Sonntag, 12. November 2023

Mailand im Schnelldurchgang und der Flug zurück

Am Freitag. Ich weiß nicht, ob man in Mailand gewesen sein muss. 


>City von Mailand. Große Blocks, breite Straßen, Straßenbahnen<


Ich hatte einen Direkt-Rückflug für 21 Uhr von Mailand-Malpensa nach Köln/Bonn bei Eurowings gebucht, nachdem klar war, dass ich nach Venedig fahren würde. Ich hatte vorher geschaut, von welchen Flughäfen Eurowings direkt nach Köln/Bonn fliegt und auch, ob ich den Flughafen Malpensa, der etwa 50 km nordwestlich von Mailand liegt, per Bahn erreichen kann.

Von Bergamo fuhr ich mit einer Regionalbahn nach Milano-Central:


Nach Malpensa muss man zu einem anderen Bahnhof ein paar Kilometer entfernt. Man kann einen Umweg über die Innenstadt laufen, genug Zeit hatte ich. 


>Ein Schloss, nicht weit vom Hauptbahnhof<

Ich war am Dom, wahrscheinlich das bekannteste Gebäude Mailands. Ein großer Platz davor, unangenehm düster-kalt-nasses Wetter, aber geregnet hat es nicht. Viel los. Die Kirche ist weitgehend Baustelle, aber nicht die Vorderfront. Vor dem Eingangsportal eine lange Warteschlange (drin war ich demnach nicht). 


>Am Dom-Platz<


Vielleicht ist der Platz auch bekannt für seine vielen Tauben, die sich gern auf den Händen oder Armen der Besucher*innen niederlassen, um Futter zu ergattern. Mit Sicherheit ist das auch ein bekanntes Instagram-Motiv.

Danach bin ich weitergegangen zum Castello Sforzesco: 


1450 fiel Mailand an das Adelsgeschlecht der Sforza, die hier im Renaissance-Baustil eine riesige Festung errichteten: 


Neben großen Türmen gibt es mehrere Innenhöfe, die fast klosterartig aussehen.


Man kann dort gut spazieren gehen, zumal die Festung in einen großen Park übergeht: 


Der Eintritt ist frei, sofern man nicht in die Museen des Kastells möchte. Am Nachmittag schien auch mitunter die Sonne, so dass man sich noch ein sonniges Plätzchen auf einer Parkbank suchen konnte. Ohne Sonne war es zu kalt, aber es gibt einige einfache Cafés im Park, in denen man wärmer drinnen sitzen kann.

Vom Kastell zum Bahnhof sind es nur ein paar 100 m. Um 17 Uhr fuhr ich dann in Richtung Airport.

Boarding Card hatte ich schon, der Flug war auf den Digitalschirmen im Airport angezeigt. Soweit, so gut. Ich ging dann später zum Check-In-Schalter von Eurowings, da ich nicht so genau wusste, ob ich dort hin muss oder nicht. Ich hatte ja kein Gepäck dabei, dass ich dort aufgeben müsste.

Mich fragte dann jemand, ob ich auch wegen der Cancelung des Fluges dort sei. Ich sagte nein, fragte dann aber doch noch, welcher Flug denn gecancelt sei, und es war auch mein Flug. Ich stieg dann erst mal aus der Check-In-Schlange aus, habe mich im Wifi des Flughafens angemeldet und mein Postfach studiert. Da waren zwei Eurowings-Mails:

18:15: Unterrichtung über Cancelung des Fluges.
18:31: Angebot Alternativflug: "07:50 Mailand - München - Köln mit Lufthansa" sowie seitenweise andere theoretische Optionsmöglichkeiten und Informationen über die Fluggastrechte.

Ich war echt schockiert, sah mich schon auf einer ungemütlichen Sitzbank im Flughafen die Nacht über dahindösen. Und um 07:50 Uhr habe ich schon mal sowieso "keine Betriebszeiten".

Zwischenzeitlich versuchte eine Frau die Probleme zu managen. Einige Personen schickte sie zur Eurowings-Lounge, wo man sich um die Probleme, etwa Übernachtungsmöglichkeiten, kümmern würde. Es sickerte aber auch durch, dass man einen Eurowings-Flug um 20:30 nach Düsseldorf nehmen könnte. 

Letztendlich habe ich tatsächlich eine Boarding-Karte für den Düsseldorf-Flug bekommen. Doch danach hatte ich noch viel emotionalen Stress, denn an der Sicherheitskontrolle standen massenhaft Fluggäste in den Schlangen. Es dauerte "ewig". Wäre der Flug um 20:30 tatsächlich gestartet, wäre das Gate wahrscheinlich schon geschlossen gewesen. Echt ein Alptraum. Als ich dann ankam, war das Gate noch nicht einmal geöffnet. Der Flieger startete mit mindestens 30 min Verspätung.

Landung in Düsseldorf. Zwei Ausstiegsmöglichkeiten aus dem Flieger werden nicht angeboten. Ich saß fast ganz hinten, es dauerte wiederum "ewig", bis alle Gäste vor mir aussteigen konnten. Ich kaufte erst mal eine Bierdose im Airport. Teuer, aber egal. Dann muss man mit dem langsamen Skytrain zum Bahnhof zockeln. Halbe Stunde Wartezeit auf die Bahn um 23:30. Zum Glück kaufte ich vorher die Bierdose.

Ich habe schon entspanntere Urlaube verbracht, auch in Italien, vor 3 Jahren z.B. auf Sizilien.

(photos added, 12/2023)

Donnerstag, 9. November 2023

Bergamo's Altstadt

Das Urlaubsende steht bevor, morgen Abend ist der Rückflug ab Mailand geplant, Check-In habe ich schon gestern Abend gemacht.

Heute war das Wetter hier ziemlich übel, nass, kalt, regnerisch. Aber es hat zum Glück nicht immer geregnet. 

Am Morgen hatte ich erst einmal ein anderes Problem, da meine Gürtelschnalle kaputt gegangen ist und ich wegen der rutschenden Hose dringend einen neuen Gürtel brauchte. Dafür mussten zunächst einmal in Bergamo überhaupt die Geschäfte öffnen. Das ist auch hier frühestens 10 Uhr, wenn das Geschäft überhaupt öffnet.


Die Beschaffung eines neuen Gürtels ist gar nicht so einfach, da sich in der kleinteiligen Einzelhandelsstruktur Italiens nicht so offenbart, wo es so etwas geben könnte, riesige Läden a la "Karstadt" sieht man hier normalerweise nicht. Ich denke nicht, dass die üblichen Modeläden normalerweise Gürtel haben. Schließlich wurde ich doch in einem der kleinen Modegeschäfte fündig. 


Bergamo hat eine Unterstadt, wo auch der Bahnhof und das Geschäftszentrum liegen und eine venezianisch ummauerte Altstadt auf einem Bergrücken. 


>Der Weg hoch zur Altstadt<


In der Altstadt gibt es nochmal ein ummauertes höher liegendes Kastell (heute Museum). 


>Alte Kanonen am Kastell<

Das Kastell kann sich sehen lassen:


>Innenhof des Kastells<


Vom Dach des Kastells hat man einen wirklich prächtigen Blick auf die Altstadt und die Umgebung.

>Views<

Wie gesagt, das Wetter spielte heute nicht so richtig mit, sonst hätte ich die Erkundung der Altstadt noch etwas ausdehnen können, auch über die nahegelegenen Hügel.


>In der Altstadt<


(photos added, 04/2024)

Mittwoch, 8. November 2023

Ein Spaziergang zum Kastell in Brescia

Affittacamere Bergamo (60 €/Nacht; Doppelzimmer mit externem Bad)

Brescia, ebenfalls am Südrand der Alpen gelegen, lohnt wahrscheinlich mehr als einen viereinhalbstündigen Aufenthalt. 


Es gibt einige bedeutende Plätze, Türme und Kirchen in der Altstadt, auch Ausgrabungen, an denen ich gar nicht vorbei gekommen bin.


>Plätze in Brescia<


Auch in der Altstadt gibt es interessante Winkel:


>Geschäfte und Gastronomie in der Altstadt<


Über der Altstadt thront auf dem steilen, etwa 70 m hohen Colle Cidneo ein Kastell: 


>Gemäuer<


Heute sind im Kastell mäßig interessante Museen (z.B. Waffenmuseum) untergebracht, es lohnen aber vor allem die Aussichtsterrassen mit Gärten und weitem Blick auf die Altstadt und die Berge. 


>Im Kastell<


Dort kann man auch einfach mal einige Zeit die Sonne☀️ genießen:


Ich fuhr mit einer Regionalbahn dann um 16 Uhr weiter nach Bergamo. Der Check-In-Prozess dort lief mal wieder nicht problemlos ab, was meistens auch mit meinen Smartphones zu tun hat.

(photos added, 04/2024)