmal wassergefüllt, sagte unsere Reiseleiterin.


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In Mandraki kann man noch etwas herumlaufen und beispielsweise Katzen photographieren:



Ein Snack in der Abendsonne an der Uferpromenade ist auch nicht schlecht. 

Am nächsten Morgen nahm ich das Schiff nach Kos City. Das ist ein längerer Seeweg, dauert anderthalb Stunden. Das war auch gut so, denn es bahnte sich ein Unwetter an, das Nisyros ganz in Regenwolken verschwinden ließ. 

Das Unwetter erreichte auch das Schiff auf halber Strecke. Ich wurde etwas nass, denn der heftige Regen setzte so schnell ein, dass ich gar nicht schnell genug die steilen Schiffstreppen vom Oberdeck runter kam🤷.

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