Der Körper reist, der Geist reist. Mal zusammen, manchmal getrennt. Ein Reise- und Wanderblog.
Freitag, 29. Dezember 2023
Neuerungen sowie Plus-/Minuspunkte der letzten Italien-Reise
Montag, 18. Dezember 2023
Wanderung Schloss Brühl - Dikopshof - Wesseling
Es fällt mir schwer, die Energie aufzubringen, auf Wanderung zu gehen. Das lag in den vergangenen Wochen zwar auch am Wetter, liegt zum erheblichen Teil aber auch an der Infrastruktur, die sich in den letzten Jahren in jeder Beziehung stark verschlechtert hat.
Gestern schien aber viel die Sonne, und es war wohl 10 Grad warm. Ich konnte die Energie aufbringen, immerhin bis Schloss Brühl zu fahren. Ich ging dort durch den Park:
Man sieht Gänse hinten auf der Grasweide.
Eine Baumallee führt zu Schloss Falkenlust:
Das Schloss wirkt immer, als würde es leer stehen:
Hinter dem Schloss fanden Pflanzaktivitäten auf einem Feld statt:
Bedauerlicherweise habe ich keine Ahnung, was dort gepflanzt wurde.
Die Route führte mich weiter an der riesigen Kiesgrube vorbei:
Mein Ziel hier in der Gegend ist immer, durch die Hofanlagen des Dikopshofes zu gehen.
Der Ort ist weitgehend stillgelegt, und ich erwarte immer, negative bauliche Aktivitäten dort beobachten zu können. Bisher passiert aber wenig. Der Hof liegt in der weiten Ebene der Rhein-Niederterrasse:
Schön unverbaute Landschaft, zumindest in Richtung des Fotoobjektivs.
Ich ging weiter Richtung Keldenich. Irgendwo muss man ja wieder eine Bahn erreichen.
Keldenich/Wesseling sind heute zusammengewachsene Ortsteile. Doch sie trennt die Autobahn, die ebenso wie die Bahnlinie 16 Barrieren in der Ortsentwicklung darstellen.
Ich war noch an der Rheinpromenade:_
Der Rhein führt immer noch deutlich Hochwasser.
Die Route war 11.2 km lang und hatte mit + 95 Höhenmetern kaum Höhendifferenzen:
Sonntag, 10. Dezember 2023
Im Kino: Auf dem Weg
Vor einigen Jahren habe ich Wanderberichte in diesen Blog integriert, die in der rechten Spalte (Web-Ansicht) unter „Wanderungen um Köln“ zu finden sind. Das von Denis Imbert inszenierte, aktuell im Kino laufende französische Selbstfindungsdrama „Auf dem Weg“ passt dazu perfekt, obgleich es um einen Extremwanderer geht.
Im Film ist eine gesundheitliche Katastrophe (Sturz) des Protagonisten ausschlaggebend für den Entschluss, nach der monatelangen Regenerierung Frankreich zu Fuß zu durchqueren. Das werden über 1.300 km.
Was den Film auszeichnet und von diversen anderen „Wanderfilmen“ unterscheidet, die etwa auf dem Jakobsweg spielen, ist der Wille, wenn nicht den direkten, so doch vor allem vergessene und versteckte Wege zu nehmen – und somit den Menschen auszuweichen. Der Wanderer hat Karten dabei, kein Smartphone.
"Versteckte" Wege nehmen, das mache ich auch gerne (aber früher häufiger), allerdings in Form von Tagestouren. Für Etappenwanderungen braucht es mehr Kondition, und diese hier sind streckenweise schon fast Survival-Wanderungen. Jedenfalls muss man viel besser ausgerüstet sein, Zeltaufbau und Feuer machen beherrschen. Der Film zeigt atemberaubende, oft karge Landschaften, z.B. in der Auvergne.
Auch die philosophischen Exkurse können mich überzeugen. „Einige wollen in die Geschichte eingehen und andere wollen in der Geografie verschwinden“, notiert er eingangs in sein Tagebuch (zitiert nach epd-film).
Der Film enthält auch Rückblenden auf sein früheres Leben einschließlich des leichtsinnig herbeigeführten Unfalls. Und der Wanderer trifft natürlich auch Menschen und ist auch nicht immer allein unterwegs. Seine Schwester wandert beispielsweise ein paar Tage mit.
Insgesamt ein ziemlich guter Film.

