Montag, 6. März 2023

Herumhängen auf Brava

Irgendwie habe ich mir den Urlaub doch etwas "dynamischer" vorgestellt. Aber ich hänge hier - wie auch schon gestern - in Nova Sintra nur rum, und auch das örtliche Office der Schiffsgesellschaft hat keine Ahnung, wann das nächste Schiff kommen könnte. In der letzten E-Mail hieß es nur, es verspätet sich. Das ist jetzt 10 Stunden her.

Schon seit Tagen warte ich darauf, die Insel wieder verlassen zu können. 4 Nächte waren geplant, jetzt werden es schon mindestens 8 Nächte. Das kann sich noch zu einem echten Problem auswachsen. Die Webseite der Rederei hat schöne Fahrpläne, auf denen man auch problemlos die Überfahrten buchen kann, nur leider sind sie "Fantasy". 

Heute ist es hier vergleichsweise kühl, ein 23-Grad-Tag mit vielen Wolken, die manchmal dicht über die "Stadt" ziehen. 


"Stadt" naja, es ist ein Kikiriki-Dorf mit zentralen Insel-Funktionen und auch entsprechend repräsentativen Bauten, hat aber nur 1.500 Einwohner.


Vorhin fotografierte ich eine Gottesanbeterin auf der Terrasse hier. Außerdem sieht man manchmal interessante Vögel, die besonders durch ihre eigentümlichen Rufe auffallen - sie sehen spechtähnlich aus (dachte ich).



Nachtrag

Die Vögel (oben) habe ich als Kapverdische Eisvögel im Netz identifiziert.

Man sieht auch noch andere Tiere und Vögel:


Mitten im Ort kann man auch Landwirtschaft, Hühner und mitunter Schweine sehen:



(text slightly changed, number of photos reduced, 07/2024)

Samstag, 4. März 2023

Auf den Fontainhas (Brava)

Gestern war nicht viel los. Ich erkundete lediglich weitere "Vororte" von Nova Sintra. Ich sah weitere Baobabs (Affenbrotbäume), die verstreut in der Stadt stehen, aber nicht nur hier. 

Ansonsten kam abends die Message, dass mein Schiff gecancelt wurde. Das erfordert leider Umplanungen und natürlich einen längeren Aufenthalt auf dieser Insel. Während der Corona-Hochphase strandeten hier die Besucher 3 Monate, weil kein Schiff mehr kam, erzählte der Chef des Hauses. Diesmal besteht die Chance, dass übermorgen ein Schiff kommt.

Heute war ich ungeplant auf dem Fontainhas, Bravas höchstem Berg (976 m). Man hat hier beim Aufstieg auch Blick auf Dörfer:


Blühende Bäume sieht man auch gelegentlich. Mitunter wirkt die Landschaft etwas feuchter, eine Frage der Exposition der Hänge zu den Monsun-Winden.



Es geht weiter hoch, manchmal vernebeln Wolken die Sicht:



Der Weg führt weiter hoch, bietet aber zum Glück keine besonderen Schwierigkeiten.

Der Fontainhas ist ein Vulkan. Er hat einen Krater, der mit steppenartiger Vegetation zugewachsen ist. Außerdem gibt es hier extensive Viehzucht und Ruinen alter Steinhütten. 

Faszinierend sind die Wetterphänomene. Man kennt das auch aus dem Hochgebirge, manchmal ändert sich das Wetter im Minutentakt, wenn die Wolken auf Berghöhe sind.


Der Blick vom Kraterrand runter zum Friedhof unterhalb der Bergkuppe mit dem Burgturm, wo ich neulich gewesen bin, überzeugt.

Der Weg runter führte über alte Eselspfade. Ein paar Esel sah ich auf der Tour auch:

(text slightly changed, number of photos reduced, 07/2024)

Freitag, 3. März 2023

Gewandert nach Mato Grande (Brava)

Ich mache nur noch kleinere Wanderungen. Auch diese spüre ich in den Unterschenkeln.

Mato Grande liegt oberhalb von Nova Sintra. Der Weg führt an einer Plantage vorbei. Der Weg ist recht ansprechend:


Man kommt an der Ruine einer abgelegenen Kirche vorbei:


Man sieht dort auch noch weitere Ruinen:



Ich setzte den Weg fort. Ich sah auch einige Esel, die hier auf der Insel noch für Transporte genutzt werden. Manchmal, wenn sie gerade nicht gebraucht werden, stehen die Esel neugierig einfach in der Landschaft:


Die Nutzung von Eseln hängt damit zusammen, dass diverse Höfe gar nicht mittels Fahrwegen erreichbar sind:


Auf dem Weg lag auch noch ein Steinbruch, in dem es mit primitiven Methoden noch gelegentlich Tätigkeiten gibt.

Der Ort Mato Grande selbst ist nicht übermäßig interessant.

Zurück in Vila Nova Sintra aß ich Thunfisch mit Reis und Pommes. Klar, das muss hier schon mal sein, wo doch diese Fische hier auch gefangen werden. Und es ist vergleichsweise sehr günstig.

Das Wetter hat hier momentan gewisse Regelhaftigkeiten. Morgens scheint meist die Sonne. Am späteren Nachmittag ziehen Wolken auf, die im Laufe der Nacht die Insel von den oberen Partien aus vernebeln.

(text slightly changed, number of photos reduced, 07/2024)