Es hat sich was getan. Eine Sehnen-Operation war erforderlich, sie verschob sich von Tag zu Tag mangels OP-Kapazitäten.
Nach der OP kam bald eine städtische Krankenhausbedarfsfirma und passte mir eine Bein-Orthese an. Sie wird umgeschnallt und hält das Bein gestreckt. Das war gleich zu bezahlen (150 €). Am nächsten Morgen gab's noch einen "Rollator" ohne Rollen.
Am ersten Tag traute ich mich noch nicht loszuziehen, mal abgesehen davon, dass ich meist am Tropf hing bezüglich notwendiger Schmerzmittel.
Am zweiten Tag, gestern, zog ich aber los Richtung Krankenhaus-Café, naja, wohl 50 m oder so. Nach 10 Tagen gab es dort mal wieder einen Kaffee! Ich trank sogar gleich zwei, aber keine so gute Idee. Ein Stück Kuchen aß ich auch.
Ich brauchte bestimmt 1h, um mich dazu entschließen zu können, wieder die Rücktour anzutreten. Hatte Angst vor einem Schwächeanfall.
Heute wiederholte ich diese Aktion. Ich war schon sicherer unterwegs - und trank nur einen Kaffee. Das Hauptproblem ist das Aufstehen, das rechte Bein ist ja gestreckt.
Diese Bein-Orthese ist jetzt 6 Wochen zu tragen.
Was ich sonst noch schaffte in den letzten zwei Tagen, hat mit Körperpflege zu tun, Rasieren und Haare waschen.
Mir wurde heute von meiner Halleschen Reisekrankenversicherung der Plan vorgetragen, mich am 04. Nov. per Linienflug aus Griechenland nach Deutschland zu evakuieren. Das erfolgt dann in Begleitung eines Sanitäters von Krankenhaus zu Krankenhaus im Krankenwagen/Flugzeug/ Krankenwagen. Dafür dürfte ein Rollstuhl erforderlich sein.
Weitere Details sind noch unbekannt - und auch, ob es klappen wird. Man muss halt in Schlafanzughose durch die Sicherheitskontrolle kommen🤷. Und das Krankenhaus darf zuvor keinen Terz mit der Bezahlung machen etc. Mein Bruder teilte mir zB vor 3 Tagen mit, dass die Barmer meine Gesundheitskarte für ungültig erklärt hat, weil sie eine neue Karte verschickt hat (die in Köln liegt🤷). Man kann aber eine digitale Ersatzbescheinigung bekommen oder sie an das Krankenhaus per E-Mail schicken lassen. Das hat die Barmer anscheinend auf meine Bitte hin getan, sagte mir die Hallesche.
In "trockenen Tüchern" ist die Sache noch nicht, kann sich vielleicht auch noch verschieben. Details zum Flug etc. wurden mir auch noch nicht genannt.
Herrje! Ich drücke die Daumen für die Bewältigung aller technischen und bürokratischen Hindernisse und wünsche gute Besserung! Lassen Sie sich Kaffee und Kuchen trotzdem schmecken -- mit leerem Magen ist alles noch schlimmer. Kopf hoch! Griechenland mag chaotisch sein, aber, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die Leute helfen.
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