Montag, 6. November 2023

Ein Spaziergang durch Verona

Cabanon Urban Apartments, Peschiera del Garda (53 €/Nacht, mit Balkon)

Verona war eine Durchgangsstation für mich, denn man kann häufig sowieso nicht vor 14/15 Uhr irgendwo sein Quartier beziehen. 

Verona liegt unmittelbar am Südrand der Alpen. Die Altstadt liegt in einer Schleife der Adige (Etsch), die hier als relativ mächtig dahinströmender Fluss das Stadtbild prägt. 


Wenn man vom Bahnhof kommend die Stadtmauer passiert, dann durch die Altstadt bis zur Spitze der Flussschleife geht und die Brücke passiert, kommt man zu einem Kastell auf einem steilen Hügel (Castel San Pietro). 


>Castel San Pietro<


Man kann kann mit einer kleinen Schienenbahn zum Kastell hochfahren. Dort befinden sich Aussichtsterrassen mit Blick über die Altstadt, deren Panorama durch einige markante Kirchtürme und eben die Adige-Schleife geprägt ist.


>City-Panorama Verona<


Es gibt auch in der Altstadt am Fluss noch eine bedeutende Festung (Castelvecchio) mit einer markanten zinnenbewehrten Brücke (Ponte Scaligero). 


In der Altstadt kann man am Amphitheater vorbei gehen und sollte sich wohl den Plaza delle Erbe ansehen. 


Ich möchte aber anmerken, dass man auch in Italien Talent hat, historische Stätten durch mobile Schnickschnack-Verkaufsständen mit vorzugsweise weißen Dächern visuell zu verschandeln.


Die Altstadt ist auch UNESCO-Welterbestätte. Ob sie es wirklich verdient hat, lasse ich mal offen.


Die Stadtmauer würde wahrscheinlich eine nähere Inaugenscheinnahme rechtfertigen. 


Besonders jenseits der Adige-Schleife zieht sich die Stadtmauer noch über die Hügel jenseits des Castels San Pietro hin. 

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Der Check-in-Prozess in oben angegebene Unterkunft war eine mittlere Katastrophe, schon im Vorfeld. Ich habe Probleme damit, wenn der Anbieter Anmeldeprozeduren und Dokumente auf Wegen außerhalb von booking.com verlangt oder wichtige Informationen nicht über booking.com frei gibt, obwohl die Unterkunft über booking.com gebucht wurde, denn dies erfordert mitunter erhebliche Kenntnisse über Apps wie WhatsApp auf meinem Smartphone.

(photos added, 04/2024)

Sonntag, 5. November 2023

Ein Besuch in Treviso

Treviso ist eine kleine ummauerte Stadt etwa 30 km NNW von Venedig. Man kommt leicht mit der Bahn hin.

Einige Flüsschen durchqueren die Stadt oder sind Teil der Stadtbefestigung. 


>Viel Wasser<


Einige alte Gemäuer und Kirchtürme gibt es zu sehen:


>In der Altstadt<


Das Stadttor ist auch sehenswert:


Oder dieses ehemalige Fabrikgebäude:


Insgesamt hatte ich jedoch nicht den Eindruck, den Ort unbedingt gesehen haben zu müssen. 


Sicherlich kann man in Treviso ganz gut einen Kaffee trinken oder etwas essen. Mir selbst stand der Sinn nach Kebab.

In Venedig habe ich dann später noch einen Dämmerungsspaziergang mit Abendsonne gemacht:


>in Venedig<


(photos added, 12/2023)

Spaziergänge in Venedig

Besseres Wetter. Sonnig, aber kühl. Ich ging heute "endlos" rum in Venedig, über 26.000 Schritte, der zweithöchste Wert nach dem ersten Rom-Tag.

Zunächst war ich - nach einem soliden Frühstück -  noch im Forte Marghera hier in Mestre. Gleichwohl liegt es am Rande des Ortes, einige Kilometer entfernt. Es hat sich nur bedingt gelohnt, diese alten Festungsanlagen zu besichtigen, der Erhaltungszustand der Bauwerke ist überwiegend schlecht, so dass der Ort eher ökologisch interessant ist.


Es gibt noch einige weitere Forts, die Mestre umgeben.

Im City-Kern von Venedig bin ich in vielen Gegenden jetzt gewesen. 


Die Hauptwege sollte man eher wegen Kommerz und Überfüllung meiden. Das geht ganz gut, aber es gibt Nadelöhre wie die Rialto-Brücke, die kaum vermeidbar sind, weil die größeren Flüsse nur von wenigen Brücken überquert werden.


Früher konnte man sich gut verlaufen in Venedig, heute sagt einem das Smartphone meist, wo man ist. Manchmal versagt das GPS kurzzeitig in engen Gassen. Wenn es darum geht, den kürzesten Weg zu nehmen, ist es häufig einfacher, dem Menschenstrom zu folgen. 


Es gibt wohl keine andere Stadt in Europa, wo GPS so nützlich ist wie hier, denn viele Wege führen einfach nicht zu einer Brücke, enden in Hinterhöfen oder an einem Kanal oder bedeuten längere Umwege.


Im Dunkeln oder im Nebel ist Venedig natürlich auch spannend. Ich denke immer an die verwachsene kleine Kreatur im roten Mantel mit der Sichel, aber die meisten Tourist*innen kennen sie wohl nicht. Nicolas Roeg hat in seinem unheimlichen Mystery-Thriller "Wenn die Gondeln Trauer tragen" (1973) Venedig verewigt. Die Stadtverwaltung war damals nicht begeistert, fürchtete erheblich nachteilige Auswirkungen auf den Tourismus.




(photos added, 09/2024)