Mittwoch, 25. Oktober 2023

Ein Bahnausflug nach Melfi

Diese Kleinstadt wird von einem Kastell am höchsten Punkt dominiert. Außerdem gibt es recht viel, wenn auch nicht besonders gut erhaltene Stadtmauer. 


Diverse alte Kirchen gibt es natürlich auch noch in der Altstadt. 


Vom Bahnhof aus kann man zudem einen Weg vorbei an Höhlen und verfallenen Höhlenhäusern nehmen. Der Pfad und die Lokalitäten wirken etwas verwahrlost.


Wirtschaftlich wirkt der Ort ziemlich "abgemeldet". Es gibt kaum Touristen und in Konsequenz nur spärlich Gastronomie und sonstige Geschäfte, nicht mal am Kastell.


>Eindrücke aus Melfi<


Im Kastell ist ein Museum, das ich auch besuchte. 


Man sieht dort vor allem archäologische Funde aller Art, etwa Urnen, Gefäße, Waffen.


Vom Kastell aus, aber auch schon von den vorgelagerten Terrassen des Berghügels aus, gibt es einen ganz guten Blick auf die Stadt und die karg wirkende Agrarlandschaft:


>Views in die Landschaft<


Auf dem Vorplatz dösten Katzen:


Das Wetter heute war durchwachsen. Anfangs regnete es ab und zu, später gab es auch Sonne. Zurück in Potenza war es ziemlich kalt, deutlich unter 20 Grad und windig.

(some text and photos added, 01/2024)

Dienstag, 24. Oktober 2023

Steile Wege in Potenza

Casa Retro, Potenza (45 €/Nacht mit eigenem Bad und erstmals gutem Frühstücksambiente)

Eine Stadt mit etwa 65.000 Einwohnern. Ich kam mit einem Intercity hin, anderthalb Stunden ab Salerno. Die Stadt liegt auf einem bis 820 m NN ansteigenden Bergrücken. 


>Stadtpanorama Potenza<

Auf dem Kamm verläuft etwa die Fußgängerzone. Dort war auch die Unterkunft.


>Eingangstor zur Unterkunft<

Zu sehen gibt es hier wenig, daher auch keine Touristen. Hm, ich sollte nach Hause fahren.


>Regierungssitz der Provinzverwaltung und historischer Turm<


Die vergleichsweise geringe Attraktivität hängt mit wiederholten Erdbeben und auch Bombardierungen im 2. Weltkrieg zusammen. Ein paar alte Gebäude gibt es natürlich. Interessanter finde ich allerdings die Cafés.

Jenseits der Fußgängerzone ist es mühsam, hier herumzulaufen, da es ziemlich steil hoch und runter geht. Als ich ankam, nahm ich einen Schienenbus, der vom Bahnhof um den Bergrücken herumfährt und auch am Beginn der Fußgängerzone eine Station hat. Bezahlt habe ich nichts, da ich keinen Automaten etc. sah, aber die Fahrten sind wohl kaum umsonst, oder?

Die Autos fahren in langen Serpentinen hoch/runter, die Fußgänger können die Wege oft abkürzen. Viele Treppenstufen sind das dann allerdings, selten mal sogar ein Fahrstuhl, der auf ein höheres Straßenniveau führt. 


>Wege, die auf ein höheres oder tieferes Niveau des Bergrückens führen, aber auch zu Hauseingängen<


Es gibt Aussichtsterrassen, aber wie gesagt, wenig Spektakuläres zu sehen. Es sind in der Regel vielstöckige Neubauten, die man sieht.


>Panorama<


>Panorama II<


In die Unterkunft ging es wieder mit Code und Key. Ich sah eine Nachricht in booking.com mit einer ziemlich guten - auch bildlichen - Beschreibung. Das funktionierte diesmal ganz gut.


Abends windete es deutlich. Das Wetter wird risikobehafteter und man braucht eine Jacke.

(photos added, 12/2023)

Montag, 23. Oktober 2023

Auf dem Vesuv

Dort fahren Busse hoch. Das muss man vorher buchen. Die Autos dürfen längst nicht so weit hoch fahren wie die Busse. Das würde es nicht bringen, selbst wenn man ein Auto dabei hätte.

Das Vesuv-Ticket muss man auch vorher buchen, aber nicht zwingend beide zusammen. Ich habe das aber gemacht. Das kostete 37 €, ein angemessener Preis, von Pompei hoch und auch wieder zurück.


>Im unteren Bereich des Vulkans nahe beim Parkplatz<


Von der Tourleitung werden einem nur anderthalb Stunden eingeräumt, um die 150 Höhenmeter hoch und runter zu bewältigen und auf dem Kraterrand langzulaufen. Man kann nur die Hälfte des Kraterrandes langlaufen, und dann geht es wieder zurück, der Rest des Kraterrandes ist gesperrt. 


>Neben verschiedenfarbigen Asche-/Schlackeschichten gibt es am Kraterrand sogar Kiefern zu sehen<


Der ganze Weg hoch und runter incl. Kraterrand sind es vielleicht 2,6 km. Man kann das gut schaffen in den anderthalb Stunden, wenn die Bedingungen günstig sind - wie heute, aber zwei Stunden Aussicht genießen ist natürlich nicht drin, und vermutlich auch gar nicht gewollt, da es dann Engpässe auf dem Kraterrand geben könnte.

Wie auch immer, es war als Eindruck ganz nett bei schönstem, sonnigen, windfreiem Wetter. Man brauchte noch nicht mal eine Jacke. 

Spektakulärere Vulkanlandschaften kann man wahrscheinlich woanders besser sehen. Hier hat man nur den Vulkankrater mit einigen Felsen und die Aschehänge mit kleineren runsenartigen Erosionsformen, aber beispielsweise keine von Lava verschütteten Häuser auf der Tour. 


>Felsen und Aschegeröllhänge<



Die vulkanische Aktivität war gering, manchmal konnte man kleinere Fumarolendämpfe aufsteigen sehen:


Die Sicht war mäßig, zumal ich mittags oben war. Wahrscheinlich ist aber die atmosphärische Luftfeuchtigkeit generell zu hoch, da es in den letzten Tagen gelegentlich geregnet hat.


Unten wieder am Parkplatz angekommen, war das Chaos perfekt. Der Fahrer sagte uns, dass wir dort wieder abgeholt würden, es aber ein anderer Fahrer und ein anderer Bus sein könnte. Also beste Voraussetzungen für ein Chaos. 


Wir standen dort bestimmt eine Stunde herum, bevor einer der vielen Busse und Minibusse uns mitnehmen wollte. Das mit den "anderthalb Stunden" sollte man wohl nicht zu ernst nehmen.

(slightly changed and photos added, 01/2024)