Freitag, 18. Oktober 2024

In der Hafenstadt Kavala

Castle View Superior, Kavala, 36 €/Nacht (Studio mit Bad, Balkon, Küche)

Der Busbahnhof von Thessaloniki liegt leider 4,5 km vom Zentrum entfernt. Den größten Teil der Strecke habe ich mit einem Bus zurückgelegt, musste aber erst mal eine Kreuzung erreichen, von der aus naheliegend war, dass der ausgesuchte Bus auch dorthin fährt. Das Ticket kaufte ich vorher an einem Büdchen. Das klappte auf Anhieb, musste ich am Vorabend aber erst einmal auf abstrakter Ebene recherchieren. An den Bushaltestelle gibt es jedenfalls normalerweise keine Automaten. Eventuell gibt es auch in den Bussen Automaten, ich habe nicht drauf geachtet. Auf jeden Fall kann man keine Online-Tickets in Thessaloniki kaufen.

Die nordgriechische Hafenstadt Kavala  liegt etwa 170 Bus-Kilometer nordöstlich von Thessaloniki und hat ca. 70.000 Einwohner. Etwa 2:15 h brauchte der Bus. Es gibt hier über dem Hafen ein byzantinisches Kastell: 


Und es gibt ein Äquadukt in der Stadt:


>Äquadukt-Views<


Im Grunde ist es hier recht nett, sage ich mal nach erster Inaugenscheinnahme. Am, aber nicht im Kastell, war ich schon. 


Auf dem mit kleineren Häusern und schmalen Gassen bebauten Kastellhügel leben viele Katzen:


Es gibt hier auch eine größere Kirche, aber die Viewpoints am Kirchplatz beeindrucken mich mehr:


Auch die Treppe runter zum Strand bietet phantastische Ausblicke:


>Die Insel im Hintergrund ist Thasos<


In der kleinen City bzw. am Yachthafen kann man wahrscheinlich ganz gut essen. Ich besuchte aber nur ein Café und einen örtlichen Supermarkt gegenüber.


Morgen werde ich mir die Stadt noch genauer ansehen.

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Am nächsten Tag. Ich war auf dem Kastell - natürlich tolle Aussicht, aber für mich schon viel zu gefährlich, auf den Mauern oben herumzugehen, es gibt keine Geländer. 


>Auf der Festung<


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Ansonsten spazierte ich auch in der Stadt bergauf. 


Es gibt viele Treppen, aber im Ergebnis nicht soo viel zu sehen, die Bausubstanz und Architektur der Häuser ist eher "gewöhnlich". 


Ab und zu sieht man Obstbäume, Kaki- oder Orangenbaum.


>Kakis<

Citynah gibt es ein paar palastartige Lost Places:


Am frühen Abend gönnte ich mir Anchovis mit Brot und Bier an einem Hafenrestaurant - lecker.


Es ist seit meinem Aufenthalt in Kavala kälter geworden. Für morgen sind nur 6 - 18 Grad angesagt. Aber es bleibt sonnig.

(some text and photos added, 11/2024)

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Stadtmauer und Kastell Thessaloniki

Gestern. Ich war 1978 schon mal in Thessaloniki. Damals stieg ich mit einem Interrail-Ticket in den Zug "Köln - Thessaloniki" und fuhr durch. Heute unvorstellbar, deshalb gibt es diese Zugverbindung auch längst nicht mehr. Ich erinnere mich noch, am Ziel ziemlich hinüber gewesen zu sein und irgendwo über der Stadt "pausierte". Ich nehme an, dass ich auch auf der byzantinischen Burg war. 

In der Stadt gibt es Stadtmauern, die noch zu großen Teilen erhalten sind und an einer Seite bis zum Meer runter reichen:


Begehbar sind die Mauern nicht, es sind Ruinen, die bis etwa 195 m NN zum Kastell führen.


>Stadtmauer<


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Ich ging soweit möglich an der Stadtmauer hoch bis zum Kastell:


Man kommt in die höheren, mehr "idyllischen" Stadtteile mit oft einfachen ein- oder zweigeschossigen Häusern. Dort sind auch die Katzen noch nicht plattgefahren, und man sieht gelegentlich eine.


>Vorort-Idylle<


Vereinzelt gibt es hier auch Lost Places:


Auch durch eine klösterliche Anlage bin ich gelaufen:


Das Kastell war früher auch Gefängnis mit eigenen Bauten. Die düsteren kleinen Gefängniszellen kann man besichtigen, aber insgesamt kann man relativ wenig von den Türmen besichtigen. 

>Kastell-Motive<


View vom Kastell:


Ich lief wieder langsam runter in die City, möglichst an der Stadtmauer lang: 


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Ich nahm hier und da noch einige Sehenswürdigkeiten mit. Das konnten Moscheen, Kirchen oder römische Ausgrabungen sein:


>Sehenswürdigkeiten im Zentrum Thassalonikis<


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Aus meiner Sicht muss man nicht mehr als zwei Nächte in der Stadt verweilen, wenn man nicht noch Restaurants und Kneipen näher kennenlernen will.


>Alte Platane<

(some more text and photos added, 11/2024)

Dienstag, 15. Oktober 2024

Mit dem Bus nach Thessaloniki

Hotel Kastoria, Thessaloniki, 37 €/Nacht (Doppelzimmer mit Bad und Kühlschrank)

Das Busticket kaufte ich mit der App "Busbud". Diese App habe ich in anderen Ländern auch schon benutzt, muss aber sagen, dass sie wie auch andere Apps in Bulgarien meist versagen. Auch die App "Trainline" fand hier keinen Zug. 

Die App zeigt an, wo der Bus abfährt bzw. am Ziel ankommt. In diesem Fall war ich am Vorabend schon mal dort und siehe da, dort gab es sogar ein Büro der Busfirma am Busbahnhof. Trotzdem schlief ich nicht allzu gut.


Abfahrt 10:00, optimal. Alles lief gut, eine Frau lief durch den Bus, hakte die Passagiere ab. Guter Bus, saubere Scheiben, nur zu vielleicht 25 % gefüllt, man hatte also eine ganze Sitzbank für sich.

Die etwa 295 km lange Strecke "Sofia - Thessaloniki" dauerte 5:15 h, davon die letzten 30 min allein im Verkehrschaos Thessaloniki. Es ist eine bergige Fahrt, man kommt an diversen bei uns in Deutschland eher unbekannten Gebirgen vorbei, die Höhen von fast 3.000 m erreichen, wie z.B. das Rila-Gebirge, und man sieht auch viel Wald. An der Grenze zu Griechenland war eine Zigarettenpause möglich.


Bald hinter der Grenze wird die Landschaft mediterraner. Man sieht beispielsweise Olivenbaumhaine.

Nach dem Check-In ins Hotel bummelte ich in Hafennähe noch etwas durch die Stadt. 


An einem Kai entdeckte ich zufällig den World-War-II-Zerstörer "USS Charette", den ich praktischerweise direkt besichtigen konnte. Nur 2 € Gebühr. 


Ich war gar nicht überall im Schiff, weil mir die Treppen teilweise zu steil waren. Wie auch immer, ich fühlte mich ziemlich beengt, obwohl das Schiff ja gar nicht mal so klein ist.


Hier unten im Stadtzentrum ist es ziemlich noisig, große Straßen erzeugen einen erheblichen Lärmpegel, und der starke Verkehr verpestet die Luft. Auch, weil nach meinem Eindruck relativ viele laute Motorräder unterwegs sind. 


>Im Umfeld der Hauptfußgängerzone<


Die Stadt ist hier Lichtjahre von optimalen Verhältnissen und moderner Stadtplanung entfernt. Aber es gibt "Oasen" in Nebenstraßen und die Hauptgeschäfts-Avenue, die Fußgängerzone ist.


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Morgen werde ich an der Stadtmauer entlang gehen, die bergauf führt.

(photos added, 11/2024)