La Fenice House, Macomer/Sardinien (Appartement mit Balkon und Küche, 60 €/Nacht)
Die Kleinstadt Macomer mit 9.000 Einwohnern ist nicht gerade ein Touristenort. Man merkt es sofort, man sieht keine Tourist*innen, Cafés sind extrem dünn gesät, es gibt Industrieruinen am höchsten Punkt der Stadt und im Umfeld des Bahnhofs.
Die wirkt etwas eigentümlich mit ihren wenig belebten Straßen.
>Lost Places<
Es gibt bemerkenswert viele Murals in der etwas grauen Stadt:
....
Es gibt aber eine große Dichte an prähistorischen Stätten im Umfeld der Stadt. Einige Nuraghi liegen stadtnah. Es gibt ein relativ ansprechendes Ensemble von Friedhof, Kakteenpark und Nuraghe. Letztere, die Nuraghe Corte ist allerdings Wildnis, durch die man sich etwas durchkämpfen muss, ...
... während der Park einen guten Fußweg hat:
Auch die Nuraghe Orosai ist gut erreichbar:
Am zweiten Tag vor Ort machte ich einen Bahnausflug mit einem Schienenbus, eine absolute Nebenstrecke, die auch nicht von Trenitalia betrieben wird, sondern von der auf Sardinien tätigen Busgesellschaft:
Ich fuhr nur zwei Stationen nach Bortigali, einem größeren Dorf:
Übermäßig viel zu sehen gibt es dort nicht, aber dies war auch nicht meine Erwartung:
Vielmehr ging es darum, dort eine Wanderung zu machen, weil es diverse Nuraghi in der Umgebung gibt. Meistens waren sie allerdings faktisch nicht zu erreichen, weil die Zugänge/Felder gesperrt waren.
Die Wege wirkten streckenweise ziemlich archaisch mit ihren Mauern aus großen Steinen. Einen Ort, der sich auf meiner Karten-App OsmAnd Ensemble Nuragic of Carrarzu'e Iddia nennt, war dann doch mit geringen Schwierigkeiten erreichbar. Ich zeige mal einige Bilder:
Das ist die Nuraghe. Sie hat auch einen (erhaltenen) Wasserspeicher:
Es gibt ein Dolmenfeld, das aber wahrscheinlich besser aus der Luft erkennbar ist:
Außerdem gefällt die archaische Umgebung:
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Prägend für nicht genutzte Landschaft ist der gerade gelb blühende Riesenfenchel, der 2 - 3 m hoch werden kann. Es ist eine typisch mediterrane Pflanzen, von der es regional divers einige Unterarten gibt:
Dieser Riesenfenchel ist in Deutschland's Natur nicht heimisch, da er nicht viel Frost aushält.
Ich wanderte bis nach Biroli, wo ich wieder in den Schienenbus stieg. Am Rande Dorfes schaute ich mir noch ein Gigantengrab an:
Am dritten Tag machte ich eine weitere Wanderung, die zu dem Komplex Tamuli führte. Der Ort liegt 5 km außerhalb von Macomer. Eine einsame Straße führt dort hin und vorbei. Landschaftlich ist der Weg ganz ansprechend, denn er führt über einen 720 m NN hoch gelegenen Sattel und bietet gute Ausblicke:
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Interessanterweise ist dieser Ort kostenpflichtig (5 €), und es gab auch einige motorisierte Besucher. Ich fand es bemerkenswert, dass der Ort am 1. Mai geöffnet hatte.
Zu sehen gibt es dort eine Nuraghe, nuraghische Dorfruinen, drei Gigantengräber mit Bäthyle, also Steine, die Gottheiten symbolisieren:
.... die Bäthyle😊.
.... eines der Gigantengräber.
Man hatte auch eine tolle Aussicht. Auf dem Foto unten sieht man eine weitere (nicht erreichbare) Nuraghe am Horizont:
Auf dem Weg zurück fällt der Blick auf Macomer:
Leider musste ich denselben Weg zurücklaufen. Es gibt keine Alternative.

























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