Mittwoch, 15. März 2023

Ein Bahnausflug nach Cascais

Gestern schlenderte ich wieder durch Lissabon, legte über 20.000 Schritte zurück. Ich war insbesondere im naturhistorischen Museum (Museum Nacional de Historia Natural e da Ciencia) und dem dort angegliederten botanischen Garten.

Das Museum wirkte reichlich antiquiert, bietet uralte Fundstücke von Tieren, schön tot in Formalin. Ansonsten werden dort auch noch andere Themen abgehandelt, z.B. Saurier, Fossilien, Mineralien, Medizingeschichte. Es gibt dort auch Laborsäle aus dem 19. Jahrhundert. 


Der botanische Garten war nicht übermäßig prickelnd. Aber ein Kapokbaum stand dort auch. Die Würgefeigen standen dagegen in der Nähe der Museumsgebäude:


Der Ausflug nach Cascais heute war relativ kurz. Die Bahn dorthin braucht ca. 40 min. Dort ist Endstation. Die Zugverbindungen sind dieser Tage aus mir nicht bekannten Gründen allerdings ausgedünnt. 

Cascais ist ein Touristenort am Meer, der schon im 19. Jahrhundert Bedeutung hatte. Es entstanden einige luxuriöse Paläste mit zugehörigen Parkanlagen. 


Es gibt mehrere Felsbuchten mit Stränden, die ausgiebig genutzt werden. Ferner gibt es viel Gastronomie.


Es gibt dort auch ein altes Fort, das allerdings durch seine Nachnutzung baulich deformiert ist. Und es gibt natürlich einen Leuchtturm:


Insgesamt kann man den Ort mal besuchen, für einen längeren Aufenthalt wäre er mir aber zu uninteressant. Die Züge nach Cascais oder auch Sintra sind im Übrigen oft ziemlich überfüllt.

Am späteren Nachmittag und frühen Abend lief ich wieder in Lissabon herum. Ein großes Kreuzfahrtschiff, die "Iona" lag an der Pier. 

Ich ging nochmal "Sardinhas" essen, trank ein Bier dazu.

Für morgen Mittag ist der Rückflug nach Düsseldorf geplant. Den Online-Check-in habe ich gemacht.

(text slightly changed, photos added, 07/2024)

Dienstag, 14. März 2023

Lissabon - An der Tejo-Waterfront

Residencial Joao XXI, Lissabon (Doppelzimmer mit Bad, 30 €/Nacht)

Die letzten beiden Tage fallen in die Rubrik  "anstrengend", da ich bei meinem Flug Praia - Lissabon um 01:00 Uhr eine Übernachtung ausgelassen habe. Viel Leerlauf, Wartezeiten und Übermüdung kamen daher zusammen, auch wenn alles funktionierte und ich im Flieger sogar drei Sitzplätze für mich allein hatte, also liegen konnte.

Der Flieger kam gegen 06:00 Uhr an. Ein Zimmer beziehen kann man in Lissabon allerdings zumeist erst nachmittags. Für das Gepäck fand ich im Flughafen ein Schließfach. 

Gastronomisch habe ich sowohl in Praia als auch in Lissabon so Einiges durchprobiert, um Leerlaufzeiten zu überbrücken.

Klimatisch bin ich gerade nicht akklimatisiert, wie die wetteronline-Prognose für den 13.03. zeigte:

Assomada: 20 - 33 Grad.

Lissabon: 12 - 19 Grad.

In Lissabon fuhr ich mit der Metro zur Station "Oriente". Von dort kann man im Osten der Stadt in wenigen Minuten zum Tejo-Estuar laufen. Auf dem Weg liegt das große Shopping- Center "Vasco da Gama", das ich später noch für Kaffee und Kuchen besuchte. Nahebei kann man eine große Müllkatze besuchen:


An der Tejo-Waterfront kann man kilometerlang dann entlang laufen. Dort gibt es eine Promenade. Ich fand bald eine teilsteils sonnige Sitzbank am Rande einer Parkanlage, auf der ich ein bisschen ungestört schlafen/dösen konnte. 


Ansonsten gibt es an der Waterfront dort auch viel Gastronomie. 


Insgesamt ist diese Gegend dort mit diversen kleinen Parks durchaus ansprechend für Spaziergänge und auch Sportaktivitäten. Der Blick schweift dabei über das mächtige Estuar, das auch von einer mindestens 5 km langen Brücke gequert wird. 


Parallel zur Promenade gibt es dort auch eine Seilbahn.

Die Unterkunft liegt in einem anderen Stadtteil, das ich nach dem Auslösen des Gepäcks wieder per Metro anfuhr. Später ging ich noch Einkaufen.

(text slightly changed, photos added, 07/2024)

Sonntag, 12. März 2023

Praia (III)

Der letzte Tag auf den Kapverden. Der Flieger nach Lissabon geht um 01:00. Also, ich frühstückte gemütlich in Assomada, machte dabei den online-Check-in für den TAP-Flieger, nachdem ich gestern Abend schon eine Unterkunft in Lissabon gebucht hatte.

Danach bezahlte ich die Unterkunft (auf den Kapverden ist Barzahlung der Regelfall) und verließ die Unterkunft. Wider Erwarten konnte ich direkt einen Public Minibus (hier Aluguer genannt) auftun, ohne auch nur eine Minute warten zu müssen. Sehr überraschend, denn der Sonntag gilt als heikler Reisetag, an dem weit weniger los ist als an anderen Tagen. Andererseits ist "Tarrafal - Assomada - Praia" natürlich die Hauptroute auf Santiago.

Jetzt hänge ich hier in Praia am zentralen Platz rum. Habe gerade Spaghetti mit Thunfisch verspeist und einen Cafe Americano getrunken. 

Noch 6/7 Stunden, bevor es überhaupt lohnen kann, mit dem Taxi zum Airport zu fahren. Ich werde mir wohl ein schattiges Plätzchen zum Lesen suchen. Das ist nicht einfach, die schattigen Plätze sind bei zurzeit sonnig-windigen 32 Grad natürlich meist belegt.


Später kam ich noch mit einem Österreicher in einem Café ins Gespräch. Er spendierte mir einen ungekühlten Rotwein von Fogo.

Ich war übrigens noch in zwei Ausstellungen/Museen in Praia. Oben, das ist eine Art Amicar-Cabral-Gedenkstätte. Der Mann war Freiheitskämpfer und wurde 1973 ermordet. Das Gebäude unten ist ein historisches Museum, das einen Innenhof hat. Die Besichtigung beider Orte lohnt nur bedingt, kostet aber nicht viel.


(text slightly changed and number of photos reduced, 07/2024)