Dienstag, 14. Mai 2024

Reise-Archiv

Das alte "Reise-Archiv" mit seinen Blogbeiträgen musste zum 01.07.2024 offline gehen, da mein viel benutzter Bilder-Hosting-Dienst "abload.de" untergegangen ist und die davon betroffenen Fotos der alten Blog-Beiträge fehlerhaft ins Leere verlinkt sind. 

Über dieses neue Label "REISE-ARCHIV", das in der rechten Spalte meiner Startseite erreichbar ist, wird das Reisearchiv nach und nach partiell wieder aufgebaut. Am Smartphone muss man dafür wahrscheinlich die Web-Version dieses Blogs aufrufen, da andernfalls nur die neuesten Beiträge angezeigt werden (so ist es jedenfalls bei mir). 

Aktuell zuletzt besuchte Länder:

> Belgien (2025)

> Frankreich (2025)

> Marokko (2025)

> Portugal (2025)

> Schweden (2025)

> Spanien (2025)

Link-Liste zu weiteren Ländern mit intakten oder reparierten Blog-Beiträgen in regional-alphabetischer Reihenfolge mit Jahresangabe zum letzten Besuch des Landes:

* AFRICA *

> Cabo Verde (2023)

* AMERICA * 

Beiträge zu "AMERICA" gab es hier nie, da meine Besuche dort über 25 Jahre her sind.

* EUROPE *

> Albanien (2022)

> Bulgarien (2024)

> Griechenland (2024)

> Italien (2023)

> Litauen (2018)

> Montenegro (2022)

> Niederlande (2024)

> Slowenien (2019)

> Rumänien (2024)

> Ungarn (2014)

* Süd- und Ostasien *

> Laos (2017)

* Vorderasien *

zurzeit offline

* Arbeitsarchiv MAPS (Reiserouten) *

Dieses Arbeitsarchiv soll vorrangig vorangetrieben werden.

In der rechten Spalte meiner Startseite gibt es auch eine bloginterne Google-Suchfunktion, über die man zu Reise-Blogbeiträgen zu Ländern kommen könnte, die oben nicht gelistet sind.

(last update, 12/2025)

Samstag, 11. Mai 2024

Wanderung Sophienhöhe

Das war am letzten Sonntag mal eine ausgesprochen schöne und interessante Wanderung. Ein 18-Grad-Tag mit Sonne- und Wolken-Mix.

Auf der Sophienhöhe war ich - so glaube ich jedenfalls - noch nie. Das liegt auch daran, dass man mit der Bahn auf der Strecke "Düren - Jülich" nicht so wirklich nahe herankommt. Eine Wandertour auf die Sophienhöhe wird daher für mich immer mindestens 20 km lang sein.

Im Ergebnis ist der Ort besser mit dem Fahrrad zu erkunden, auch wegen des weitläufigen Wegenetzes auf der Höhe.

Ich startete die Tour in Krauthausen (A):


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". 21.5 km, 380 Höhenmeter bergauf, 340 Höhenmeter bergrunter<

Von Krauthausen ging ich über die Felder nach Hambach. Die Sophienhöhe wirkt hier optisch wie ein natürliches Gebirge, obwohl es sich um eine Abraumhalde des Braunkohlenbergbaus handelt.


Die Sophienhöhe überragt die Umgebung um rund 200 Höhenmeter. Die forstliche Rekultivierung begann 1988. Es gibt dort aber nicht nur Wald.

In Hambach kann man sich noch eine Burg ansehen:


Der Hambacher See liegt schon auf der Sophienhöhe:


Weiter oben kann man den Inselsee erreichen:


Das Gequake der Frösche hier war beeindruckend.

Am Ostrand der Kippe kommt man in jüngere, offene Bereiche der Rekultivierung. Dort hat man sich echt Mühe gegeben. Solche innovativen, gestalterisch anspruchsvollen Haldenrekultivierungen findet sonst in der Nähe nur noch im Ruhrgebiet. 


>Der Bereich hier heißt "Goldene Aue". Man hat einen sehr weiten Blick.<


An diesen Teichen quaken auch Frösche, und sie sind natürlich auch für viele Vögel wie Reiher und Gänse relevant.


Am Rande des rekultivierten Bereichs kann man dann auch in die Grube des Tagebaus Hambach schauen:


An diversen Orten der Sophienhöhe gibt es noch spezielle Sehenswürdigkeiten wie diesen Findlingskreis:


Ich konnte jedoch weder alle diese Orte noch alle Teiche aufsuchen.

Den Rückweg schlug ich Richtung Jülich ein. Der Weg führt wieder über Felder, in meinem Fall auch an der Wassermühle Lindenberg vorbei:


Die nähere Bahnhofsumgebung von Jülich kann man als gastronomische Einöde bezeichnen. Der Bahnhof liegt etwa 800 m vom Rande der City entfernt. Wer am Bahnhof etwas zu trinken oder eine Toilette sucht, wird nicht fündig. Aus Sicht des Bahnreisenden "typisch Bahn", die Entscheidungsträger dort sind unfähig und vor allem unambitioniert, die Orte aufzuwerten. Man schielt auf Profit, aber das funktioniert so nur in zentraler Lage.

Montag, 6. Mai 2024

Wanderung Horrem - Habbelrath - Frechen

Diese Wanderung fan schon am letzten Dienstag statt. Eigentlich wollte ich das Problem "Sophienhöhe" noch mal angehen, aber ein Notarzteinsatz auf der Strecke führte dazu, dass der Zug in Kerpen-Horrem endete. Also ging ich eben von dort wandern, was will man machen.

Wenn man am Bahnhof den Gleisen bergrunter folgt, kommt man zur "Kleinen Erft". Es gibt dort schöne Auenwaldwege am Flüsschen, auch mit alten Bäumen.


In diesem Bereich gibt es alte, stillgelegte Bahngleise auf Dämmen, die durchtunnelt sind:


Bei Götzenkirchen kam ich an einer alten, umgestürzten Eiche vorbei:


>Der morsche Stamm wird langsam zersetzt. "Stinkender Storchschnabel" wächst und blüht gerade auf dem Stamm. Das sagte mir meine App "Flora Incognita".<


Östlich von Götzenkirchen kommt man auf die Felder raus:


Diese Gegend ist komplett rekultiviert, da sie auf den Flächen des ehemaligen Braunkohle-Tagebaus Frechen liegt. Auch der Boisdorfer See ist "neu":


Hier kann man also am See mit seinem Waldsaum über weite Strecken über die Felder gehen und beispielsweise Vogelstimmen von der App "BirdNET" bestimmen lassen. Die klimatischen Bedingungen waren allerdings eher ungünstig, zu viel Wind, schlecht für Smartphone-Micros. Nilgänse und Silbermöwen konnte die App aber beispielsweise eindeutig identifizieren.


>Wanderroute, aufgezeichnet mit der App "Komoot". 15.7 km, 170 Höhenmeter bergauf, 190 Höhenmeter bergrunter<

Etwas weiter entfernt kommt man bei Grefrath noch einem weiteren Gruben-Biotop vorbei. Für eine nähere Erkundung bräuchte man allerdings Gummistiefel, denn in Anbetracht der doch vielen Niederschläge der letzten Zeit ist es sehr matschig-sumpfig in der Uferzone:


Nahe dem Frechener Stadtteil "Grube Carl" gibt es mehrere Pferdehöfe:


Es gab hier eine Brikettfabrik, die in größeren Teilen erhalten und vor wahrscheinlich gut 20 Jahren zu einem noblen Wohnquartier umgebaut wurde:


Die ehemaligen Förderbänder machen sich sehr gut. Insgesamt kann man wohl von einem gelungenen Beispiel des Erhalts alter Industriekultur sprechen. Ich war an diesem Ort schon vor einigen Jahren mal. Bei dem in den 1910er Jahren gebauten Frechener Wasserturm bin ich mir nicht so sicher, ob ich ihn damals auch gesehen habe:


In dem Turm sind heute auch Wohnungen.

Von Frechen aus kann man mit der Straßenbahn zurück nach Köln fahren.