In Ungarn bin ich nur vor längerer Zeit einige Tage mal in Budapest gewesen. Die Blog-Beiträge dieses Besuchs erschienen ursprünglich nicht in diesem Blog. Sie werden im Folgenden - mit deutlich reduziertem Bildmaterial - zusammengefasst wiedergegeben.
Der Besuch von Budapest war Endpunkt meiner damaligen Rumänienreise. Die Anreise erfolgte per Zug von Oradea aus. Reiseverlauf und Reiseroute können dort angesehen werden.
Donnerstag,
30. Oktober 2014
Budapest
(I)
Jimi Hendrix Residenz (Studio, 26-27 €/Nacht mit Frühstück)
Die
Krönung des Urlaubs war der Tag nicht gerade. Da latscht man nach
dem Ausschecken in Oradea zum Bahnhof und erfährt, dass der
Intercity nach Budapest ausfällt und der nächste erst in 3 Stunden
kommt. Und der hatte dann auch noch 15 min. Verspätung - und quälte
sich dann 5 Stunden durch die ungarische Tiefebene. Hier in Ungarn
gehen die Uhren wieder anders. Um 17 Uhr kam ich an, und es war
stockfinster.

>Keleti - mein Ankunftsbahnhof in Budapest.
Es gibt aber noch diverse andere Bahnhöfe. Ein Bild vom nächsten
Tag.<
Also durfte ich im Dunkeln zur Unterkunft laufen. Ein
besonderes Problem war das allerdings nicht.
Ich hause jetzt
in einem Studio, sozusagen in einer kleinen Wohnung, ca. 40 qm, aber
mit ca. 5 m hohen Wohnungswänden in der Szentkiralyi Utca No. 10,
wie diese Straße heißt. Dieses 25-qm-Schlafzimmer hat echt viel
Luftraum! Dieses Studio ist eine Außenstelle der Jimi Hendrix
Residenz. Dort, ca. 400 m entfernt, holte ich auch den Schlüssel ab.
Der Mitarbeiter brachte mich dann auch noch hier hin (wohl wissend,
dass Touristen nicht unbedingt mit dem Mechanismus klar kommen, um
ins Haus zu kommen. Man muss hier eine Zahlenkombination eingeben).
Dann ging es diese Treppe hoch in die 3. Etage:
Blick in das große
Schlafzimmer:
Da kann man wohl nicht meckern, auch wenn es
das Frühstück 400 m entfernt gibt.
>Das Haus,
Innenhof-Ansicht<
Ich hatte dann noch viel zu tun. Die
rumänischen Lei hatte ich schon am Bahnhof in ungarische Forint
getauscht, aber ich musste noch Einkaufen (Grapefruit-Limo, Bierdose,
Joghurt, Schokolade, Erdnussflips und Tabak). An der nächsten
Kreuzung ist ein Spar-Geschäft, aber für den Tabak musste ich
länger suchen. Gegessen habe ich in einem chinesischen Imbiss. Das
Essen war aber nur mittelprächtig.
Treibgut
- Donnerstag, 30. Oktober 2014, 20:58 - bearbeiten - Rubrik: Reisen
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kapuzina
(Gast) - Freitag, 7. November 2014, 02:53
Wow!
Was
für eine Unterkunft, grandios. Wie war denn das Frühstück?
Treibgut
- Freitag, 7. November 2014, 19:56
Das
Frühstück
...
war an ein externes Souterrain-Restaurant delegiert. Man ging die
Treppe dort runter, ging zu einem Buffet-Tisch und konnte sich dort
ausreichend heterogen bedienen. O.k., es gab vermutlich nicht alles,
was Manche gewöhnt sind, z.B. kein Frühstücksei.
Freitag,
31. Oktober 2014
Budapest
(II)
Man
kann wohl sagen, dass ich heute ein Standard-Touristenprogramm
abgegangen bin. Zufällig kam ich zunächst an der alten Markthalle
vorbei:
Ich begutachtete auch innen das Angebot. Würste, Pepperoni und
Knoblauchknollen fielen mir besonders auf.Dann
überquerte ich die Donau und ging hoch zur Freiheitsstatue:
Von dort aus ging es weiter zur
benachbarten Zitadelle auf dem Gellertberg, der sich direkt am
Donauufer ca. 135 m über Budapest erhebt. Selbstverständlich
bot sich ein guter, wenn auch dunstiger Ausblick auf die Donau und
die Stadt:
Weiter
ging ich zum Burgpalast. Auch hier eine schöne Aussicht. Die Museen
ließ ich aus.
>Blick Richtung Basilika<
Ich kam
zum "Labirintus", unterirdische Höhlengänge, die den
Kalkberg durchziehen. Gut 7 € Eintritt, ziemlich viel für das
Wenige, das geboten wird. Man sieht Steine, Kostümfiguren, Särge,
hört oft schreckliche Opernmusik, in einem anderen Gang, der auch an Dracula gemahnen soll, unheimlichere Musik.
Weiter ging ich zur Fischerbastei, die vermutlich mit dem imposanten Parlamentsgebäude auf der anderen Donau-Seite die beste Photo-Kulisse bietet. Hier war auch viel los.
>Fischerbastei<
Blick auf das Parlamentsgebäude:Dieser Weg über den Gellertberg, Burgpalast und Fischerbastei ist wegen der gebotenen Ausblicke lohnenswert.
Danach überquerte ich wieder die Donau, besuchte noch die St. Stephans Basilika, Budapests größte Kirche. Bunt-pompös innen, kommt man per Fahrstuhl auch hoch zur Kuppel und kann diese umrunden.
Mittlerweile dunkelte es. Ich suchte ein Café, fand die "K:antin" mit Fabrikcharme. Noch sitze ich im "Fecske", aß gerade eine Gulaschsuppe, trinke ein Bier.
Treibgut
- Freitag, 31. Oktober 2014, 17:32 - bearbeiten - Rubrik: Reisen
Samstag,
1. November 2014
Budapest
(III)
Der
Urlaub neigt sich dem Ende entgegen. Morgen geht's zurück nach
Köln.
Ich war noch auf dem Kerepesi-Friedhof, aber dort war
es ähnlich wie auf Kölns Melatenfriedhof, streckenweise allerdings
weniger geordnet.
Es gab zugewucherte Bereiche, aus denen Grabsteine hervorlugten. Es gab auch deutlich mehr Raum, anscheinend kann hier nicht jeder beerdigt werden. Mehr als der Melatenfriedhof wirkt dieser Friedhof wie ein Park.
Ich wollte auch auf den jüdischen Teil, aber das klappte - Erinnerung an vergangene Urlaube - wieder nicht, da dieser Teil nicht vom großen Friedhof aus zugänglich ist. Außerdem ist Samstag, und dies ließ befürchten, dass er sowieso geschlossen ist.
Später ging ich zum "Museum of Hungarian Agriculture", das in einem Schloss mit umgebenden Park zu finden ist.
>Vaydahunyad Castle, Budapest<
Das war mehr Zufall, aber ich war auch im Museum. Am Beeindruckendsten: die Geweihe tot geschossener Tiere. Viel Zeit hatte ich allerdings dort nicht.Die Andrassy-Avenue ging ich dann runter ins Zentrum. Die Straße gilt wegen ihrer erhabenen Großvillen als Prachtstraße, aber aus meiner Sicht ist es primär eine verlärmte Schnellstraße.
Ich zweigte ab zum ehemaligen jüdischen Viertel, das heute ein In-Viertel sein soll. Es gibt hier hintereinander geschachteltes Hinterhof-Ambiente mit viel Gastronomie. Ein Antikflohmarkt fand dort statt:
Aufgegebene Häuserblocks gibt es im jüdischen Viertel auch noch.Die Fußgängerzonen im Zentrum machten auf mich einen mittelprächtigen Eindruck, muss man nicht näher studieren trotz älterer Bausubstanz.Irgendwie wollte keine große Stimmung bei mir heute aufkommen. Das liegt sicher auch an der kühlen Witterung, dass die Straßenschluchten nicht so ansprechend wirken, zumal es nur noch reduzierte Außengastronomie gibt. Mitunter sieht man echt trostloses Hinterhof-Ambiente:

Überhaupt war verdammt wenig los in der Gastronomie. Im Zappa-Café ließ ich den Abend ausklingen, aß noch mal auch Gulaschsuppe. Auch hier wenig los, obgleich es doch Studentenviertel hier ist.Treibgut - Samstag, 1. November 2014, 17:55 - bearbeiten - Rubrik: Reisen
Montag, 3. November 2014
Zurück in Köln
Heute nach Mitternacht zurückgekommen. Es zieht sich, wenn der Flieger nach 22 Uhr in Düsseldorf landet und man noch nach Köln in die Wohnung muss. Da vergehen schon mal 2 - 3 Stunden.
Hier ist wirklich ein ganz anderes Wetter. Die letzten ca. 12 Tage war es im Schnitt 10 Grad kälter in Rumänien und in Budapest. Und es fiel kein Tropfen Regen. Die trockene Luft machte mir allerdings Schwierigkeiten bezüglich der Nasenschleimhäute.
Tja, und heute war ich dann auch wieder am Arbeitsplatz. Aber Jet-Lag-Probleme gibt es bei dieser Distanz natürlich keine. Auch gab es keine Zeitverschiebung. Insoweit war es also kein wirkliches Problem.
Treibgut - Montag, 3. November 2014, 20:37 - bearbeiten - Rubrik: Reisen