Samstag, 21. Oktober 2023

In Salerno

Le Ginestre, Salerno, 42-43 €/Nacht mit Frühstück 

Mit einem Bummelzug steuerte ich heute Salerno an, anderthalb Stunden südwestlich von Neapel. Viel Regen heute, nur am Nachmittag gab es mal etwas Sonne. Den Regenschirm☔ brauchte ich mitunter.

Zu viele Menschen und zu viel Lärm in letzter Zeit. In Salerno gibt es nicht so viel zu sehen, dafür könnte man einfach entspannt auf der Promenade sitzen und auf's Meer schauen, bis man keine Lust mehr hat:


>Am Meer<


Ungeachtet dessen gibt es eine kleine, passable Altstadt, auch mit historischen Gebäuden und einem alten Park. 


Es gibt auch eine kleine Festung am Meer, die aber unzugänglich ist:


Hoch über der Altstadt thront das Castello di Arechi: 


Dieses Kastell sollte ich vielleicht noch besuchen.

Der Check-In in die Unterkunft war wieder ziemlich nervig. Es gab eine Klingel mit Schild und Aufschrift "Lutz", und eine Frau quatschte dann auf italienisch los. Ich verstand erst mal nix, bis mich eine Frau anrief und auf Englisch etwas von einem Schlüsselkasten und Code erzählte. Aber alles gut, das ging immerhin ziemlich schnell. Ich bin mir nicht so sicher, wie ich hier wohne. Bei einer Familie? Oder sind das auch Gäste? 

(photos added, 07/2024)

Neapel - Castello Sant'Elmo und Centro Storico

Gestern. Ein 27-Grad-Tag, vielleicht der wärmste Tag dieses Urlaubs.

Auf dem Stadthügel Vomero thront die riesige sternförmige Festung Sant'Elmo aus dem 16. Jahrhundert über Neapel. Mit einer Bahn kann man in das angrenzende Stadtviertel hochfahren.


Der Blick über Neapel und auf den Vesuv ist wirklich beeindruckend:


>Views<


Man läuft sozusagen in mehreren Etagen durch die Festung, wobei ganz oben nicht unbedingt den besten Blick bereit hält:


>Festung Sant'Elmo<


Die Festung ist seit 1982 öffentlich zugänglich.

Danach fuhr ich mit der Metro zum Piazza Cavour am nördlichen Rand des Centro Storico, also der Altstadt. Ich dachte noch, hier in Neapel mit der Metro zu fahren, ist wie eine Fahrt in die Vorhölle, warm, restlos überfüllt, nie die Chance auf einen Sitzplatz.

Das historische Zentrum ist auch so ein dicht besiedeltes, enges Stadtgebiet mit zumeist zwei oder drei Meter breiten Straßen. Die Hauptgeschäftsstraßen waren voll mit Menschen, auf den dunklen schmalen Seitengassen sah man nur wenige und ich mied sie auch meistens. 


>Straßenmotive<


Einige kleinere Plätze können auch gefallen:


Eingebettet im Viertel gibt es zahlreiche Kirchen. 


In manchen Kirchen war ich auch kurz drin. Unter dem kirchlichen Palast San Lorenzo Maggiore war ich auch im Untergrund, wo römische Ruinen eines Marktplatzes mit Handelshäusern zu besichtigen waren. Es lohnt sich aus meiner Sicht aber nur bedingt.


(text slightly changed and photos added, 01/2024)

Freitag, 20. Oktober 2023

In den Ruinen von Pompeii

Gestern stand ich mal etwas früher auf, immerhin 07:30. Nach Pompeii kommt man mit dem Zug, liegt auf der Strecke "Neapel - Salerno" ziemlich auf der Mitte.  Fahrkarte und Eintrittsticket hatte ich schon online gekauft.

Zunächst setzte ich mich für zwei Cafe Americano und Croissant aber irgendwo hin. Dann nahm ich die Metro zum Hauptbahnhof. Dort fand ich mich zunächst aber gar nicht zurecht, verpasste den geplanten Zug. Nicht so schlimm, sie fahren im 30-min-Takt und das Ticket ist zwei Stunden gültig. Aber echt, dort gibt es noch einen unterirdischen Seitenbahnhof, den ich erst mal finden musste.

Pompeii ist Kleinstadt, nehme ich an. Vom Bahnhof kann man durch das Zentrum zum Platz mit der großen Kirche laufen: 


Gastronomie und Geschäfte profitieren natürlich von der nahegelegenen antiken Stadt.

Beim online-Kauf bekam man kein richtiges Ticket, vielmehr musste das am Eintrittsportal erst eingelöst werden. Das ist unerfreulich und umständlich, dient aber wahrscheinlich der Kontrolle der Besucherströme. Die Schlange war etwa 30 m lang, es dauerte wohl 30 min, klappte aber immerhin.


So lief ich dann 3-4 Stunden durch die antike Stadt. Danach hat man eigentlich auch genug. Es war ein sonniger 26-Grad-Tag, und das merkt man. 


Jetzt, im späten Herbst gibt es wegen der schräg stehenden Sonne durchaus Schatten, aber die anderthalb Liter meiner Wasserflasche waren nach der Tour doch verbraucht.


Die Tourist*innen verteilen sich in der Ruinenstadt, aber es gibt sehr belebte Plätze, Tore, zentrale Straßen:


 >Belebte Orte. Immer lockt der Foto-View Richtung Vesuv. Mir gefällt Pompei insbesondere auch wegen des Blicks gegen den Vesuv. <


Es gibt neben den gesperrten Bereichen auch ruhige Orte und Wege. Seitenwege, Sackgassen, Plätze:


Und es gibt nicht nur steinerne Ruinen und gepflasterte Straßen, sondern auch Gärten und Weinparzellen mit einzelnen Olivenbäumen:


>Weinbaugärten und Fruchtbäume<


Insgesamt ist es schon ein Must-see-place. Eintritt: 22 €. Wer will, kann natürlich auch im Rahmen einer geführten Tour dort herumlaufen. Ich selbst möchte allerdings nicht zugetextet werden. 


Man kommt eventuell nicht überall rein, weil spezielle Villen nur bestimmte Eintrittszeiten haben oder eventuell gesondert gebucht werden müssen. Bemalte Innenräume sieht man aber auch so:


Die Rückkehr nach Neapel war problemlos.

(some text and the photos added, 04/2024)