Dienstag, 31. Oktober 2023

Ein Bahnausflug nach Assisi

Assisi hatte ich gar nicht "auf dem Schirm". Der Zug in der Ebene zog vorbei und zeigte mir eine Stadt 200 Höhenmeter über der Aue mit Kirchen, Stadtmauer und Burg oberhalb der Stadt, geographisch also top gelegen. 


Deshalb machte ich heute einen Bahnausflug nach Assisi, zumal der Ort je nach Zugverbindung nur 20 - 30 min. von Perugia entfernt liegt. 


Der etwa dreieinhalb Kilometer weite Weg in die Stadt ist durch einen etwa halbstündig verkehrenden Stadtbus gut erschlossen, denn der Ort erwies sich als touristisch und sakral hoch bedeutsam mit entsprechenden Busbedarf. Tagesbesucher reisen hier auch gern von Rom an.

Über den Heiligen Franz von Assisi könnt ihr im Bedarfsfall selber nachlesen, z.B. natürlich bei Wikipedia.


Die große Kirche auf dem Sporn am oberen Ende der Stadt ist durchaus beeindruckend, auch wegen der Wandmalereien im Innern. Außerdem sieht man "lebendige" Religion, beispielsweise niederkniende und betende Gläubige vor einem Heiligenbild.


Ich ging weiter zur höher gelegenen Burganlage, musste unterwegs gelegentlich pausieren wegen kurzer Regengüsse und Gewitter. 


>Auf der Burg<


So wirklich erkundet habe ich die Burganlage dann auch nicht, da es meist regnete und mir manche nasse Steintreppe zu riskant erschien.


Der Ort selbst bietet noch weitere Kirchen, auch enge Treppengassen und Aussichtspunkte. 


Besonders die Aussicht runter in die Talebene hat es mir angetan.


Aufgrund seines guten Erhaltungszustands ist der Ort UNESCO- Weltkulturerbestätte.


Insgesamt war es ein lohnender Ausflug mit auch unproblematischer Rückkehr nach Perugia.


(photos added, 04/2024)

Montag, 30. Oktober 2023

Perugia's Altstadt

Hotel Signa, Perugia (Zimmer mit Bad und Frühstück, 54 €/Nacht)

Die Zugverbindung "Ancona - Perugia" war für meine Bedürfnisse suboptimal, weshalb ich erst mittags losfahren konnte und dann dreieinhalb Stunden brauchte, da ich auch noch umsteigen musste. Die Fahrt ging durch die umbrischen Berge.

Angekommen, kann man nahe des Hauptbahnhofs mit der "Mini-Metro" in die Altstadt hochfahren, immerhin 3 km und 140 Höhenmeter bergauf. 


Das ist wirklich eine innovative kleine Bahn, die wohl alle 3 Minuten kommt:


Die Unterkunft war Berg runter leicht zu finden, ein echtes kleines Hotel mit besetzter Rezeption (!) - erstmals auf dieser Reise. Zwar zu teuer für mein gewohntes Budget, aber was will man machen; die Verbraucherinsolvenz kommt dann eben einen Monat früher😉.

Ich ging noch etwas durch die Altstadt, trank einen Café Americano, aß ein Teilchen und schon bald war es dann dunkel. In der Dunkelheit kann die Altstadt allerdings auch Stimmung entfalten:


>Im Dunkeln in Perugia<


Oben in der Altstadt gibt es beachtliche Aussichtsterrassen ... 


>Panoramen<


... und Paläste:


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Es gibt schmale Gassen in der Altstadt:


Die Müllentsorgung erfordert entsprechend kleine Müllfahrzeuge:


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Draußen stürmt es jetzt. Der Sommer endet nun vielleicht auch in Italien heute.

(slightly changed an photos added, 04/2024)

Samstag, 28. Oktober 2023

Bollwerke in Ancona

Il Balcone Sul Corso, Ancona, 50 €/Nacht (Appartement mit Balkon und Frühstück). Das Geld schmilzt wohl dahin, aber booking.com hatte nichts Günstigeres im Angebot. Das Appartement ist immerhin süß und geräumig, liegt direkt über der Fußgängerzone.

Auf der Ferrovia Adriatica verlegte ich heute mittels IC mein Quartier von Termoli in zweieinhalb Stunden 215 Bahnkilometer nach Nordwesten. Oft fährt der Zug direkt an der Adria entlang. Aus meiner Sicht gibt es auf der Strecke keine potenziell interessanten Ziele, auch wenn es natürlich Strandorte gibt.


Ancona, eine kleinere Großstadt, war mal ein Kriegsschiffhafen. Die Kriegsschiffe gibt es nicht mehr, aber auf den Stadthügeln Ruinen 100-150 Jahre alter Befestigunganlagen, Forts, Kasematten, Pulvermagazine. 


Ich war heute am alten Leuchtturm, ein schöner, leicht morbider Ort verfallender Bausubstanz über 50 m hohen Klippen am Meer. 


Man hat Sicht auf die Stadt unterhalb, und Ruinen alter militärischer Einrichtungen gibt es auch hier. Der Blick über die blaue Adria ist weit.


Abends genoss ich ein Bier mit dazu servierten Erdnüssen und Ships in der Fußgängerzone. 22/23 Grad dürfte es noch gehabt haben.


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Ein zweiter Tag bei angenehmen 26 Grad, an dem ich zumeist gemütlich in Ancona herumschlenderte und auch noch weitere Festungsbauwerke erkundete.


Die zentrale Festung auf dem Stadthügel ist heute jedoch nicht mehr so wirklich interessant, da sie zu einem austauschbaren, wenn auch von der Bevölkerung angenommenen Parkgelände umgestaltet wurde. Gleichwohl sah ich noch Führungen, die sich mit diesem Teil der Stadtgeschichte beschäftigen. Ein paar Ruinen sind auch noch erhalten. Ich besuchte noch weitere Teile der Festungsbauwerke, aber nicht alle sind zugänglich.

Leckeren Kaffee und Bier genoss ich ebenfalls im Freien, besuchte noch die Kirche oberhalb des Hafens.


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Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich nicht - jedenfalls nicht im gewohnten Rhythmus - per Zug durch die Alpen zurück nach Köln fahren kann, wenn ich hier meine Ziele weiterverfolgen möchte. Das ist zu weit, langwierig, und mir fehlt im Ergebnis die Zeit dafür. Man müsste sehr teure, schnelle Züge nehmen oder langsamere Züge und jeden Tag das Quartier wechseln, und dazu habe ich keine Lust.

Deshalb ist geplant, einen Eurowings-Flug ab Mailand zurück nach Köln zu buchen. Ich trödele lieber hier noch etwas in der Gegend rum.

(photos added, 07/2024)