Donnerstag, 3. Oktober 2024

Varna (IV)

Nach den letzten zwei eher düsteren Tagen mit viel meist nächtlichem Regen war der Himmel heute wieder blau. 

Ich hatte einen vagen Plan, der aber schon zu Beginn scheiterte, da es die Buslinie 43 zu einem etwa 20 km entfernten Dorf (Slanchevo) wohl nicht mehr gibt. Die Recherchen haben mich viel Zeit gekostet. Schade, es gäbe dort markante Steinsäulen ("Steinwald") zu sehen. Andererseits hätte die Tour mögliche Risiken bezüglich der Rückkehr gehabt.

So lief/fuhr ich relativ planlos stattdessen in Varna herum. Ich lief über einen großen Friedhof, der direkt am Busbahnhof liegt. Dort gibt es auch ein riesiges Einkaufszentrum:


Ich besuchte auch ein monumentales Kriegerdenkmal:


Im Norden von Varna war ich am Meer. Dort gab es eine zerstörte Hafenanlage und ein riesiges Hotel als Lost Place zu sehen:


>Verlassenes Hotel und zerstörte Hafenanlage<


.........


Im Norden gibt es verschiedene Buchten mit kleinen Stränden:



Zugebaut sind die Buchten natürlich alle. Es gibt auch richtige Luxushotels für etwa 250 €/Nacht:


Und Tourist*innen gibt es dort auch, verschiedentlich habe ich deutsche und englische Sprache gehört.

Ich war dann noch mal "Sardellen" essen, dort, wo ich am ersten Varna-Tag schon an der Strandpromenade gewesen bin. 


>Gastro-Strandabschnitt<


(photos added, 11/2024)

Dienstag, 1. Oktober 2024

Ein Ausflug zum Aladzha-Felsenkloster

Man hat so seine Probleme. Das Wetter heute war ungemütlich kalt dunkel windig. Ich betrachte es als Erfolg, den heutigen Busausflug angegangen und überstanden zu haben.

Das Ziel liegt 17 km vom Varna-Zentrum entfernt, auf der Strecke des touristisch bedeutsamen Goldstrandes. Das Drama fing schon damit an, eine Busfahrkarte am Automaten zu lösen. Letztendlich stieg ich ohne Fahrkarte in den Bus ein und schaffte es tatsächlich, die Bus-App auf dem Smartphone zu installieren und ein Tagesticket dort zu kaufen (kostet 2 €). Ist nicht ganz einfach, denn die App ist nur teilweise auf Englisch. Intuition ist gefragt.

Ich stieg dann eine Station zu spät aus, so dass ich eine längere Strecke bergauf durch den Wald laufen musste. 


>Im Wald<


Alles sehr nass und dunkel im Wald. Man trifft auch auf keine anderen Personen.


Am Kloster zahlt man für ein Ticket etwa 2,50 €. Man kommt zu einer Kalkstein-Wand, in der es auf mehreren Etagen Höhlen, Treppen und Nischen gibt:


Viel im religiös-klösterlichen Kontext ist nicht erhalten und was man sieht, ist eher jüngeren Datums:

 

Hoch zu den oberen Etagen kommt man über eine Metalltreppe ähnlich den Feuer-Notfalltreppen an Gebäuden bei uns:

>Klostereindrücke<


......


Die Sicht auf die Umgebung (und das Schwarze Meer) ist eher mäßig, weil alles zugewachsen ist:


>Wald<


Es gibt dann noch einen längeren Weg durch den Wald zu den Katakomben des Klosters:


Die Katakomben sind aber nicht wirklich begehbar, sondern vergittert. Mit einer Taschenlampe kann man hineinleuchten. Ein relativ unheimlicher Ort, besonders bei diesem Wetter.


Durch den Wald, aber auf einer kürzeren Route, ging ich dann wieder zu einer Bushaltestelle. Ein Schild gab es dort nicht, aber der Bus, der sogar bald kam, hielt dort tatsächlich. Ich fuhr dann die 45 min. wieder zurück in die Stadt.

Dort habe ich vor allem den Busbahnhof in Augenschein genommen. Ist alles nicht so leicht hier, die Informationen sind widersprüchlich oder nicht lesbar. 


(photos added, 11/2024)

Montag, 30. September 2024

Varna (II)

Ein eher ungemütlicher Herbsttag war das gestern. In der Nacht regnete es viel, heute war es kalt, windig, meist bewölkt. Für die Vertiefung der Stadterkundung hat es gereicht, denn immerhin regnete es tagsüber nicht, dafür jetzt in der Nacht wieder.


Auffällig an Varna finde ich, dass große Straßen für Fußgänger über unterirdische Unterführungen zu passieren sind. Ansonsten ist die Stadt ziemlich grün. Es gibt viele Straßenbäume.


Auffällig ist auch der meist schlechte Zustand der "Bürgersteige". Einmal vor 100 Jahren oder so gebaut, seither nichts mehr passiert. Einen Zusammenhang mit den Straßenbäumen gibt es da natürlich auch.


>Gebäude und Uhrturm, Varna<


Ich stromerte so durch die Stadt, habe auch ein angenehmes Café besucht.


>Café und Lost Place (unten)<


An der Küstenlinie bin ich diesmal weiter nach Norden gegangen. 


>Views<


Im Unterschied zu gestern, einem noch sommerlich warmen Sonntag, war unten am Strand natürlich gar nichts mehr los. Die vielen Katzen werden sich wohl nach echten Mäusen umsehen müssen.


Ich vermute, morgen passiert nicht viel hier, das Wetter ist nicht viel besser.

(photos added, 11/2024)