Sonntag, 12. März 2023

Praia (III)

Der letzte Tag auf den Kapverden. Der Flieger nach Lissabon geht um 01:00. Also, ich frühstückte gemütlich in Assomada, machte dabei den online-Check-in für den TAP-Flieger, nachdem ich gestern Abend schon eine Unterkunft in Lissabon gebucht hatte.

Danach bezahlte ich die Unterkunft (auf den Kapverden ist Barzahlung der Regelfall) und verließ die Unterkunft. Wider Erwarten konnte ich direkt einen Public Minibus (hier Aluguer genannt) auftun, ohne auch nur eine Minute warten zu müssen. Sehr überraschend, denn der Sonntag gilt als heikler Reisetag, an dem weit weniger los ist als an anderen Tagen. Andererseits ist "Tarrafal - Assomada - Praia" natürlich die Hauptroute auf Santiago.

Jetzt hänge ich hier in Praia am zentralen Platz rum. Habe gerade Spaghetti mit Thunfisch verspeist und einen Cafe Americano getrunken. 

Noch 6/7 Stunden, bevor es überhaupt lohnen kann, mit dem Taxi zum Airport zu fahren. Ich werde mir wohl ein schattiges Plätzchen zum Lesen suchen. Das ist nicht einfach, die schattigen Plätze sind bei zurzeit sonnig-windigen 32 Grad natürlich meist belegt.


Später kam ich noch mit einem Österreicher in einem Café ins Gespräch. Er spendierte mir einen ungekühlten Rotwein von Fogo.

Ich war übrigens noch in zwei Ausstellungen/Museen in Praia. Oben, das ist eine Art Amicar-Cabral-Gedenkstätte. Der Mann war Freiheitskämpfer und wurde 1973 ermordet. Das Gebäude unten ist ein historisches Museum, das einen Innenhof hat. Die Besichtigung beider Orte lohnt nur bedingt, kostet aber nicht viel.


(text slightly changed and number of photos reduced, 07/2024)

Assomada - zum Kapokbaum

Gestern. In einem nahegelegenen Tal bei Assomada steht der älteste Baum der Kapverden. Es ist ein Kapokbaum.

Die Route ins Tal führt etwa 200 Höhenmeter bergab, man sieht dann Assomada oben liegend. Unten im Tal wird intensive Bewässerungslandwirtschaft betrieben, auch mittels Tröpfchenbewässerung. Man sieht Kohl- und Möhrenfelder, aber auch tropische Fruchtbäume wie Papaya, Mango, Kokosnusspalmen und natürlich Bananenpflanzen:


>Intensiv-Landwirtschaft in der Bachaue<


Der Weg am Bach entlang ist manchmal etwas "interpretationsfähig". 

Manchmal sieht man auch Tiere, insbesondere Ziegen und Esel.

Der Baum, "Poilon" genannt, ist eine Sehenswürdigkeit, weshalb die dörfliche Bevölkerung an gelegentliche Tourist*innen gewöhnt ist. Ich war einige Stunden am Kapokbaum, deshalb sah ich auch eine Handvoll Tourist*innen vorbeikommen.


>Am Kapokbaum<


Poilon: 14:00, 28 Grad, 27 % LF.

Ich musste dort etwas die Mittagshitze überdauern, las in meinem Roman; denn die über 200 Höhenmeter musste ich auch wieder zurück nach Assomada.

Ich nahm eine andere Route, die sich bei den steileren Partien als Eselspfade durch Dörfer erwies. In meinem Alter denkt man mitunter, verraten und verkauft zu sein, wenn man dort wohnen würde. Es gibt echt nur steile Eselspfade in die Dörfer rein und raus. Und deshalb gibt es auch die Esel, denn mit schweren Lasten wird es sonst "schwierig".


Außerdem habe ich mir natürlich wieder Sorgen gemacht - und zwar über die Dorfhunde. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass die Hunde hier harmloser wirken als etwa auf Teneriffa. Assomada selbst wird nachts allerdings von den Hunden übernommen. Das Gebell kann zeitweise lästig sein, wenn man bei offenen Fenstern schlafen will, um etwas kühlere Luft ins Zimmer zu lassen.

Auf dem Weg zurück kam ich noch an dieser Kirche vorbei:


(
text slightly changed, number of photos reduced, 07/2024)

Samstag, 11. März 2023

Assomada

 Pensao Asa Branca, Assomada (Doppelzimmer mit Balkon, 29 €/Nacht)

Ich habe für die letzten Tage den Standort gewechselt. In Tarrafal hat es wieder ziemlich lange gedauert, bis der Pritschenwagen voll genug war, um abzufahren. 

Assomada ist mit knapp 14.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Kapverden. Sie liegt auf ca. 550 m NN so ziemlich in der Mitte der Insel Santiago.

Der Stadtbummel in Assomada ergab keine Besonderheiten. Vereinzelt gibt es auch hier Murals. Es gibt eine Fußgängerzone, aber einen vielleicht interessanteren großen "Busbahnhof".

Interessanter ist die umgebende Bergkulisse. Ich ging ein paar Kilometer an der Hauptstraße entlang, insbesondere um den Berg Manhaga zu fotografieren:

Nach meinem Eindruck handelt es sich um einen herauspräparierten Vulkanschlot.

Es gibt weitere Einblicke in die Bergkulisse der näheren Umgebung:

... und spektakuläre Panoramen:

Es ist ziemlich warm, an größere Touren eher nicht zu denken. Auch in der Bude habe ich 27 Grad gemessen.

(text slightly changed, number of photos reduced, 07/2024)