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Mittwoch, 13. Mai 2026

Nuoro - Wieder in den Bergen

Terry's House, Nuoro (Doppelzimmer mit Balkon, 51 €/Nacht). Toppt nicht wegen Pub-Lärm, auch wenn ich keine Ohrstöpsel brauchte.

Ich hänge hier deutlich zurück. Das liegt an WiFi-Problemen. Ich habe vorhin wieder eine Mayamobile-eSim gekauft, aber die Wände in der Unterkunft lassen wohl auch kein gutes Signal durch. Nun gut.

Wie Macomer liegt Nuoro auf 550 m NN, hat aber 3  mal mehr Einwohner (33.000) und wirkt bergiger.



Irgendwie wirkte die Stadt auf mich ziemlich unlebendig, da hatte ich mehr erwartet. 



Echte Sehenswürdigkeiten gibt es auch nicht, auch wenn einzelne Straßenzüge durchaus überzeugen können:



Wahrscheinlich lohnt ein längerer Aufenthalt mit längeren Wanderungen, aber ich sah schon die Deadline meiner Reise. 

In der ersten Nacht gab es heftige Gewitter, die zwar Nuoro nicht voll trafen, aber für viele Blitze sorgten. Das Wetter wirkte nicht stabil/sicher am folgenden Tag, weshalb ich im Grunde nur in bzw. am Rande von Nuoro unterwegs war. 

Dennoch war es der Tag mit den bis dato meisten Schritten auf meiner Reise, da die speziellen Orte, die ich sehen wollte, etwas auseinander lagen.

Zunächst machte ich mich auf zur Necropoli di Maria Frunza. Das war ein ziemlich toller Weg in halber Talhanghöhe, der durch "echten" Wald führte: 


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Es wirkte fast wie Regenwald in einem Bergtal. Steineichen und Mastixsträucher fielen mir auf, es gab aber auch "normale" Eichen und Robinien. 

Ich weiß nicht, ob ich da so wirklich am Ziel war. Was ich sah, war ein Domus de Janas, also einen künstlich ausgehöhlten Wohnfelsen:



Wenn es dort mehr zu sehen gab, so lag es in völlig undurchdringlichen, unübersichtlichen und steilem Gelände.

Ich kehrte um und peilte die Domos de Janas Borbone an. Diese Stätte gefiel gut, wirkte mystisch:



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Das lag auch daran, dass die Geomorphologie im Umfeld besondere Strukturen aufwies, Blockmeere, Felsburgen, ausgehöhlte Tafoni-Felsen:



Ein weiteres Ziel war die Nuraghe di Ugolio, die aber schon ziemlich zusammengestürzt wirkte: 



Dieses Ziel lohnte sich nur bedingt. Rauf geklettert bin ich nicht.

Abschließend besuchte ich noch die Nuraghe di Tanca Manna, von der man in exponierter Lage über weite Teile der Stadt schauen kann. 



Alle diese Objekte waren nicht kostenpflichtig.

Sonntag, 10. Mai 2026

Castelsardo - Imposante Felsenburg an der Nordküste Sardiniens

 Sa Rosa e su Trapperi, Castelsardo (Doppelzimmer mit Bad,  free Coffee, 58 €/Nacht)

Der imposante Festungsfelsen ist auf dem ersten Blick schon beeindruckend:



Die unten vorbeiführen Hauptverkehrsstraße gibt dem Ort indes den Flair einer touristischen  Durchgangsstation:





Alles findet man dort. Meine Unterkunft habe ich jedoch in einem Strässchen direkt unterhalb der Burg ausgesucht. Besonders ruhig war es dort dennoch nicht, vielmehr waren die Möwen sehr laut, mitunter auch nachts.

Natürlich habe ich zunächst das Festungsviertel und die Festung selbst besucht. In letzterer ist heute ein für mich mäßig interessantes Korbflechtereimuseum. Aber die Aussicht interessiert:





Im Viertel an der Burg gibt es auch noch den ein oder anderen schönen View:


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Ich hatte noch einen zweiten Tag hier, den ich relaxt verbringen konnte. Ich war zunächst bei einem alten Turm in der Nähe des Yachthafens:


Auch dort hat man einen guten, anderen Blick auf den Festungsfelsen:


Im Yachthafen gibt es ein Skippercafé, reichte für meinen obligatorischen Cafe Americano und irgendein Hörnchen.

Danach ging ich an den kleinen Ortsstrand:


Dieser Strand hat zur Straße hin eine hohe Mauer, die Schatten bot. Echt optimal.


Ich las längere Zeit in meinem Roman.

Später ging ich noch unterhalb des Festungsfelsens lang. Teilweise gibt es eine parkähnliche Gestaltung:


.... ansonsten sieht man Felsen und Blumen:


Die Umgebung von Castelsardo bietet ansonsten zu Fuß für mich in der Umgebung nichts Interessantes.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Die Tage in Bosa

Guesthouse Bosa di Giuseppe, Bosa (Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad, Dachterrasse, 53 €/Nacht)

Bosa zählt wohl zu den schönsten Kleinstädten Sardiniens, gelegen an einem Fluss, bunte Häuser, enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, überragt von einer Burgruine:



Die Unterkunft gefiel mir wegen der Dachterrasse mit Blick auf die Stadt und Bergen:



Das Gemeinschaftsbad war allerdings vergleichsweise schwer erreichbar in diesem alten sardischen Haus mit den steilen Treppen, denn es lag nicht auf meiner Etage.

Am ersten Tag schaute ich Ort und Burgruine an:


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Am zweiten Tag ging ich durch macchienbewachsene Berghänge nach Bosa Marina. Mit einigen Zäunen kam ich klar, der Weg war nur abgesperrt, aber nicht abgeschlossen:


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In Bosa Marina steht der Torre di Bosa, ein Küstenwachturm, den man auch im oberen Bild schon auf der Landzunge sieht. Es ist interessant dort, auch wegen einem Lost Places:



Aber auch die Morphologie weist Besonderheiten in Form erosiv herauspräparierter Formen und Steine auf:



Danach las ich noch etwas am Strand in meinem Roman. Es war friedlich-beschaulich dort:



Danach besuchte ich noch einige Kirchen am Rande von Bosa. Sie waren alle wohl nicht mehr "in Betrieb":



Am dritten Tag ging ich noch etwas durch die Berghänge im Umfeld von Bosa. Im Wesentlichen sieht man Olivenbaumhaine an den Hängen:


In der Talaue sieht man auch Wiesen:



Es waren vergleichsweise relaxte Tage mit kürzeren Wanderungen und Ruhephasen.

Montag, 4. Mai 2026

Mehr Prähistorik - Die Tage in Macomer

La Fenice House, Macomer/Sardinien (Appartement mit Balkon und Küche, 60 €/Nacht)

Die Kleinstadt Macomer mit 9.000 Einwohnern ist nicht gerade ein Touristenort. Man merkt es sofort, man sieht keine Tourist*innen, Cafés sind extrem dünn gesät, es gibt Industrieruinen am höchsten Punkt der Stadt und im Umfeld des Bahnhofs.



Die wirkt etwas eigentümlich mit ihren wenig belebten Straßen.

>Lost Places<


Es gibt bemerkenswert viele Murals in der etwas grauen Stadt:


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Es gibt aber eine große Dichte an prähistorischen Stätten im Umfeld der Stadt. Einige Nuraghi liegen stadtnah. Es gibt ein relativ ansprechendes Ensemble von Friedhof, Kakteenpark und Nuraghe. Letztere, die Nuraghe Corte ist allerdings Wildnis, durch die man sich etwas durchkämpfen muss, ...


... während der Park einen guten Fußweg hat:


Auch die Nuraghe Orosai ist gut erreichbar:


Am zweiten Tag vor Ort machte ich einen Bahnausflug mit einem Schienenbus, eine absolute Nebenstrecke, die auch nicht von Trenitalia betrieben wird, sondern von der auf Sardinien tätigen Busgesellschaft:



Ich fuhr nur zwei Stationen nach Bortigali, einem größeren Dorf:


Übermäßig viel zu sehen gibt es dort nicht, aber dies war auch nicht meine Erwartung:


Vielmehr ging es darum, dort eine Wanderung zu machen, weil es diverse Nuraghi in der Umgebung gibt. Meistens waren sie allerdings faktisch nicht zu erreichen, weil die Zugänge/Felder gesperrt waren. 

Die Wege wirkten streckenweise ziemlich archaisch mit ihren Mauern aus großen Steinen. Einen Ort, der sich auf meiner Karten-App OsmAnd Ensemble Nuragic of Carrarzu'e Iddia nennt, war dann doch mit geringen Schwierigkeiten erreichbar. Ich zeige mal einige Bilder:


Das ist die Nuraghe. Sie hat auch einen (erhaltenen) Wasserspeicher:


Es gibt ein Dolmenfeld, das aber wahrscheinlich besser aus der Luft erkennbar ist:


Außerdem gefällt die archaische Umgebung:




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Prägend für nicht genutzte Landschaft ist der gerade gelb blühende Riesenfenchel, der 2 - 3 m hoch werden kann. Es ist eine typisch mediterrane Pflanzen, von der es regional divers einige Unterarten gibt:


Dieser Riesenfenchel ist in Deutschland's Natur nicht heimisch, da er nicht viel Frost aushält.

Ich wanderte bis nach Biroli, wo ich wieder in den Schienenbus stieg. Am Rande Dorfes schaute ich mir noch ein Gigantengrab an:


Am dritten Tag machte ich eine weitere Wanderung, die zu dem Komplex Tamuli führte. Der Ort liegt 5 km außerhalb von Macomer. Eine einsame Straße führt dort hin und vorbei. Landschaftlich ist der Weg ganz ansprechend, denn er führt über einen 720 m NN hoch gelegenen Sattel und bietet gute Ausblicke:


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Interessanterweise ist dieser Ort kostenpflichtig (5 €), und es gab auch einige motorisierte Besucher. Ich fand es bemerkenswert, dass der Ort am 1. Mai geöffnet hatte.


Zu sehen gibt es dort eine Nuraghe, nuraghische Dorfruinen, drei Gigantengräber mit Bäthyle, also Steine, die Gottheiten symbolisieren: 


.... die Bäthyle😊.


.... eines der Gigantengräber.

Man hatte auch eine tolle Aussicht. Auf dem Foto unten sieht man eine weitere (nicht erreichbare) Nuraghe am Horizont:


Auf dem Weg zurück fällt der Blick auf Macomer:


Leider musste ich denselben Weg zurücklaufen. Es gibt keine Alternative.