Donnerstag, 10. Oktober 2024

Ankunft in Plovdiv und Planungsprobleme

My Guest Rooms, Plovdiv, 36 €/Nacht (Doppelzimmer mit Bad, Mückenschutzgittern). Cooles Zimmer, Altbau mit Fachwerk. Es gibt einen Raucherbalkon.

Mit der Entscheidung, nach Plovdiv zu fahren, habe ich die Schwarzmeerküste verlassen und gleichzeitig die Entscheidung getroffen, nicht nach Istanbul zu fahren. Letzteres wäre naheliegend gewesen, denn Istanbul ist nur 5-6 Busstunden von Burgas entfernt. Abgesehen von anderen Gründen, ist mir gerade nicht nach einer > 15 Mio-Einwohner-Metropole. Ich würde einen Kulturschock erleiden. Außerdem gibt es keinen Weg an der türkischen Schwarzmeerküste entlang.

Letztendlich habe ich auch entschieden, nach Griechenland zu fahren, denn ich habe Thessaloniki als Airport für den Rückflug ausgewählt und einen Flug gebucht. Dies erst zwei Wochen nach Beginn der Reise zu entscheiden, kommt mich teuer zu stehen (200 €). Günstiger wäre es noch gewesen zu entscheiden, nach Bukarest zurückzukehren. Aber ich habe keine Lust, möchte vielmehr wieder ans Meer, also ans Mittelmeer dann.

Von Plovdiv, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, habe ich noch nichts gesehen. Die Verkehrsverbindungen sind ungünstig. Ich entschied, mit dem Zug zu fahren, und ein Zug zu einer für mich passablen Zeit fuhr erst um 15:00. Die Zugfahrt war mindestens viereinhalb Stunden lang, und der Zug hatte bei Abfahrt schon etwa 45 min Verspätung. Etwa 10 € kostete die Fahrt.


Es gab Riesenärger am Telefon, denn ich überschritt die Check-In-Zeit der Unterkunft um anderthalb Stunden und kam zunächst auch nicht rein. Noch mal Glück gehabt, aber es war knapp.

Früher war ich immer überzeugt, mir könne auf einer Reise nichts Gravierendes passieren. Das ist die mentale Voraussetzung dafür, um überhaupt allein in fremde Länder fahren zu können. Aber heute ist meine Psyche angeschlagen, und ich mache mir andauernd über etwas Sorgen.   

(photo added, 11/2024)

Montag, 7. Oktober 2024

Ein Ausflug nach Sozopol und Chernomorets

Es gibt von Burgas aus eine gute Busverbindung mit Halbstunden-Takt zu diesen nicht weit entfernten Orten an der Schwarzmeerküste Richtung Türkei.

Zuerst war ich in Sozopol. Man kann mal durch diesen Ort spazieren. Man sieht typische Schwarzmeerhäuser aus Stein im unteren Geschoss und Holz im oberen Geschoss einschließlich Balustrade. Manchmal ist der Stein unten auch holzverkleidet: 


Auch gab es archäologische Objekte wie Fundamente alter Kirchen zu sehen: 


>Archäologische Objekte<


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Es gibt auch das ein oder andere Café:


Da nicht allzu viel zu sehen ist, sieht man auch nur eine Handvoll Tourist*innen. Sehr entspannt dort,  für Leute mit Burnout sehr geeignet.


>Die Gegend an dieser Palastruine war nicht zugänglich<

Später fuhr ich mit dem Bus zurück, stieg aber in Chernomorets aus. Der Ort selbst ist ziemlich uninteressant, aber natürlich gibt es auch dort einen Strand. Die Karte zeigte mir jedoch einen möglicherweise interessanten, etwa 2 km langen Weg zu einem Kap und Ruinensymbole. 


>Landschaft am Kap<


Es gab Überraschungen. Der Weg hatte mitunter tiefe große Schlaglöcher, die mit Wasser gefüllt waren. Eines konnte ich nicht umgehen, musste tatsächlich meine Strümpfe ausziehen und die Hose hochkrempeln.


An einer Enge kommt man zu einem byzantinischen Turm: 


Der Turm war Teil der Festungsanlage Akra, die eine Siedlung schützte. Es gab hier Ausgrabungen, die die Fundamente frei legten. Diese sind inzwischen aber so zugewuchert, dass nichts mehr zu erkennen ist. 

Zum Kap gibt es einen Anstieg. Oben befinden sich die Ruinen einer Festung aus dem 2. Weltkrieg. Es gibt einen Turm, Geschützstellungen, unterirdische Gänge:


>Festungsruinen<


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Ich habe die Festungsanlage aus Sicherheitsgründen nicht weiter erforscht. Auch die steile Treppe vom Kap runter ans Meer bin ich sicherheitshalber nicht gegangen. 


Unten sah ich einige Leute, die wohl fischten. 

Wieder zurück in Burgas ging ich dort noch etwas spazieren und Einkaufen.

(some text and photos added, 11/2024)

In Burgas

Apart & Rooms Fotinov, Burgas, 42 €/Nacht (Doppelzimmer mit Bad, Balkon, Kühlschrank und Frühstück)

Ich hätte in dieser Stadt auch günstiger unterkommen können, Einzelzimmer für 30 € wären möglich gewesen. Aber manchmal, unterhalb 50 €, entscheide ich mich gerne für einen Balkon (als Raucher) oder auch für ein eigenes Bad.

Gestern. Der Sprung von Nessebar nach Burgas ist nicht weit, vielleicht 30 km.

Burgas, ebenfalls noch am Schwarzen Meer gelegen, ähnelt strukturell etwas Varna, aber die Uferpromenade mit Parkcharakter hier am Strand kann nicht so ganz konkurrieren. 


>Strandpromenade. An Katzen mangelt es auch hier nicht.<


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Und auch städtebaulich ist Burgas weniger interessant.


>Fußgängerzone. Das Hühnengrab unten ist in der Tat etwas Besonderes, sieht man normalerweise nicht in Städten<


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Wenn man dem Weg am Schwarzen Meer weiter nach Norden folgt, kommt man zu einsamen Stränden und zu Salinen. 


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Die Salinen liegen an einem großen versalzten See, dem Atanassowsko-See.

Eventuell will ich morgen noch mal hin, denn gestern war es wegen Gewittergefahr zu riskant, zu weit zu gehen. Es sind schon einige Kilometer ungeschützt auf einer Nehrung (?) zu gehen [Anmerkung: ich war am nächsten Tag nicht mehr weiter weg unterwegs, es ist einfach zu weit].


Bei der ersten Saline war ich. Dort war nichts los, so dass ich zunächst nicht erkannte, dass man sie ein Stück weit betreten darf (ca. 3 € Eintritt). Später sah ich zwei Personen hineingehen. Es gibt dort die Möglichkeit, sich mit schwarzem Schlamm einzureiben. 

Das Besondere, aber kein Alleinstellungsmerkmal, sind auch Becken mit roter bzw. oranger Wasserfärbung: 


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Das ergibt schon interessante Fotos. Die Saline ist ziemlich groß und zeigt auch diverse Verfallsstadien bei den Gebäuden:


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(some text and photos added, 11/2024)