Montag, 30. September 2024

Mit dem Bus nach Varna

Caprice Family Hotel, Varna (Zimmer mit Bad, ca. 42 €/Nacht)

Die Busfahrt über die rumänisch-bulgarische Grenze zog sich hin. Das fing damit an, dass der Bus mit halbstündiger Verspätung kam, so dass ich am Busbahnhof schon deutlich beunruhigt war. Er kam dann doch, und außer einem jungen Pärchen wollte zunächst sonst niemand mitfahren.

Über die Grenze ging es zügig, die Grenzpolizei hat nur die Pässe kontrolliert. Danach fuhr der Bus kleinere Umwege, um weitere Personen aus bulgarischen Strandorten nördlich von Varna an ihren Hotels abzuholen. 

Aber egal, kurz nach 14:00 Uhr war der Bus in Varna und hatte zudem einen günstigen Halt an der Kathedrale, nicht weit von meinem gebuchten Hotel. Vor 14 Uhr wäre ich sowieso nicht ins Hotel gekommen.


Später machte ich eine erste Stadterkundung. Vom Platz an der Kathedrale führt eine Fußgängerzone durch die Stadt. Diese wirkt ziemlich weit und modern. 


>In der Fußgängerzone<


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Man kommt zu einem stattlichen Waldpark, der einige 100 m breit und einige Kilometer lang ist:


>Im Park<


Treppen in dem bewaldeten Hang führen zum Schwarzen Meer runter:


Unten gibt es einen Weg mit Gastronomie, die zunächst den Blick auf das Meer verstellt, aber stadtauswärts seltener wird: 


Es ist ziemlich toll, dort langzugehen und auch durch den Park. 


Am Strand war auch noch was los:


In einem der zum Meer hin offenen Restaurants bestellte ich einen Teller Sardellen (?) sowie Pommes und ein Bier. Echt wahr, das musste mal sein. 


Es gab Bilder zu den Essen, hilfreich, denn die Speisekarten hier kann der "gewöhnliche" westeuropäische Tourist nicht lesen, sie sind nur auf "kyrillisch". Einige Katzen bettelten um Fisch.


Im Zentrum von Varna gibt es auch eine Ausgrabungsstätte, römische Thermen:


Es gibt auch ein Marinemuseum in Varna. Es hatte am Sonntag geschlossen (und später kam ich davon ab, es bzw. das unten gezeigte Schiff noch zu besichtigen):


Ich ging dann wieder zurück, da der Himmel sich zunehmend verdüsterte und Regen drohte. Ich war noch Einkaufen und kaum zurück im Hotel ging es los mit heftigem Regen. Die Temperaturen dürften inzwischen um 10 Grad gefallen sein.


In Varna bleibe ich wieder einige Tage.

(some text and photos added, 11/2024)

Samstag, 28. September 2024

Ruhe-/Strandtag in Constanta

Gestern legte ich über 25.000 Schritte zurück. Vielleicht lag es daran, dass ich heute nicht in die Gänge kam und deshalb einen halbwegs "echten" Strandtag einlegte. 


Baden war ich allerdings nicht, ich hatte weder das Bedürfnis, noch ist es aus sicherheitstechnischen Erwägungen generell eine gute Idee als Einzelperson baden zu gehen. Das Wasser wäre aber ausreichend warm gewesen, das habe ich barfuß getestet.


Ein 25-Grad-Tag, weniger Wind als gestern.

Ich war am citynahen Strand. Das ist hier etwas anders als in Mamaia gestern, auch mehr Menschen. Morphologisch, geht man zum Strand etwa 25 Höhenmeter über Treppen durch eine Wildgrünzone am Hang runter. 


>Hangzone<


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Im Grunde ist es unten ganz schön, besonders an den Steinbuhnen, wo es auch mehr Vegetation und deshalb sogar schattige Plätze gibt: 


Im Hochsommer hätte man wahrscheinlich keine Chance, so ein Plätzchen zu ergattern, jetzt kein Problem.


Ich konnte da gemütlich in meinem eBook lesen und auch etwas dösen oder den Möwen oder Krähen zuschauen/zuhören.


Später ging ich noch gemütlich einen Cappuccino trinken. Das machte ich auch schon am Morgen.

Der Plan sieht vor, morgen mit einem Bus über die bulgarische Grenze nach Varna zu fahren. Busticket und Unterkunft habe ich schon.

(photos added, 11/2024)

Im Norden von Constanta

Ich hatte etwas Probleme, ein Busticket am Busbahnhof zu kaufen, weshalb Zeit dafür drauf ging. 

Später fuhr ich mit einem Bus bis Mamaia Endstation. Mamaia im Norden und Eforie im Süden von Constanta sind für mich ebenso wie Constanta selbst lange bekannte Namen. Ich war zwar vorher noch nicht hier, aber die Orte waren bekannt als Urlaubsdestinationen der DDR- Bürger. Wenn man also damals Verwandtschaft in der DDR hatte, kamen - wie bei uns - eventuell Postkarten aus diesen Orten. 

Mamaia liegt auf einer Nehrung (?), Landzunge (?). Der Ort ist jedenfalls nur ein paar Hundert Meter breit und mindestens 8 km lang. Im Osten ist das Schwarze Meer mit dem vorgelagerten Strand, der auch ein paar Hundert Meter breit sein kann:


Im Westen liegt ein großer See, Lacul Siutghiol, der Süßwasser haben soll. Das Ufer des Sees ist allerdings ziemlich verbaut, so dass man eindeutig eher auf der Strandseite lang geht. Das Foto täuscht über die wahren Verhältnisse, ich habe nach der Seeblick-Lücke suchen müssen:


Los war nichts in Mamaia. Traditionell ist im Herbst dort wohl nie etwas los gewesen. 


Man teilt sich einen riesigen Strand mit ein paar Dutzend sicherlich ganz überwiegend rumänischen Tourist*innen. 


Dass nichts los ist, kann seinen Charme haben. Offene Cafés sieht man allerdings auch nicht. 


Ich muss anmerken, dass heute zwar ein 25-Grad-Tag gewesen sein müsste, aber ein strammer Wind blies, es gefühlt daher kühler war.


Bis 1947 hatte Rumänien noch einen König. In Mamaia gibt es eine ehemalige  Sommerresidenz, die wie verwaist wie ein Lost Place wirkt:


Vor 20 Jahren gab es noch wöchentliche Direktflugverbindungen von mehreren Orten Deutschlands nach Constanta. Seit über 10 Jahren gibt es keine mehr, las ich bei Wikipedia nach. Das ist mutmaßlich natürlich auch ein Grund, weshalb ich selbst von Bukarest mit dem Zug hierherfahren musste, andernfalls hätte ich vielleicht einen Direktflug genommen.

Zu den Stränden merke ich an, dass es hier zwei Nachteile gibt. Einerseits scheinen es (muschelreiche) Kiesstrände zu sein, andererseits ist die rumänische Schwarzmeerküste ost-exponiert. Abendsonne am Strand ist nur bedingt vorhanden, gar Sonnenuntergänge gibt es hier nicht.


Am Südende von Mamaia liegt ein weiterer großer See, Lacul Tabacariei. Auch hier schaute ich kurz vorbei. 


>Im unteren See.Foto sieht man ganz gut den strammen Wind, der wehte<


Ich ging den ganzen Weg von Mamaia zurück nach Constanta, anfangs am Strand, später auch im Ort. Südlich der "Nehrung" von Mamaia wird der weite Strand durch Strandbuchten abgelöst. Zum Strand/Meer geht es geschätzt 10-15 m hangabwärts runter. Diese Hangzonen sind meist mit Sträuchern/Bäumen bewachsen. Oft führen Treppen runter.


Einen Cappuccino trank ich später noch im Mistic Caffe":


In dieser Gegend, Piata Chiliei, sieht es recht annehmbar aus, es gibt dort auch großbürgerliche alte Villen.

Ich habe dann noch die letzten Artikel gekauft, die ich im Urlaub brauche, aber nicht mehr von zu Hause mitschleppe. Ich fand nämlich einen DM-Laden, und dort kaufte ich eine kleine Flasche Haarwaschmittel, eine medizinische Hautcreme und eine Fingernagelschere. Alternativ würde ich lieber ein kleines Küchenmesser kaufen, aber so etwas ist nach meinen Erfahrungen oft nicht einfach zu finden.

Katzen sieht man auch in Constanta und seinen Vororten häufiger mal:


(more text and photos added, 11/2014)