Donnerstag, 11. Januar 2024

Im Kino: Perfect Days

Wim Wenders ist jetzt nicht so mein Lieblingsregisseur. Es gilt aber als große Ehre, wenn Japan seinen neuen Film ins Oscar-Rennen geschickt hat. 

Der Film spielt in Tokyo und handelt vom Leben eines Toilettenputzers (Koji Yakusho), was den Film schon einmal grundsätzlich für mich interessant erscheinen lässt. Es gibt viele Tokyo-Motive aus unbekannteren Ecken zu sehen. 

Was hier geschildert wird, sind vor allem die individuellen Tagesroutinen des Mannes, wozu neben der Arbeit, in der er mittels Lieferwagen die Toilettenhäuser abklappert, bestimmte Routinen in seinem Haus (Blumenpflege, Frühstück, ...) und bestimmte, häufig besuchte Orte außerhalb (Park, Gaststätten, Waschsalon, Badeanstalt …) gehören. In dem Haus, in dem er wohnt, gibt es anscheinend weder Badewanne/Dusche noch eine Waschmaschine. 

Seine sozialen Kontakte sind spärlich, oft unverbindlich, die Dialoge oft spartanisch, aber plötzlich taucht die ausgerissene Tochter seiner Schwester auf, mit der er einige Tage per Fahrrad unterwegs ist und die ihm auch bereitwillig bei der Arbeit hilft. 

Die gezeigten Toiletten-Anlagen sind übrigens mitunter vergleichsweise ausstattungstechnisch und architektonisch bewundernswert. 

Auch Musik spielt im Film eine Rolle, verfügt sein Lieferwagen doch über einen Kassettenrekorder. 

Eine zarte Liebeserklärung an Japan“, meint cineman. Dennoch gefallen mir Doris Dörrie's Japan-Filme atmosphärisch vielleicht besser.

Mittwoch, 10. Januar 2024

Die Reisen nach Italien

Italien gehört mit der Reise im Oktober/November 2023 zu meinen besser erforschten Reiseländern.


Die stilisierte Karte zeigt meine Reiseroute mit Startpunkt in Rom (Hinflug) sowie Endpunkt in Mailand (Rückflug). Das war eine Zugreise. Übernachtungsorte sind mit roten Kreisen, sonstige besuchte Orte mit gelben Kreisen markiert und bezeichnet.

Zugehörige Blogbeiträge:

01)  Ankunft in Rom

02)  Eine Stadtwanderung in Rom

03)  Colle Palatino und Forum Romanum (Rom III)

04)  Ankunft in Neapel

05)  In den Ruinen von Pompeii

06)  Neapel - Castello Sant'Elmo und Centro Storico

07)  In Salerno

08)  Castello di Arechi & Salerno

09)  Auf dem Vesuv

10)  Steile Wege in Potenza

11)  Ein Bahnausflug nach Melfi

12)  Exploring Foggia

13)  An einem Adria-Strand in Termoli

14)  Bollwerke in Ancona

15)  Perugia's Altstadt

16)  Ein Bahnausflug nach Assisi

17)  Firenze: Ein Spaziergang über die Ponte Vecchio

18)  Exploring Ferrara

19)  Ankunft in Venedig

20)  Spaziergänge in Venedig

21)  Ein Besuch in Treviso

22)  Ein Spaziergang durch Verona

23)  Peschiera del Garda: Festung am Gardasee

24)  Ein Spaziergang zum Kastell in Brescia

25)  Bergamo's Altstadt

26)  Mailand im Schnelldurchgang und der Flug zurück


Verzeichnis der Beiträge zur Sizilien-Reise im September/Oktober 2020

Nach langer Zeit war ich im Jahr 2020 wieder mal in Italien, und zwar auf Sizilien. Das war Corona-technisch eine gute Idee. Ich bin froh, diese Reise gemacht zu haben. Sie wurde dennoch durch die Corona-Pandemie behindert; denn einerseits denke ich, dass wenn man schon für einige Wochen nach Sizilien fliegt, man Malta auf dieser Reise mitnehmen sollte. Doch auf Malta waren die Corona-Inzidenzen viel höher. Und ich hatte auch Angst, genau deshalb nicht mehr nach Sizilien zurückzukommen; andererseits waren auch auf Sizilien die Busverbindungen stark ausgedünnt - zu wenig Tourist*innen. Ich kam noch nicht mal in alle historisch bedeutsamen Städte, weil kein Bus fuhr. Aber es war eine sehr relaxte Reise. 


Links Blog-Beiträge:

Ankunft in Palermo

Mumien, Sarkophage und ein Kirchendach - Palermo (2)

Ein Ausflug nach Cefalu

Parks und Kirchen - Palermo (3)

Ins Binnenland - Enna

Wieder am Meer - Siracusa

Weiterfahrt nach Catania

Ferrovia Circumetnea

Etna Volcano

Bella Taormina

Calatabiano

Die Barock-Stadt Ragusa

Schlendern durch Catania


Ältere Reisen

In den beginnenden 1970er Jahren machten meine Eltern vorzugsweise in Österreich Urlaub. Wir waren da auch mal per Auto für einen Abstecher in Meran. Es gab gutes Eis, daran erinnere ich mich noch.

1981 reiste ich nach Genua, Korsika und Sardinien und setzte von dort mit dem Schiff nach Festland-Italien (Civitavecchia) über. Ich bereiste dann die Städte Pisa, Florenz, Bologna und Venedig, verbrachte vermutlich in diesen Städten jeweils wenige Tage. 

Man frage mich heute aber nicht, wo ich dort übernachtete, denn damals führte ich kein Reise-Tagebuch, in dem ich heute nachschlagen könnte. Damals kam es noch vor, dass ich einfach im Freien im Schlafsack übernachtete. So war das auch in Venedig, wo ich auf der Lagune am Strand übernachtete. Dort wurde mir der Schlafsack nachts aufgeschlitzt und die Hose gestohlen. Von einem Typen habe ich dann eine gebrauchte rote Hose für 10 Mark kaufen können. Außerdem verlor ich bei dieser von mir gänzlich unbemerkten Schlitzer-Aktion Geld, aber es war wohl nicht soo viel. Aber genug, um nicht mehr per Bahn/Bus nach Deutschland zu kommen. Das ging dann nur noch per Autostopp. Einzelheiten sind mir entfallen, aber der letzte Abschnitt "München - Köln", das war nur eine Fahrt. 

Von diesen Reisen gibt es keine Fotos.

(update and new map added, 01/2025)

Sonntag, 31. Dezember 2023

Asia-Filmkonserve: Wong Kar-Wai's „Fallen Angels“

Ich sah diesen Film des chinesischen Regisseurs aus dem Jahr 1995 schon vor 15/16 Jahren einmal. Der Film spielt in Hongkong und handelt von einigen Personen, die dort überleben wollen, sei es als Auftragskiller oder als Prostituierte oder Kleinhändler. Ihre Beziehungen untereinander erscheinen eher oberflächlich-unverbindlich. 

Wohnungen, Gastro-Küchen, Spielsäle, Friseursalons, U-Bahn-Stationen sind die Schauplätze des Films. 

Den Film zeichnet insbesondere seine fiebrige Stilästhetik und der mitunter triphoppige Soundtrack aus. 

Ein großartiges Zeugnis einer Welt voll trauriger Exzentriker auf der Flucht vor ihren Leben und voller Hoffnung, sich selbst zu entkommen“, meint wikipedia.

Die 7 Filme, die ich von Wong Kar-Wai im Laufe der Jahre gesehen habe, haben es nie in meine Kino-Jahresbestenlisten geschafft. Diesen Film hier sah ich gar nicht im Kino. Mittlerweile ist es still um den Regisseur geworden. Wahrscheinlich zu viel Repression im Land.