Mittwoch, 28. August 2024

Im Kino: Was will der Lama mit dem Gewehr?

Pawo Choyning Dorji's Film spielt in Bhutan im Jahr 2008. In jenem Jahr gab es erstmals Wahlen in diesem asiatischen Land und es galt, die Bevölkerung zu informieren, wie das geht. Gleichzeitig erzählt die Geschichte von Gewehren, die sowohl der örtliche Lama braucht als auch ein amerikanischer Tourist, der mit einem Reiseführer im Auto unterwegs ist, haben möchte. Die Gewehre sind alt und wertvoll, wobei für die Geschichte bezeichnend ist, dass die Bhutaner angeblich nicht priortär an Geld interessiert sind, sondern über allem die Religion steht. 

Der Film gehört in die Gruppe der Ethno-Folk-Filme, die primär eine heile, fast konfliktfreie Lebenswelt in dem betreffenden Land vorgaukeln wollen und einen einfachen Lebensstil beschwören, der die Menschen glücklich macht. 

Ethno-Folk-Filme im Kino gab es in den vergangenen Jahren auch aus der Mongolei. Dennoch ist die Geschichte hier nicht allzu „kitschig“ erzählt, sondern eher nüchtern-zielorientiert. 

Vieles an der Geschichte des Films ist recht konventionell und vorhersehbar, aber das stört nicht angesichts der charmanten Darstellung des inneren Konflikts des Landes, der unlösbar scheint“, meint kino-zeit

War schon mal jemand in Bhutan? Ich kenne niemanden. Es gibt Barrieren. Man kommt vermutlich nur über eine Travel Agency rein, die auch das Visum ausstellt, muss mindestens 100 Dollar pro Tag zahlen, und Tabak gibt es dort auch nicht zu kaufen.

Sonntag, 25. August 2024

Wehebachtalsperre – Eine Wanderung zwischen Schevenhütte und Langerwehe

Donnerstag. Das Wetter war toll. Ein 26-Grad-Tag. Schön warm, aber oft auch viel Wind. 

Startpunkt: Schevenhütte Kirche (Bus) 

Endpunkt: Langerwehe (Bahnhof).

Auf dieser Tour habe ich zwischen der Talsperre (Endpunkt) und dem Ende des Waldes bei Langerwehe über Kilometer nicht eine einzige Person auch nur gesehen. 

Schevenhütte ist klein, es gibt eine Kirche und ein paar Häuser: 


An der Reitschule Meyer sieht man Pferde: 


Am Rande des Ortes besuchte ich einen Lost Place, einen Schiefer-Steinbruch. Man kann Einblick nehmen: 

 >Die Produktionsanlagen waren zum Teil noch dort, etwa Gebäude, Maschinen und Tanks. Die Gebäude sind nicht unbedingt zugänglich<


Auf der Mauer der Wehebachtalsperre trifft man natürlich noch ein paar Menschen, ansonsten schweift der Blick über den See und den begrenzenden Wald: 


>Wehebachtalsperre<


Ich müsste in den 1980er Jahren schon einmal an der Staumauer gewesen sein, aber seither wohl eher nicht, da ich Busse meist meide. Die Wehebachtalsperre ist aber etwas weit weg von den nächstgelegenen Bahnstationen, per Bus näher ranzukommen, ist daher schon gut. 


>Screenshot Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". Am Anfang (A) fehlen ca. 350 m, da ich vergaß, die Routenaufzeichnung einzuschalten. 15.6 km, 270 Höhenmeter bergauf, 330 Höhenmeter bergab.<

Zufällig sah ich in der DB-App die zeitlich günstige Busverbindung nach Schevenhütte. Ich verpasste den Bus jedoch fast, da der Zug einerseits einige Minuten Verspätung hatte und ich zudem noch den Bahnhof in Langerwehe in die falsche Richtung verließ. 

Der Weg durch den „Wald“, der Teil des Hürtgenwaldes ist, ist qualitativ etwas „zweifelhaft“. Es gibt große Kahlschlagflächen, auf denen vereinzelt ein paar Bäume stehen geblieben sind: 


>Ausblicke<


Wo Wald tatsächlich ist, sind alte Bäume selten. Aber es gibt spezielle Waldgesellschaften wie beispielsweise Birken-Kiefernwald mit Farnunterwuchs:

       

Der Wald endet wenige Hundert Meter vor Langerwehe. Dort, am Nordrand der Nord-Eifel, hat man gute Sicht auf das Kraftwerk Weisweiler:


Durch die Hauptgeschäftsstraße von Langerwehe kann man zum Bahnhof gehen. Langerwehe mit seinen etwa 15.000 Einwohnern, da verirrt sich vermutlich trotz Bahnanschluss kaum ein Tourist hin. Das macht den Ort möglicherweise auch interessant, weil authentisch und nicht überlaufen. 

Die Rückfahrt lief problemlos. Von Langerwehe nach Köln sind es nur etwa 30 min. 

Samstag, 24. August 2024

Teilweise neue Gepäckausrüstung

Im Winter 2023 war ich mit folgendem Gepäck auf den Kapverden:


Das Foto zeigt einen im August 2022 bei Galeria-Kaufhof gekaufter No-Name-Tagesrucksack für 20 € (Handgepäck) und meine Eastpak-Tasche, die ich immer über die rechte Schulter trug. Diese Eastpak-Tasche ist möglicherweise schon seit Jahrzehnten auf Reisen dabei. Ich bin unsicher, seit wann genau.

Gepäckminimierung ist angesagt. Die Reisetasche hat Vorteile beim Packen/Entpacken, aber auch Nachteile, die in der Schulterbelastung bei Wegen > 1 km und in der Un-Balance des Gangs liegen. Letzteres merkt man beispielsweise, wenn ein kleines Schiff über eine einfache schräge Holzplanke betreten werden will.  

Im Oktober 2023 ging ich nur mit dem Tagesrucksack als Handgepäck auf eine 3-wöchige Italienreise. Das funktioniert aber nicht wirklich, wenn man wärmere Sachen anhat und bei 25 Grad in Rom landet. Daran habe ich gedacht und hatte eine Falttasche dabei:


>Diese sehr leichte faltbare Tasche habe ich für 10 € bei Decathlon gekauft<

In die Tasche kann man dann zu warme Kleidung bequem auslagern. Ich machte jedoch in Florenz auch die Erfahrung, dass man die nicht immer genutzte Tasche leicht mal vergessen bzw. irgendwo stehen lassen kann. 

Der Plan ist, die große Reisetasche zukünftig eventuell nicht mehr mitzunehmen. Ich habe jetzt zwei neue Rucksäcke gekauft, die variables Volumen haben und vielleicht auch als Handgepäck durchgehen:


Die beiden Rucksäcke sind auf dem Foto voll gepackt. Den linken Fjällräven-Rucksack habe ich für 110 € bei Globetrotter gekauft. Das hätte ich normalerweise nie gemacht, aber ich hatte einen 40-€-Geschenkgutschein, den ich einlösen wollte und der die Sache subventionierte. Fjällräven lässt diese Rucksäcke in Indonesien produzieren. Das Land unterstütze ich gerne, denn nirgendwo sonst war ich so lange außerhalb Deutschlands unterwegs (etwa 25 Wochen auf 5 Reisen zwischen 1996 und 2015).

Den rechten No-Name-Rucksack aus chinesischer Herstellung, der sogar noch mehr zusätzliches Volumen hat, habe ich für 20 € bei Primark gekauft. Ich habe ihn nur zufällig gesehen, da ich manchmal durch Primark einfach nur durchgehe, in diesem Fall, um unterirdisch vom Neumarkt zu Globetrotter zu gehen. Die Frage, die sich natürlich stellt, ist, ob so ein günstiger Rucksack eine längere Reise überhaupt durchsteht. In abgelegene Gebiete würde ich ihn nicht mitnehmen.

Wasserdicht dürften weder die Rucksäcke noch die Reisetasche sein. Die Sachen, insbesondere die Kleidung, sollte in transparente Müllsäcke, die man man zuziehen kann, eingelagert werden.