Die vietnamesisch-indonesische Autorin hat mit ihrem in 2020 erschienenen Roman eine autobiographisch geprägte Familienchronik epischen Ausmaßes geschrieben, die sie fühl- und greifbar auch in die Geschichte Vietnams anhand vieler Einzelschicksale einbettet. Vorwiegend geht es um die Jahre 1930 – 1980. Es ist vor allem die Großmutter, die der 1960 geborenen Enkelin hier viel erzählt.
Man erlebt hier japanische Besetzung, Landreform und Hungersnot sowie den Vietnam-Krieg hautnah.
Vielleicht ist die Geschichte etwas zu geradlinig ohne allzu großen psychologischen Tiefgang in der Figurenzeichnung erzählt, auch wenn sie nicht strikt chronologisch erzählt wird.
"Man sollte das Buch also bitte nicht wegen seiner Sprache lesen, sondern wegen des schonungslos grellen Schlaglichts, das es auf Vietnams brutale Geschichte wirft und auf jene, die darunter bis heute zu leiden haben“, stellt die sueddeutsche dazu fest.
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