Dienstag, 16. Juli 2024

Kinowelten: Madame Sidonie in Japan

Élise Girard's Film erzählt von einer französischen Schriftstellerin (Isabelle Huppert), die von ihrem Verleger nach Japan eingeladen wird, um die Wiederveröffentlichung ihres ersten Buches zu promoten. Sie wird am Flughafen von ihrem Verleger abgeholt, und gemeinsam klappern sie dann verschiedene Orte in Japan ab, an denen es Interviews und Signierstunden oder auch nur touristische Ziele wie Tempel gibt. 

Die Schriftstellerin wird dabei von ihrer Vergangenheit eingeholt, zu der der Unfalltod ihres Mannes und ihre Schreibblockade gehören. Ihr Mann erscheint ihr zunehmend häufiger als Geist, mit dem sie Zwiesprache halten kann. 

Ich empfand die Inszenierung als ziemlich langweilig. 

Leiser Humor und Introspektion werden stimmig kombiniert“, meint kino-zeit.

Montag, 15. Juli 2024

Wanderung Nordbahntrasse Wuppertal

Schon am Donnerstag ging ich etwa 9 km auf der etwa 22 km langen Nordbahntrasse entlang. Es ist wahrscheinlich Deutschlands bekanntestes Stadtprojekt zur Revitalisierung einer alten Bahnstrecke für Fußgänger*innen, Fahrrad- und Skateboard-Fahrer*innen. 


Die Strecke wurde in 2014 eröffnet und kann wohl als Erfolgsgeschichte gewertet werden. Richtig innovativ für deutsche Verhältnisse, wo die Entscheidungsträger meist an althergebrachten, nicht nachhaltigen Konzepten festhalten.

Auch wenn es noch nicht einmal ein Wochenendtag war, so war doch Einiges los auf der Strecke. Überhaupt, Fahrrad fahren war früher eher ein Fremdwort in Wuppertal. 

Im Zentrum, also nördlich der Stadtteile Oberbarmen bis Elberfeld, hat die Strecke Viadukte und Tunnel, verläuft manchmal ebenerdig oder in Einschnitten, über die auch weitere Brücken führen.


Besonders interessant sind natürlich die Viadukte, da man Ausblick auf die Stadt, Häuser, Fabriken und Hügel hat.


Man kann auch in so manchen Hinterhof schauen:


Mancherorts gibt es Ansätze der Inwertsetzung der Strecke durch vermutlich hochpreisige Wohnprojekte:


Attraktiv sind jedoch insbesondere die Views auf alte Fabiken, die oft unter Denkmalschutz stehen und Teil der Industriegeschichte sind. 


Viele dieser Fabriken sind auf die ehemalige Bedeutung der Textilindustrie zurückzuführen.


Die Tunnel können einige 100 m lang sein. An warmen Tagen ist es hier kühl. Sie sind oft sparsam beleuchtet aus Gründen des Fledermausschutzes.


>Tunnelanlagen<


Nicht alle Abschnitte der Nordbahntrasse sind gleichermaßen interessant. Es wird auch noch viel gebaut. Beispielsweise gibt es an den Gebäuden der Bahnhöfe und Biergärten nördlich von Elberfeld aktuell häufig Sanierungsmaßnahmen.



Ich konnte/wollte nicht die ganze Strecke gehen. Das ist weit, zumal man auch noch als Fußgänger zu einem aktiven Bahnhof am Endpunkt kommen muss.


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". Ca. 12 km, jeweils ca. 210 Höhenmeter bergauf/bergrunter. Die Wanderroute ist am Ende (B) leider wegen Ausfall der GPS-Aufzeichnung beschädigt; man kommt dort zum Bahnhof Elberfeld nicht in einer geraden Linie runter<

Donnerstag, 11. Juli 2024

Waldwanderung Wuppertal

Am Montag war ich in den südlichen Hangbuchenwäldern von Wuppertal unterwegs.

Die Tour startete am Bahnhof in Wuppertal-Oberbarmen und endete am Wuppertaler Hauptbahnhof:


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot", 12.5 km, jeweils 300 Höhenmeter berghoch und -runter<

In Wuppertal-Oberbarmen kommt man am alten Gasometer vorbei:


Ich nahm dann den Weg durch das bewaldete Murmelbachtal. Man kommt am Ende zum Vorwerk-Park, eine heute zum Teil verwilderte Teich-Park-Landschaft, auch mit vereinzelt alten Bäumen:


Bei Marpe kommt man ins "Offenland":


Ich nahm dann jedoch den Weg zum Toelleturm:


Das Eiscafé dort hatte auf, war aber zu gut besucht. Ich hatte keine Lust, lange dort anzustehen. Nicht weit entfernt liegt die ebenfalls gut besuchte Bergbahn-Gaststätte:


Diese Bergbahn-Station war als Zahnradbahn 1894-1959 in Betrieb. Längst gibt es eine Bürgerinitiative, die die Wiedereinrichtung dieses touristischen ehemaligen Bahnbetriebs zum Toelleturm fordert, aber es wurde in der Vergangenheit viel von der Streckeninfrastruktur abgebaut.

Weiter ging ich durch den Wald nördlich von Lichtenplatz:


>Buchenwaldmotive<


Am Schwebebahn-Bistro an einer Seitenstraße namens "Bundeshöhe" kam ich auch vorbei:


Hier scheint sich der Betrieb jedoch nicht zu lohnen. Wahrscheinlich hat dieser Laden nur noch für Privatveranstaltungen geöffnet.

Richtung Hauptbahnhof ging es dann wieder ausgedehnt durch Wald:


Am Hauptbahnhof fällt vor allem das Primark-Gebäude auf:


Die Rückfahrt nach Köln verlief störungsfrei.