Dienstag, 28. Juli 2020

Bücherwelten: Nury Vittachi's Roman „Der Fengshui-Detektiv“

Dieses Buch, im Jahr 2000 unter dem Titel „The Feng Shui Detective“ erschienen, bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe Folgebände, die um den in Singapore ansässigen chinesischen Detektiv kreisen. 

In diesem Band wird ihm von einem australischen Geschäftspartner dessen junge Tochter als Praktikantin aufgedrängt. Und mit ihr und ihrer schnodderigen Teenie-Art muss er sich auseinandersetzen und nebenbei komplizierte Fälle lösen, einige Morde inklusive. 

Es sind mehrere Geschichten, die hier erzählt werden und das ungleiche Paar in diverse Länder wie Malaysia, Indien und Vietnam führen, wohin sie von ihren Auftraggebern gerufen werden. Auftraggeber sind Privatleute oder Firmen, aber auch der Abt einer Tempelanlage. 

Vielfach geht es dann darum, schlechte Einflüsse, verursacht durch unbedacht konzipierte Räume und Büros, durch Umplanungen besser zu gestalten und nebenbei die skurrilen Hintergründe der Todesfälle oder Unglücke aufzuklären. 

Das Buch ist locker-flüssig geschrieben bzw. übersetzt, der inhaltliche Tiefgang der Geschichten jedoch manchmal eher mäßig. Man erfährt aber auch etwas über asiatische Kultur, vor allem auch der Esskultur. 

Der in Sri Lanka geborene, aber britisch aufgewachsene Autor „ist eben ein Schelm, der sich an dem Buffet klassischer Krimis reichlich bedient und mit diesen Zutaten ein typisch asiatisches Gericht zubereitet: ungewohnt, exotisch, bunt und scharf“, meint die krimi-couch.

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