Affittacamere II Maginon, Santa Teresa Gallura (Doppelzimmer mit Bad, Kühlschrank, 50 €/Nacht). Überzeugt nicht aufgrund ungeklärter WiFi-Probleme. Ich schätze, das WiFi ist hier kostenpflichtig.
Ich beschloss, das Landesinnere wieder zu verlassen und im Norden an die Küste zu gehen - in einen freundlicher wirkenden, etwas wärmeren Ort mit Tourist*innen. Die Aktion machte zwei Zugfahrten und eine Busfahrt erforderlich, etwa je anderthalb Stunden.
Ich schätze mal, es war für mich die richtige Entscheidung, allerdings ist es auch hier ziemlich kühl dieser Tage (um 20 Grad) und sehr windig/böig.
Ich müsste hier schon einmal gewesen sein, denn es ist der Ort, von dem man von/nach Korsika übersetzt. Das habe ich im Sommer 1981 gemacht. Ich vermute aber, gar nicht hier geblieben zu sein, also nur den Busbahnhof damals kennengelernt zu haben. Keine Ahnung, wie es dort und im Ort damals aussah, heute jedenfalls wirkt Vieles neu/modern. Es ist jedoch ein charmanter Touristenort mit nur 5.000 Einwohnern, der viel hat, natürlich auch Cafés und einen Strand.
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Abends bummelte ich noch durch den Ort, besuchte auch den Turm Longonsardo am Ortsrand am Meer, der im 16. Jahrhundert erbaut wurde und den Hafen bewacht:
Hier und auf den vorgelagerten Terrassen finden sich viele Tourist*innen zum Sonnenuntergang ein, auch wenn es zurzeit aufgrund der windexponierten Lage weniger sein mögen.
Am nächsten Tag machte ich eine Küstenwanderung durch die Macchie-Granitfels-Landschaft mit ihren Felsburgen und Tafoni:
Westlich des Ortes gibt es einen ausgedehnten Küstenbatterie-Standort aus dem 1. Weltkrieg, Ruinen von Bunkern, Häusern.
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Ich entdeckte nicht alle, und manche Bunker sind auch in Felsburgen integriert, ähneln mitunter den Nuraghen.
Diese Wanderung war ganz nett. Am Ende besuchte ich noch das Gigantengrab Lu Brandali. Dort gibt es auch ein Nuraghen-Dorf, zu dem das Grab gehört:
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Der Besuch war kostenpflichtig, hier mit 3 € aber sehr moderat.
Abends aß ich noch einen Döner-Teller. 4 € für ein Cola-Fläschchen sind aber nicht ok.
Am nächsten Tag, also heute, ging ich am Hafen spazieren:
Man sieht hier, wo der Reichtum hängt. Millionenwerte liegen ungenutzt im Wasser.
Oberhalb des Hafens liegt - abgesehen von einer weithin sichtbaren Trafostation - noch die Chiesa Nuragica, eine Kirche, die baulich den Nuraghen nachempfunden wurde:
Geöffnet war sie aber nicht. Man hat von dort einen guten Blick über die Hafenbucht:
Ich wollte dann noch gemütlich am Strand sitzen und lesen, aber nach vielleicht 45 min. fing es an zu regnen. Es war nur kurz, aber irgendwie musste man weg. Es ist nicht so einfach möglich, in kurzer Zeit einen regengeschützten Platz zu erreichen, zumal der Strand unten unterhalb der Stadt liegt:
Ich las dann etwas länger auf einer Sitzbank am zentralen Platz des Ortes. Aber es wurde hier wegen Wolken und viel Wind auf die Dauer auch zu ungemütlich.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Käppchen, dass ich als Sonnenschutz brauche, nicht sicher auf dem Kopf blieb dieser Tage, aber auch nicht verloren ging. Der Wind ist in Böen so stark, dass er zumindest Plastikstühle der Gastronomie weg reißt. Sollte mich nicht wundern, wenn ich mich hier in den letzten Tagen noch erkälten werde.









































































