Montag, 6. Mai 2024

Bücherwelten: Amanda Sthers' Roman „Die Geisterstraße“

Die französische Autorin veröffentlichte diesen Roman im Jahr 2005. Im Zentrum der Geschichte stehen zwei ältere Juden, die als einzige Juden in Kabul in zwei benachbarten Häusern ihr entwurzelt-isoliertes Leben leben und in einer Art Hassliebe miteinander in religiösen Riten verbunden sind. Sie haben ihre Marotten, mit denen sie sich aufziehen, gehen aber auch beruflichen Tätigkeiten als Schuster und Kunsthandwerker nach. 

Die tragische und auch mit Melancholie erzählte Geschichte nimmt ihren Lauf, als einer der Juden ein afghanisches Mädchen kennen lernt, das von einem US-Journalisten in einer Bombennacht geschwängert wurde und beschließt, ihr zu helfen. 

Die Geschichte ist ziemlich archaisch. Sie wäre aus meiner Sicht besser geworden, wenn sie in Afghanistan geblieben wäre und nicht der US-amerikanischen Nebenstrang mit der Frau des Journalisten, die durch einen Brief unbeabsichtigt vom Kind der Afghanin erfährt, so viel Raum bekommen hätte. Auch dieser Nebenstrang endet allerdings tragisch. 

Bei lovelybooks haben sich einige Leser:innen positiv zum Buch geäußert.

Dienstag, 30. April 2024

Zur Zukunft dieses Blogs

Zunächst die gute Nachricht: der Blog wird vorerst weitergeführt. 

Jetzt die schlechte Nachricht: große Teile des Blogs, die vor 2024 erstellt wurden, werden bald vorläufig "offline" gehen. Das Reisearchiv soll in den Hintergrund treten, wird aber (hoffentlich) im Laufe der Zeit mit einem deutlich reduzierten Bilderanteil nach und nach wieder online gehen.   

Hintergrund: die Bilder, die vor 2024 hochgeladen wurden, müssen fast alle gelöscht werden oder werden ab dem 01.07.2024 zumindest nicht mehr angezeigt. Dies hat unmittelbar mit dem Untergang des Image-Hosting-Services abload.de zu tun, den ich in den letzten Jahren meist zum Hochladen der Bilder genutzt habe. Die Anzeige dieser Bilder im Blog funktioniert über Links von abload.de, die mit dem Untergang der Plattform ungültig werden. 

Probleme deuteten sich bereits seit Anfang Dezember 2023 an, denn die Upload-Funktion musste aus Kapazitätsgründen abgeschaltet werden.

Bewertung: Mitte 2017 gab es schon ein ähnliches Problem, als der Image-Hosting-Service photobucket.com seinen Service hoch kostenpflichtig machte und die eingebundenen Fotos durch Einblendungen unbrauchbar machte, wenn man nicht zahlte. Kurzum, die Erfahrung zeigt mir, dass davon abzuraten ist, externe Image-Hosting-Services zu nutzen. Irgendwann gehen sie alle bankrott oder werden teuer kostenpflichtig, wenn sie sich nicht aus Spenden oder Werbung ausreichend finanzieren können. Allerdings können natürlich auch ganze Blogger-Plattformen untergehen. Das ist in der Vergangenheit schon oft passiert.

Seit einigen Monaten werden hier die Bilder über blogger.googleusercontent.com hochgeladen. Sie werden also direkt vom PC in eine Bilder-Datenbank der "google-Familie" hochgeladen, zu der auch blogger bzw. blogspot.com gehören. Die Limits und Kosten sind allerdings nicht transparent auffindbar.    

Wie auch immer, man kann das Problem drehen und wenden wie man will, es ist zu aufwändig, nicht zukunftssicher und vermutlich auch zu teuer, Tausende alter Fotos ständig online zu halten. 

(updated, 05/2024)

Samstag, 27. April 2024

Eine Wanderung zum Wasserturm Stetternich

Gestern. Ein 12-Grad-Tag mit mittleren Wetterrisiken. Ausgangspunkt der Wanderung war Jülich.

Dies war eine "wasserreiche Tour". Am Ellebach ging ich in östliche Richtung, bog dann aber in nordöstliche Richtung ab, da ich auf meiner OsmAnd-App einen Wasserturm entdeckte. Ich folgte einem tollen Pfad:


Der Turm kam östlich Lich-Steinstraß auch bald in Sicht:


>Herangezoomt. Im Hintergrund sieht man die Sophienhöhe, eine Abraumhalde des Braunkohle-Tagebaus. Ursprünglich war die Halde das Ziel der Wanderung<

Ich nahm Kurs auf den Wasserturm:


Am Rande des Lindenberger Waldes (hinten) fand ich eine Blindschleiche:


Ich hatte schon seit Jahren keines dieser Tiere mehr in natura gesehen. Ich scheuchte das agile Tierchen ins Begleitgrün des Weges und ging weiter am Waldrand lang zum Stetternicher Wasserturm:


Dann ging es hier in den Lindenberger Wald am Fuße der Sophienhöhe:


Es gab viel Wasser hier in der Gegend in Form von Pfützen, Teichen, Sumpf und Bächen:


>Viel Wasser<


An/auf der Sophienhöhe gibt es noch mehr Biotope, aber wetter-, entfernungs- und zeittechnische Gründe sprachen gegen die weitere Erkundung am heutigen Tag.


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". 15 km, jeweils 160 Höhenmeter berghoch/bergrunter<

Zurück nach Köln fuhr ich ab der Bahnstation "Selgersdorf". Auf dem Weg dort hin gab es anfangs auch noch viel Wasser:


Den Ellebach hier konnte ich nicht ohne "Fallrisiken" überqueren, dafür war es zu matschig. Da musste ich umkehren und einen anderen Weg suchen.

Auch am Waldrand nordöstlich von Daubenrath sah man noch viel Wasser: