Samstag, 28. Oktober 2023

Bollwerke in Ancona

Il Balcone Sul Corso, Ancona, 50 €/Nacht (Appartement mit Balkon und Frühstück). Das Geld schmilzt wohl dahin, aber booking.com hatte nichts Günstigeres im Angebot. Das Appartement ist immerhin süß und geräumig, liegt direkt über der Fußgängerzone.

Auf der Ferrovia Adriatica verlegte ich heute mittels IC mein Quartier von Termoli in zweieinhalb Stunden 215 Bahnkilometer nach Nordwesten. Oft fährt der Zug direkt an der Adria entlang. Aus meiner Sicht gibt es auf der Strecke keine potenziell interessanten Ziele, auch wenn es natürlich Strandorte gibt.


Ancona, eine kleinere Großstadt, war mal ein Kriegsschiffhafen. Die Kriegsschiffe gibt es nicht mehr, aber auf den Stadthügeln Ruinen 100-150 Jahre alter Befestigunganlagen, Forts, Kasematten, Pulvermagazine. 


Ich war heute am alten Leuchtturm, ein schöner, leicht morbider Ort verfallender Bausubstanz über 50 m hohen Klippen am Meer. 


Man hat Sicht auf die Stadt unterhalb, und Ruinen alter militärischer Einrichtungen gibt es auch hier. Der Blick über die blaue Adria ist weit.


Abends genoss ich ein Bier mit dazu servierten Erdnüssen und Ships in der Fußgängerzone. 22/23 Grad dürfte es noch gehabt haben.


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Ein zweiter Tag bei angenehmen 26 Grad, an dem ich zumeist gemütlich in Ancona herumschlenderte und auch noch weitere Festungsbauwerke erkundete.


Die zentrale Festung auf dem Stadthügel ist heute jedoch nicht mehr so wirklich interessant, da sie zu einem austauschbaren, wenn auch von der Bevölkerung angenommenen Parkgelände umgestaltet wurde. Gleichwohl sah ich noch Führungen, die sich mit diesem Teil der Stadtgeschichte beschäftigen. Ein paar Ruinen sind auch noch erhalten. Ich besuchte noch weitere Teile der Festungsbauwerke, aber nicht alle sind zugänglich.

Leckeren Kaffee und Bier genoss ich ebenfalls im Freien, besuchte noch die Kirche oberhalb des Hafens.


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Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich nicht - jedenfalls nicht im gewohnten Rhythmus - per Zug durch die Alpen zurück nach Köln fahren kann, wenn ich hier meine Ziele weiterverfolgen möchte. Das ist zu weit, langwierig, und mir fehlt im Ergebnis die Zeit dafür. Man müsste sehr teure, schnelle Züge nehmen oder langsamere Züge und jeden Tag das Quartier wechseln, und dazu habe ich keine Lust.

Deshalb ist geplant, einen Eurowings-Flug ab Mailand zurück nach Köln zu buchen. Ich trödele lieber hier noch etwas in der Gegend rum.

(photos added, 07/2024)

Freitag, 27. Oktober 2023

An einem Adria-Strand in Termoli

Eine Kleinstadt an der Adria. Eine winzige historische Altstadt ragt auf einem Bergsporn ins Meer, visuell dominiert von einer Kirche. 

>Altstadt und Kirche<


Vor dieser Altstadt liegt eine alte Turmburg: 


In der Stadtmauer wohnen/brüten Tauben:


Oben auf der Stadtmauer hat man natürlich den perfekten Meerblick:


Der Felssporn mit der Altstadt ist vom Festland durch einen Einschnitt abgetrennt. Man sieht im folgenden Bild, wie es zunächst runter und dann wieder hoch geht:


Das heutige Zentrum einschließlich der meisten Geschäfte und Cafés schließt landeinwärts an die Altstadt an.

>Der zentrale Platz in der Neustadt<

Beidseitig des Sporns gibt es Sandstrand, den ich heute etwas genoss.


>Der Strand von Termoli<


Der konzerngesteuerte Massentourismus ist saisonal vorbei. Ich nehme an, dass die Strandhotels geschlossen haben. Am Strand waren jedenfalls nur eine Handvoll Menschen. 

Dabei war es ein schöner 25/26-Grad-Tag, perfekt um an der Brandungslinie barfuß herumzulaufen, im Schatten herumzudösen und zu lesen.

Ein besonderes Fotomotiv ist insbesondere das Fischerhaus:


Insgesamt finde ich Termoli nicht "belastbar" für einen längeren Aufenthalt, es gibt zu wenig zu tun und zu sehen im Ort, und das Hinterland ist wohl eher unspektakulär. Man kann annehmen, dass die anderen Seite der Adria in Kroatien deutlich interessanter ist, sowohl mit Blick auf die Orte als auch erst Recht mit Blick auf die Landschaft.

(slightly changed and photos added, 01/2024)

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Exploring Foggia

Cairoly Rooms, Termoli (41 €/Nacht mit Frühstück)

Foggia ist eine kleinere Großstadt, die allgemein wohl eher nicht auf einem Reiseprogramm steht. Ich war auch nur zwei Stunden dort, vor allem, weil der Zug dort endete. 

Die Stadt wirkt etwas eigentümlich in ihrer Mischung aus alt, sanierungsbedürftig und neu/modern. 


>In der Altstadt<


...... Straßenzüge


....... alte Häuser


In der Altstadt gibt es auch eine ganze Reihe altertümlich wirkender Kirchen:

>Kirchen<

Auch Paläste oder Klosteranlagen gibt es:


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Es gibt "Wohnviertel", die über mehrere Straßenzüge kleinteilig eingeschossig bebaut sind. Citynah ist so ein Baustil sehr ungewöhnlich in Europa, es wirkt fast wie städtebaulich integrierte Slumstrukturen. Wirklich erkundet habe ich diese Viertel nicht. Mir waren abseits der Hauptgeschäftsstraßen sowieso zu wenige Menschen in den Gassen der Altstadt unterwegs.


Ich fuhr mit einem IC weiter nach Termoli. Morgen werde ich hier meine Zehen in die Adria stecken und barfuß einen Strandspaziergang machen.

PS: dies ist auch wieder so eine Self-Check-In- Unterkunft. Aber wie auch schon in Potenza wird alles schön per WhatsApp erklärt, auch mit Videos. Diesmal auch mit Filmchen, wie man die Kaffeemaschine bedient. Sehr wichtig!

(text slightly changed, photos added, 01/2024)